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Sa, 10. Dezember 2022, 9:24 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Aktienmarkt: Extreme Volatilität


06.09.22 14:50
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die vorherrschende Nervosität der Anleger zeigt sich exemplarisch am Börsenverlauf zum Ende der vergangenen respektive zu Beginn der neuen Börsenwoche an den wichtigen europäischen Aktienindices, so die Analysten der National-Bank AG.

Hätten die europäischen Anleger am Freitag noch euphorisch auf den leicht schlechter als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht und die damit verbundene Hoffnung eines moderat nachlassenden Preisdrucks reagiert, sei die Stimmung am Montagmorgen aufgrund der auf unbestimmte Zeit ausbleibenden russischen Gaslieferungen durch Nord Stream 1 umso getrübter gewesen. Die signifikanten Kursgewinne von über 400 Punkten im DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) am Freitag hätten sich so wieder in Luft aufgelöst.

Diese extreme Volatilität möge ein Vorbote sein, was die Anleger im Laufe der nächsten Wochen bzw. Monate an den Aktienmärkten erwarte. Zudem zeige dies die extreme Notwendigkeit, sich auf Dauer dem russischen Würgegriff hinsichtlich der Energielieferungen zu entziehen. Dass dies kein einfaches bzw. schnelles Unterfangen sei, sei leider das große Dilemma der Gegenwart und stelle für viele europäische Unternehmen ein grundlegendes Problem dar. Noch sei in den letzten Quartalszahlen diesbezüglich relativ wenig zu sehen gewesen, die Quartalsabschlüsse zum dritten Quartal würden daher voraussichtlich einen deutlichen Erkenntnisgewinn für den Anleger beinhalten. Von der geographischen Ausrichtung der Aktienanlage empfehlen die Analysten der National-Bank AG weiterhin einen hohen US-Anteil, insbesondere aufgrund der nahezu vollständigen Energieautarkie der USA.

Die Analysten hätten seit Wochen darauf hingewiesen: Trotz eines durchaus berechtigten Optimismus, dass sich manche Belastungsfaktoren, wie beispielsweise die Lieferkettenproblematik, sukzessive verbessern und sich die Lage der Unternehmen oftmals besser darstelle, als erwartet, bleibe die Gemengelage an den Aktienmärkten weiter stark herausfordernd. Die Analysten würden in diesen unsicheren Zeiten empfehlen Ruhe zu bewahren. Es gelte, mit seiner Aktienpositionierung durch den erwartungsgemäß schwankungsreichen Herbst und Winter zu kommen. Im nächsten Frühjahr sei die Beurteilungslage deutlich anders als heute (Dauer des Ukraine-Krieges, Prognosesicherheit der Energielieferungen, Intensität der Corona-Pandemie etc.), insbesondere was die Beurteilung der Inflationserwartungen angehe. Die Analysten würden in den nächsten Wochen keine signifikante und schnelle Erholung der Aktienmärkte erwarten, sondern würden eine Seitwärtsbewegung im breiten Rahmen für das wahrscheinlichste Szenario halten.

Trotz aller Belastungsfaktoren prognostizieren die Analysten der National-Bank AG für die nächsten Monate moderate Aktienkursgewinne, weisen aber ausdrücklich auf die hohe Unsicherheit der Prognosen hin, welche im Besonderen auf dem Unsicherheitsgrad der Energielieferungen basiere. Eine Prognose sei jedenfalls sicher: Der Herbst respektive der Winter werde spannend an den Weltbörsen, sicherlich spannender und schwankungsreicher als von vielen Anlegern erhofft. (06.09.2022/ac/a/m)





 
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