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Di, 17. Mai 2022, 19:33 Uhr

Aktien: HelloFresh mit -10,92% nach enttäuschendem Ausblick


09.12.21 08:46
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Zur Wochenmitte haben Investoren am deutschen Aktienmarkt Gewinne mitgenommen und damit auf die beiden starken Vortage reagiert, so die Analysten der Nord LB.

Ein in den Augen der Anleger enttäuschender Ausblick habe bei HelloFresh (ISIN DE000A161408/ WKN A16140) für ein Kursminus von 10,92% gesorgt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um -0,80%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um -0,39% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um -0,75% gesunken.

Die Indices an den US-Börsen hätten am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Nach den hohen Zuwächsen der beiden Vortage hätten es die Anleger am Berichtstag etwas vorsichtiger angehen lassen. Die Hoffnung, dass Omikron weniger gefährlich sei als zunächst angenommen und die Wirksamkeit des BioNTech (ISIN US09075V1026/ WKN A2PSR2)/ Pfizer (ISIN US7170811035/ WKN 852009)-Impfstoffs gegen die Variante (allerdings nur bei einer 3fach-Impfung) hätten für Zuversicht gesorgt.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,10%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um +0,31% und der Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,64% geklettert.

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) notiere etwas leichter bei 28.725 Zählern (-0,47%).

Der Kochboxen-Versender HelloFresh rechne für 2022 mit einem schwächeren Wachstum. Der Umsatz werde zwischen 20 und 26% zulegen, nachdem er in diesem Jahr um 57 bis 62% ansteigen solle. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Einschränkungen sowie die verstärkte Homeoffice-Tätigkeit hätten den Kundenstamm auf inzwischen fast sieben Millionen anwachsen lassen. HelloFresh habe für das nächste Jahr "erhebliche" Investitionen angekündigt - unter anderem in Produkte, Technologie und auch neue Länder und Marken. Aktuell sei HelloFresh in 16 Ländern aktiv. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) solle im kommenden Jahr auf 500 bis 580 Mio. EUR anwachsen. In den ersten neun Monaten 2021 habe das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von 397 Mio. EUR erzielt.

Die HORNBACH Holding (ISIN DE0006083405/ WKN 608340) hebe nach besser als erwartet ausgefallenen vorläufigen Zahlen für Q3 die Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2021/22 an. Die Baumarktkette erwarte nun ein bereinigtes EBIT zwischen 330 und 380 Mio. EUR (bisher: im oberen Drittel der Bandbreite von 290 bis 326 Mio. EUR). Auch die Netto-Erlöse sollten mit 2 bis 7% (bisher: bis zu 5%) stärker zulegen als erwartet. In Q3 sei der Nettoumsatz um 2,2% auf 1,4 Mrd. EUR gestiegen, das EBIT sei dagegen um 16,3% auf 55,9 Mio. EUR rückläufig gewesen.

Die TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) habe zwar Dank der Erholung des Tourismus im abgelaufenen Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahr mit 3,5 Mrd. EUR fast verdreifachen können, für einen Gewinn habe es aber nicht gereicht. Operativ sei ein Verlust von 97 Mio. EUR (Vorjahr: -1,03 Mrd. EUR) angefallen, wie der Konzern mitgeteilt habe. TUI-Chef Joussen habe aber dennoch von einer erfolgreichen Sommersaison gesprochen.

"Wir erwarten für den Sommer 2022 und die Hauptreisezeit die Rückkehr zu einem Buchungsniveau in etwa wie vor Corona 2019," habe er weiter gesagt. Im Gesamtjahr habe der Nettoverlust bei 2,481 (2020: -3,139) Mrd. EUR gelegen, die Umsätze hätten 4,725 Mrd. EUR (-40,5%) erreicht. TUI habe erklärt, die reduzierten Kapazitäten im laufenden ersten Quartal seien mit 93% fast vollständig gebucht. Das entspreche 69% des Vorkrisenniveaus.

Der Euro habe sich von seinen Vortagesverlusten etwas erholt und freundlicher geschlossen.

Die Corona-Variante Omikron halte die Ölmärkte weiter in Atem. Laut einer Studie biete der BioNTech/Pfizer-Impfstoff nur bei dreimaliger Gabe ausreichend Schutz. Auf der anderen Seite solle Omikron aber auch weniger gefährlich sein. So verwundere es nicht, dass die Ölpreise keine klare Richtung gefunden hätten. Gold habe am Berichtstag nur wenig Bewegung gezeigt und weitgehend unverändert geschlossen. (09.12.2021/ac/a/m)





 
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