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Di, 4. Oktober 2022, 18:42 Uhr

Aktienmärkte: Unsicherheit deutlich zugenommen


12.10.21 15:45
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die Nervosität und damit die Unsicherheit hat an den globalen Aktienmärkten in den letzten Wochen deutlich zugenommen, so die Analysten der NATIONAL-BANK AG.

Die Gründe dafür seien vielschichtig: Es seien zum einen politische Gründe. Zuvorderst die bisherige Unfähigkeit der Biden-Administration, die zwei großen, zentralen Gesetzesvorhaben (Infrastrukturpaket, Haushaltspaket) durch den Kongress zu bringen. Ein Scheitern dieser Pakete hätte immense Auswirkungen für die Erfolgsaussichten der Demokraten im Wahlkampf für die Zwischenwahlen in 12 Monaten. In diesen habe traditionsgemäß ohnehin die Partei des Amtsinhabers im Weißen Haus die schlechteren Karten als die Opposition. Ohne zusätzliche Argumente, wie erfolgreich eingeführte Gesetze, würde es doppelt schwer, eine Rückeroberung des Kongresses durch die Republikaner zu verhindern.

Über all dem schwebe Ex-Präsident Trump, der (scheinbar) sein Comeback auf der großen politischen Bühne von langer Hand vorbereite. Zum anderen würden die signifikant gestiegenen Rohstoffpreise das Aktiensentiment belasten. Diese würden die Inputpreise vieler Unternehmen deutlich erhöhen und folglich die Margen belasten. Die Lieferkettenproblematik bleibe weiter ungelöst und sorge bei vielen Unternehmen für erhebliche Probleme. Tradierte Lieferketten würden sich nun mal nicht über Nacht ändern lassen und oftmals sei dies aufgrund der Abhängigkeit von bestimmten Zuliefern gar nicht möglich.

Ja, das Aktienumfeld sei in den letzten Wochen schwieriger geworden, trotzdem sollte nicht übersehen werden, dass die globalen Aktienmärkte in diesem Jahr bislang auf eine ausgezeichnete Entwicklung zurückblicken könnten. So seien DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) und EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) um 10,1% respektive 13,9% gestiegen, der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) liege um 16,1% höher als zu Jahresbeginn. Auch wenn es jetzt zu (moderaten) Gewinnmitnahmen käme, änderte dies am hervorragenden Aktienjahr nichts.

Die relative Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage im Vergleich zu den Rentenmärkten ändere sich - trotz des Anstiegs der Kapitalmarktzinsen in den letzten Wochen - nahezu nicht. Bei Zugrundelegen der Realrendite (Nominalzins abzüglich Inflationsrate) als Vergleichsmaßstab zu den Dividendenrenditen der Aktienanlage spreche deren Vorteilhaftigkeit weiterhin eine eindeutige Sprache. Daran würden auch kosmetische Korrekturen an der Geldpolitik der US-Notenbank nichts ändern.

Investoren sollten sich thematisch stärker an Zukunftsthemen orientieren (erneuerbare Energien, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit). Das seien die Themen, die global die inhaltlichen Schwerpunkte in den nächsten Jahrzehnten setzen würden, vollkommen unabhängig von den momentan herrschenden Unsicherheiten. (12.10.2021/ac/a/m)





 
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