Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 5. Oktober 2022, 7:42 Uhr

Aufwärtsbewegung an internationalen Aktienmärkten setzt sich fort


31.08.21 13:40
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Aktualitäten: Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Aktienmärkten fand in den letzten Tagen ihre Fortsetzung, so die Analysten der National-Bank AG.

Die mit hoher Spannung erwartete Rede von FED-Chef Powell auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole am letzten Freitag habe das von ihnen erwartete Ergebnis gebracht. Powell habe zwar deutlich gemacht, dass die FED durchaus bereit sei, ihre monatlichen Anleihenkäufe bereits in diesem Jahr moderat zu reduzieren, trotzdem habe er darauf hingewiesen, dass die Erfolge am Arbeitsmarkt noch nicht so weit vorangeschritten seien, wie das die US-Notenbank gerne sehen würde. Zudem bereite der Einfluss der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der FED Sorgen. Das Umfeld für eine geldpolitische Wende, die über kosmetische Schritte hinausgehe, sei jedenfalls in den USA noch nicht gegeben. Diese Aussage gelte für Europa umso stärker. Dies seien durchaus positive Nachrichten für die Aktienmärkte, die sich unmittelbar in höheren Kursen niedergeschlagen hätten.

Es spreche vieles dafür, dass die laufende Aufwärtsbewegung ihre Fortsetzung finde. Trotz aller Delta-Sorgen befinde sich die Weltwirtschaft auf einem robusten Erholungspfad im Zuge der Überwindung der Corona-Pandemie. Die Zinsen würden dauerhaft auf sehr niedrigem Niveau verweilen, ein merklich höheres Zinsniveau könne sich die internationale Staatengemeinschaft gar nicht leisten. Dies bedeute, dass die Triebfeder des globalen Aktienmarktaufschwungs der letzten Jahre - nämlich der Mangel an renditeträchtigen Alternativanlagen zur Aktienanlage - weiterhin nichts an ihrer Gültigkeit verlieren werde. Zudem komme ein dynamisches Gewinnwachstum der Unternehmen, welches sicherlich auch im dritten Quartal seine Fortsetzung finden werde.

Aktien

So langsam nähere sich die deutsche Bundestagswahl. Knapp vier Wochen davor sei das Rennen jedoch deutlich offener als dies allgemein erwartet worden sei. Entscheidend für den Ausgang werde sein, ob die Wähler letztendlich bereit seien, den "Status Quo" zu verlassen oder ob die Angst überwiege, welche Folgewirkungen - gerade auch wirtschaftlicher Natur - daraus erwachsen würden. Für die Wirtschaft und damit auch für die deutschen Aktienkurse sei der Ausgang von signifikanter Wichtigkeit, bislang sei ein "überraschendes" Ergebnis mit einer eher wirtschaftsunfreundlichen Koalitionsbildung jedenfalls an den deutschen Aktienmärkten noch nicht als Risikofaktor berücksichtigt. Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. Trotzdem würden die grundlegenden Rahmenbedingungen weiterhin für eine Fortsetzung der positiven Aktienmarktentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten sprechen. (31.08.2021/ac/a/m)