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Di, 31. Januar 2023, 7:39 Uhr

Übernahmewelle im Minensektor rollt an


02.07.12 15:07
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Europäische Banken sollen sich demnächst direkt beim europäischen Rettungsfonds bedienen dürfen, wenn sie in finanziellen Nöten stecken, so Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Gedacht sei das Konzept als Entkopplung insolventer Banken von ihren Regierungen. Martin Siegel sehe das allerdings vielmehr als Freibrief für die Banken, sich auf Kosten der Steuerzahler refinanzieren zu können. Für ihn sei diese Maßnahme genauso wirkungslos, wie alle bisherigen Rettungspakete auch und darüber hinaus ein erneuter positiver Impuls für die künftige Goldpreisentwicklung.

"Es ist nur eine Frage der Zeit bis Anleger erkennen, wie sehr ihr Geld wirklich in Gefahr ist. Das Vertrauen in die eingeleiteten Maßnahmen und in unsere Papierwährungen wird zusehends schwinden. Die Absicherung der Vermögen durch Gold ist dann eine logische Folge", sei Siegel überzeugt. Auch jüngst veröffentlichte Zahlen aus China würden positiv stimmen: Dass das Reich der Mitte im ersten Quartal einen Rekordwert bei Goldimporten verzeichne, sei für die langfristige Goldpreisentwicklung sehr wichtig und positiv, so Siegel.

Insgesamt habe der Goldpreis im Juni ein leichtes Plus von 2,4 Prozent verzeichnen können, während Silber nahezu unverändert geschlossen habe. Im Monatsverlauf habe es bei beiden Metallen zwischenzeitlich jedoch heftige Einbrüche gegeben. "Die private Nachfrage nach physischen Edelmetallen weicht im Juni allerdings komplett ab von der Preisentwicklung", erkläre der Experte. Während Privatanleger von Februar bis Mai weltweit deutlich weniger physisches Gold und Silber nachgefragt hätten, hätten Edelmetallhändler im Juni Spitzenniveaus verzeichnet.

"Bei einzelnen Edelmetallprodukten gibt es bereits wieder Lieferengpässe", habe Siegel gesagt. Dass die Preise der Edelmetalle trotz einer erhöhten physischen Nachfrage nicht spürbar anziehen würden, erkläre sich Siegel mit dem Einfluss großer Bankinvestoren an den Terminbörsen, die wohlmöglich zahlreiche Short-Positionen eingegangen seien, um den Preis zu drücken und die Märkte zu beruhigen.

Auch wenn der vergangene Monat für die Aktien der Minengesellschaften erneut nicht erfreulich verlaufen sei, sehe Siegel zurzeit wieder viel Bewegung in den Markt kommen. Während sich bis Mai am Markt für Minengesellschaften kaum Übernahmeaktivitäten abgezeichnet hätten, habe sich das Blatt im Juni gewendet. "Die Übernahmewelle rollt jetzt an", habe Siegel gesagt.

Mitte Juni habe zunächst der nordamerikanische Goldproduzent Yamana Gold Inc. (ISIN CA98462Y1007/ WKN 357818) ein Übernahmenangebot an die Aktionäre der Silbermine Extorre (ISIN CA30227B1094/ WKN A1CUUX) in Argentinien gemacht. Ende Juni sei dann ein Angebot der australischen St. Barbara Limited (ISIN AU000000SBM8/ WKN 851747) an Allied Gold (ISIN AU000000ALD4/ WKN A0BK54) gefolgt. "Sollte es zu dieser Transaktion kommen, würde St. Barbara zum zweitgrößten Goldproduzenten Australiens aufsteigen", habe der Marktexperte gesagt.

Üblicherweise würden nach solchen Angeboten die Kurse der Übernahmekandidaten massiv ansteigen - so auch bei Extorre und Allied. "Die Tatsache, dass Yamana- und St. Barbara-Aktionären Preisaufschläge von mehr als 50 Prozent bieten, beweist einmal mehr, wie günstig Minengesellschaften zurzeit bewertet sind." Der Markt halte Ausschau nach weiteren Übernahmeoptionen und so wachse auch das Interesse wieder für den Minensektor. (02.07.2012/ac/a/m)





 
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