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Fr, 7. Oktober 2022, 8:32 Uhr

Allianz

WKN: 840400 / ISIN: DE0008404005

Allianz strotzt vor Kraft - Aktienanalyse


11.03.19 11:10
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Allianz strotzt vor Kraft - Aktienanalyse

Die Experten von der "BÖRSE am Sonntag" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Versicherungskonzerns Allianz SE (ISIN: DE0008404005, WKN: 840400, Ticker-Symbol: ALV, Nasdaq OTC-Symbol: ALIZF) unter die Lupe.

Während die deutschen Banken sich über die Runden quälen würden, würden die Versicherer glänzende Geschäfte melden. Allen voran der Branchenprimus aus München. Die Allianz melde mit ihren 142.000 Mitarbeitern einen Rekordgewinn von 11,5 Milliarden für 2018. Im Jahr 2019 sollte es noch etwas mehr werden - damit verdiene der Allianz-Konzern jeden Monat eine Milliarde Euro. Die Aktionäre könnten sich freuen - Die Dividende werde von acht auf neun Euro je Aktie erhöht. Außerdem werde es ein weiteres Aktien-Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro geben.

Fazit: Europas umsatzstärkster Versicherungskonzern wirke derzeit wie eine Gewinnmaschine und sei, angesichts des schwachen Zustands der Deutschen Bank, nun das bedeutendste Finanzunternehmen Deutschlands. Das Wachstum des operativen Ergebnisses sei vor allem auf den Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung zurückzuführen, der einen starken Anstieg des operativen Ergebnisses um 13,3 Prozent verzeichnet habe. Dabei hätten auch die überraschend niedrigeren Schäden aus Naturkatastrophen geholfen.

Weniger erfreuliche Auswirkungen hätten die Finanzmarkt-Turbulenzen Ende 2018 gehabt, die dazu geführt hätten, dass Investoren im vierten Quartal erhebliche Summen bei den Kapitalanlage-Töchtern Pimco und AGI abgezogen hätten. Die Allianz sei einer der größten Kapitalanleger auf der Welt, über das ganze Jahr betrachtet sei das gesamte verwaltete Vermögen mit 1,96 Billionen Euro aber praktisch stabil geblieben.

Der Vorstandschef Oliver Bäte richte die Traditionsfirma stärker denn je voll auf den digitalen Umbau aus. Bäte stelle zugleich "Einfachheit" ins Zentrum der Allianz-Pläne. Der Claim "Simplicity wins" werde zum Allianz-Sprech. Die üppige Produktvielfalt solle komplett entkernt werden, über Länder und womöglich gar Kontinente sollten vergleichbare Tarife entstehen. Vor allem solle der Service besser werden, was sich für Kunden in weniger Ausschlusskriterien und mehr Leistungen im Schadenfall widerspiegele. Bäte übt dabei Selbstkritik. "98 Prozent unserer Produkte für Privatkunden kann man mittlerweile online abschließen, das machen aber längst nicht alle, weil es viel zu kompliziert ist", klage er. Das müsse anders werden.

Der erste Schritt dazu sei ein europaweiter Direktversicherer, der als "Allianz Direct" auftreten solle. Im Münchener Werksviertel am Ostbahnhof solle die Neuauflage eines reinen Online-Versicherers starten. In "Werk 3" habe die Allianz schon seit längerem ihre Zukunftswerkstatt für künftige Innovationen.

Mit "Allianz Direct" wolle die Allianz eine kostengünstige Plattform schaffen, über die alle Kunden Policen aus einem einheitlichen Sortiment abschließen könnten. Das könnte nicht nur den Kunden eine neue Produktwelt eröffnen - sondern auch den Investoren. Denn sollten die Münchener das Projekt erfolgreich in Europa ausweiten, wäre der Konzern so auch in der Lage, stärker als bisher mit Skaleneffekten von einem seiner wichtigen Unterscheidungsmerkmale zu kleineren Rivalen zu profitieren: seiner schieren Größe.

Wie groß das angesprochene Potenzial sei, habe Vorstandschef Bäte schon mit den neuen Gewinnvorgaben skizziert. So wolle die Allianz den Gewinn pro Aktie in den Jahren von 2019 bis 2021 um jeweils mehr als fünf Prozent steigern, davon vier Prozent organisch - also ohne Zukäufe.

In der Vergangenheit habe es bereits den Versuch eines Dikretversicherers unter dem Namen Allsecur gegeben. Weil man aber den rund 8.000 Vertretern in Deutschland keine Konkurrenz habe machen wollen, sei der Name Allianz dabei bewusst weggelassen worden. Weshalb der Erfolg auch überschaubar geblieben sei. Ganz im Gegensatz zu Marktführer Cosmos Direkt aus Saarbrücken, mit dem deren Mutter Generali schon seit 1997 sehr erfolgreich unterwegs sei.

Dank der guten Zahlen zähle die Allianz-Aktie bislang zu den Börsengewinnern des Jahres 2019. Der Titel sei mit Werten um 175 Euro gestartet und habe sich nun der Marke von 200 Euro genähert. Im Februar sei die Aktie von 14 Analysten analysiert worden. Zehn Experten würden die Allianz-Aktie als Kauf einstufen, vier Analysten würden die Anteilsscheine von Allianz mit "halten" einstufen. Im Durchschnitt sähen die Analysten für Allianz ein Kursziel von 218,71 EUR. Dies würde einen nochmaligen Anstieg von rund 25 Euro gegenüber dem aktuellen Kurs bedeuten. Der 6-Monats-Rating-Trend weise auf Kaufen hin.

Die Skeptiker unter den Analysten würden freilich daran erinnern, dass Allianz nun seine positiven Potenziale ausgereizt habe. Die britische Investmentbank Barclays halte den Ausblick für "eher mittelmäßig". Es sei unwahrscheinlich, dass sich dieser positiv auf die Konsensschätzungen auswirke. Die Allianz-Aktie sei bereits vor zwei Jahren an der 200-Euro-Marke gescheitert. Allerdings wurde damals auch noch keine Milliarde im Monat verdient, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Ausgabe 10 vom 10.03.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Allianz-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Allianz-Aktie:
196,56 EUR +0,35% (11.03.2019, 10:49)

Tradegate-Aktienkurs Allianz-Aktie:
196,56 EUR -0,03% (11.03.2019, 11:04)

ISIN Allianz-Aktie:
DE0008404005

WKN Allianz-Aktie:
840400

Ticker-Symbol Allianz-Aktie:
ALV

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Allianz-Aktie:
ALIZF

Kurzprofil Allianz SE:

Die Allianz Gruppe (ISIN: DE0008404005, WKN: 840400, Ticker-Symbol: ALV, Nasdaq OTC-Symbol: ALIZF) zählt zu den weltweit führenden Versicherern und Asset Managern und betreut mehr als 92 Millionen Privat- und Unternehmenskunden. Versicherungskunden der Allianz nutzen ein breites Angebot von der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung über Assistance-Dienstleistungen und Kreditversicherung bis hin zur Industrieversicherung.

Die Allianz ist einer der weltweit größten Investoren und betreut im Auftrag ihrer Versicherungskunden ein Investmentportfolio von rund 673 Milliarden Euro. Zudem verwalten ihre Asset Manager PIMCO und Allianz Global Investors mehr als 1,4 Billionen Euro für Dritte. Mit ihrer systematischen Integration von ökologischen und sozialen Kriterien in ihre Geschäftsprozesse und Investitionsentscheidungen ist die Allianz SE der führende Versicherer im Dow Jones Sustainability Index. 2018 erwirtschafteten über 142.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern für die Gruppe einen Umsatz von 131 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis von 11,5 Milliarden Euro. (11.03.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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