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S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Aktienmarkt: Die Lage bleibt sehr angespannt


17.05.22 15:28
National-Bank AG

New YorkEssen (www.aktiencheck.de) - Nach den zuletzt starken Verlusten stabilisierten sich die globalen Aktienmärkte in den letzten Tagen, so die Analysten der National-Bank AG.

Trotzdem bleibe die Lage sehr angespannt. Die Kombination aus Inflationsrisiken und Wachstumssorgen zerre weiterhin an den Nerven der Anleger. Vor allem die Unsicherheit über die Dauer des Krieges in der Ukraine sowie der chinesischen Zero-Covid Policy und die damit einhergehenden Angebotsknappheiten würden das Aktiensentiment weiterhin deutlich belasten. Diese Angebotsengpässe würden einen deutlichen Druck auf die Inflationsraten ausüben und in der Folge die Notenbanken unter Zugzwang setzen, ihren geldpolitischen Kurs stärker zu modifizieren, als dies geplant gewesen sei. Der Umfang der letzten Zinserhöhung der US-Notenbank sowie die Ankündigung weiterer Zinsschritte in dieser Größenordnung würden den Determinierungsgrad verdeutlichen, den markanten Preissteigerungen nunmehr mit voller Wachsamkeit entgegenzutreten. Dass die Ursächlichkeit der Preissteigerungen eher von der Angebotsseite als von der Nachfrageseite her komme, stelle für die Notenbanken ein großes Dilemma dar, da die Angebotsbeschränkungen nahezu vollständig außerhalb ihres Beeinflussungsrahmens liegen würden.

Die Notenbanken seien weder in der Lage, den Krieg in der Ukraine zu beenden, noch die chinesische Regierung dazu zu bewegen, ihren Zero-Covid Kurs aufzugeben. Die steigenden Zinsen würden einen erheblichen Belastungsfaktor für die Aktienmärkte darstellen, im Besonderen für den Technologiesektor. Zudem verblasse das Argument der relativen Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage im Vergleich zu den Rentenanlagen.

Die Gemengelage an den globalen Aktienmärkten bleibe herausfordernd. Für die Aktienanlage spreche ihre Eignung als Inflationsschutz. Dies gelte zuvorderst für "Global Player" mit Preissetzungsmacht. Hingegen stünden gerade Technologiewerte mit ihrer hohen Zinssensitivität momentan nicht im Fokus der Anleger. Das werde nicht immer so bleiben, ein momentaner Einstieg erscheine den Analysten aber zu Beginn des Zinsanhebungszyklus als verfrüht. Die globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie würden sukzessive weniger, die Situation in China lehre aber, dass die Pandemie alles andere als überwunden sei. Die Unternehmensgewinne seien bislang robust, die Unternehmensausblicke würden jedoch vage bleiben und das enorme Maß an Unsicherheit zeigen, welches im Unternehmenssektor herrsche.

Zusammenfassend bleiben die Analysten der National-Bank AG bei ihrer vorsichtigen und abwartenden Positionierung. Die Analyten hätten ihre Indexprognosen moderat reduziert, insbesondere für den S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0). Nach wie vor halten die Analysten der National-Bank AG jedoch wegen der räumlichen Entfernung zum Kriegsgeschehen und der nahezu vollständigen Energieunabhängigkeit, die USA als Anlageland für deutlich attraktiver als Europa. (17.05.2022/ac/a/m)




 
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