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Sa, 10. Dezember 2022, 9:27 Uhr

Aktienmärkte: Deutliche Aufwärtsbewegung


13.09.22 15:55
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - So schnell kann sich die Stimmung an den wichtigen globalen Aktienmärkten ändern, so die Analysten der National-Bank AG.

Hätten bis Mitte der letzten Woche noch eher pessimistische Töne die Oberhand gewonnen, habe seither eine deutliche Aufwärtsbewegung eingesetzt, die viele Marktteilnehmer überrascht habe. Trotz der falkenhaften Aussagen der Notenbanken diesseits und jenseits des großen Teichs seien die Anleger bereit wieder stärker ins Risiko zu gehen. Ein Merkmal des jüngst deutlich verbesserten Sentiments sei der Rückgang in den Inflationserwartungen, welche ein starkes Signal darstellen würden, dass die Marktteilnehmer den Notenbanken vertrauen würden, die überbordende Preisdynamik in den Griff zu bekommen. Dazu komme, dass sich einige Aktienindices über wichtigen Chartmarken hätten etablieren können, wie beispielsweise der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) über 13.000 Punkten.

Auf der anderen Seite sollten aber auch die anhaltenden erheblichen Belastungsfaktoren, die auf der Wirtschaft und auch auf den Aktienmärkten ruhen würden, nicht vernachlässigt werden. Da sei zum einen das mühsame Ringen, sich dem russischen Würgegriff hinsichtlich der Energielieferungen zu entziehen. Dass dies kein einfaches Unterfangen sei, sei leider das große Dilemma der Gegenwart und stelle für viele europäische Unternehmen ein grundlegendes Problem dar. Zum anderen schwebe weiterhin latent die Rezessionsgefahr insbesondere über den europäischen Aktienmärkten, vor allem getrieben durch den Unsicherheitsgrad im Hinblick auf die Energielieferungen im kommenden Herbst und Winter. Da wirke sich die nahezu vollständige Energieautarkie der USA zum bedeutsamen Standortvorteil aus. Die Analysten würden daher weiterhin einen hohen US-Anteil empfehlen.

Die Analysten würden sich mit ihrer moderat positiven Aktienmarkteinschätzung weiterhin sehr wohl fühlen, aber auch betonen, dass der deutliche Anstieg der jüngsten Tage für sie im vorherrschenden Umfeld überraschend gekommen sei. Das Bild der breiten Seitwärtsbewegung würden sie weiterhin als intakt ansehen. Die Prognoseunsicherheit sei momentan jedoch deutlich höher als in "normalen" Zeiten. Es gelte, mit seiner Aktienpositionierung durch den erwartungsgemäß schwankungsreichen Herbst und Winter zu kommen. Dazu gehöre Aktienpositionen nicht leichtfertig aufgrund von Stimmungen aufzugeben, aber auch nicht zu stark ins Risiko zu gehen. Im nächsten Frühjahr sei die Beurteilungslage deutlich anders als heute (Dauer des Ukraine-Krieges, Prognosesicherheit der Energielieferungen). (13.09.2022/ac/a/m)