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Sa, 8. Oktober 2022, 0:10 Uhr

Bärenmarkt: Wie schlimm wird es und was können Anleger tun?


24.06.22 13:09
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Jim Rogers ist unter Investoren und Anlegern eine Legende, so Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX.

Zusammen mit George Soros habe er 1973 den Quantum Fund gegründet - mitten in einem verheerenden Bärenmarkt. Trotzdem habe der Fond in den folgenden sieben Jahren eine sagenhafte Rendite von rund 4.200 Prozent erwirtschaftet. Der S&P 500 habe im gleichen Zeitraum nur 47 Prozent zulegen können. "Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Jim Rogers sich mit schwierigen Marktlagen auskennt. Wenn er also wie erst kürzlich davor warnt, dass wir uns aktuell im schlimmsten Bärenmarkt seines Lebens befinden und dieser noch eine ganze Weile andauern wird, bis der Boden erreicht ist, dann horchen die Menschen auf", erkläre Sascha Sadowski.

Für ihn spiele es jedoch erstmal gar keine so große Rolle, ob Rogers mit seiner düsteren Prophezeiung recht behalten werde, denn allein die Tatsache, dass man sich in einem Bärenmarkt befinde, die Inflation immer weiter steige und die geopolitische Unsicherheit zunehme, rechtfertige für ihn bereits, sich auf eine längere Durststrecke an der Börse vorzubereiten. "Sichere Häfen sind in einem Bärenmarkt wichtig, aber man sollte sich auch immer ins Gedächtnis rufen, dass auch sie nicht gegen sinkende Kurse gefeit sind", so Sadowski. "Trotzdem gibt es Branchen und Werte, die resistenter gegenüber Marktschwankungen sind. Diese bei der Geldanlage zu berücksichtigen ist sicher keine schlechte Idee."

Eine dieser Branchen sei die Landwirtschaft. "Die Menschen können neue Luxusartikel, Autos oder Reisen aus ihrem Budget streichen, wenn das Geld knapper wird. Essen muss man jedoch trotzdem und Kleidung benötigt man auch, selbst wenn man anfängt dabei zu sparen. Hinzu kommt der Krieg in der Kornkammer Europas, bei dem ein Ende derzeit nicht absehbar ist und der viele Agrarerzeugnisse weltweit knapper - und damit teurer - werden lässt", erkläre Sadowski. Teilhaben könne man beispielsweise durch ein Investment in Agrar-Aktien, Fonds oder auch ETFs auf bestimmte landwirtschaftliche Produkte.

Ein Klassiker in unsicheren Zeiten seien natürlich auch Edelmetalle wie Gold und Silber. "Auch Edelmetalle sind nicht komplett sicher vor einem Crash. Wenn die Kurse insgesamt sinken und die Stimmung am Markt schlecht ist, können auch hier die Preise fallen. Trotzdem bieten sie natürlich eine gewisse Sicherheit, gerade in Zeiten hoher Inflation, denn Edelmetalle können im Gegensatz zum herkömmlichen Fiat-Geld nicht einfach vervielfältigt werden", so der Experte und füge hinzu: "Aktuell halte ich auch Silber für lohnender als Gold, denn es ist auch ein Industriematerial, das in vielen Bereichen der Energiewende benötigt wird. Das dürfte die Nachfrage künftig weiter steigen lassen. Ob man sich dann für Münzen, Barren oder Aktien von Minengesellschaften entscheidet bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen." (24.06.2022/ac/a/m)




 
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