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Di, 17. Mai 2022, 19:56 Uhr

Vestas Wind Systems

WKN: A3CMNS / ISIN: DK0061539921

Vestas Wind Systems für langfristige Anleger


27.08.08 07:26
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" könnte sich ein Einstieg in die Aktie von Vestas Wind Systems für langfristig orientierte Anleger lohnen.

Der Klimaschutz sei einer der Megatrends der kommenden Jahre. Alternative Energien würden vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung gewinnen. Weltmarktführer im Bereich der Windenergie sei die dänische Vestas Wind Systems. Das Unternehmen wachse stürmisch, die Aktie sei ein interessantes Investment.

Alternative Energien seien im Kommen. In Deutschland beispielsweise habe der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch im vergangenen Jahr bei 14% gelegen. Bis 2020 solle der Anteil auf 25% bis 30% wachsen. Möglich geworden sei diese Entwicklung hierzulande durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch andere Länder wie Frankreich, Italien, Spanien oder Griechenland hätten ähnliche Förderprogramme auf den Weg gebracht. Und selbst in den USA habe inzwischen ein Umdenken stattgefunden. Die Bedeutung der erneuerbaren Energien werde in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Wenn es um alternative Energien gehe, würden Anleger zuerst an die Solarbranche denken. Kein Wunder, schließlich sei der TecDAX inzwischen fast zu einem Solarindex mutiert. Dabei sei die Sonnenenergie in Deutschland gerade einmal für rund 5% des aus alternativen Energien erzeugten Stroms verantwortlich. Mit weitem Abstand an der Spitze liege hier die Windenenergie. Gut die Hälfte des durch erneuerbare Energien erzeugten Stroms werde aus Windkraft gewonnen. Daran werde sich vorerst auch nichts ändern, der Anteil werde tendenziell sogar eher noch zunehmen.

Der Verband der Netzbetreiber (VDN) erwarte, dass sich die Menge des aus Windkraft erzeugten Stroms zwischen 2006 und 2012 annähernd verdoppeln werde. Dabei würden Offshore-Projekte, auf die bislang nur ein kleiner Anteil entfalle, bereits in wenigen Jahren für mehr als die Hälfte des durch Windkraft erzeugten Stroms verantwortlich sein.

Die unangefochtene Nummer eins im Bereich Windkraft sei der dänische Konzern Vestas Wind Systems. Vor vier Jahren sei das Unternehmen durch den Zusammenschluss mit NEG Micon zum Weltmarktführer geworden. Derzeit komme Vestas auf einen Marktanteil von mehr als 25%. Auch was die Technologie angehe, stünden die Dänen an der Spitze. Immerhin verfüge der Konzern mittlerweile über eine gut 25-jährige Erfahrung. 1983 sei in Deutschland die erste Windenergieanlage in Betrieb genommen worden, damals mit einer Leistung von 55 Kilowatt. Die aktuellen Anlagen würden es auf mehr als das 50-Fache der damaligen Leistung bringen. Bis heute habe Vestas mehr als 33.500 Windkraftanlagen in 63 Ländern installiert.

Diese Entwicklung beschere Vestas seit Jahren dynamisches Wachstum. So seien die Umsätze zwischen 2001 und 2007 annähernd vervierfacht worden. Und auch in diesem Jahr setze sich die positive Entwicklung fort, wie die kürzlich veröffentlichten Zahlen zeigen würden. Im zweiten Quartal habe der Windkraftspezialist den Umsatz zwar nur um 2% auf 1,09 Mrd. Euro gesteigert. Dieses relativ moderate Wachstum sei jedoch darauf zurückzuführen, dass bei der Lieferung von Turbinen Aufträge erst dann als Umsatz gebucht würden, wenn alle Turbinen eines Auftrags komplett ausgeliefert seien. Aussagekräftiger sei der Auftragsbestand, der gegenüber dem Vorjahr einen Sprung um 67% gemacht habe.

Erfreulich sei zudem die Gewinnentwicklung gewesen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 90 auf 92 Euro gestiegen, und die EBIT-Marge habe wie im Vorjahreszeitraum bei 8,4% gelegen. Unter dem Strich habe der Konzern 65 Mio. Euro und damit 27% mehr verdient. Mit der Bekanntgabe der Zahlen habe Vestas die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. So sollten die Erlöse um 17% auf 5,7 Mrd. Euro zulegen. Die EBIT-Marge solle einen Wert zwischen 10% und 12% erreichen.

Um der hohen Nachfrage Herr zu werden, baue Vestas seine Produktionskapazitäten aus. Vor kurzem habe der Windkraftanlagenhersteller angekündigt, dass er seine Präsenz im Wachstumsmarkt USA verstärken werde. So sollten im US-Bundesstaat Colorado eine neue Fabrik für Gondeln und eine Rotorblatt-Fertigung errichtet werden. Die neue Rotorblatt-Fabrik in Brighton solle eine Produktionskapazität von 1.800 Blättern erreichen. Damit werde die Produktionskapazität in den USA zusammen mit der bereits vorhandenen Produktionsstätte in Windsor auf 3.600 Rotorblätter verdoppelt. Die Gondelproduktion werde auf 1.400 Einheiten pro Jahr ausgelegt. Für die Turm-Produktionsstätte von Vestas, die ebenfalls in Colorado gebaut werden solle, sei ein Output von 900 Stück pro Jahr geplant.

Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten reagiere Vestas auf die hohe Nachfrage und stelle das künftige Wachstum sicher. Als Marktführer habe das Unternehmen beste Voraussetzungen, auch in Zukunft überproportional zu wachsen. Vor allem bei Offshore-Windparks (Anlage vor der Küste) winke in den kommenden Jahren noch hohes Wachstumspotenzial, das Vestas mit seiner technologischen Marktführerschaft nutzen könne.

Trotz der Börsenturbulenzen der vergangenen Monate bewege sich die Vestas-Aktie weiter in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Einziger Wermutstropfen sei die nicht gerade günstige Bewertung. Das KGV auf Basis der Gewinnschätzungen für 2009 liege bei 25. Die hervorragende Marktposition und das dynamische Wachstum würden jedoch einen Aufschlag rechtfertigen. Angesichts der hervorragenden Zukunftsperspektiven stünden die Chancen gut, dass die Aktie ihren Trend fortsetzen könne.

Für langfristig orientierte Anleger könnte sich daher ein Einstieg in die Vestas Wind Systems-Aktie lohnen, so die Experten von "Aktienservice Research". Interessant sehe es zudem charttechnisch aus, und die Aktie nähere sich ihrem zuletzt im Juni markierten Allzeithoch von 93,96 Euro. Ein Ausbruch darüber könnte als technisches Kaufsignal gewertet werden. Der empfohlene Stopp-Loss liege bei 77,00 Euro. (Global Markets Ausgabe 405 vom 26.08.2008) (27.08.2008/ac/a/a)





 
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