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So, 4. Dezember 2022, 19:20 Uhr

S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Beginnt nun das Jahrzehnt der Bären?


25.03.22 11:02
LYNX Broker

New YorkBerlin (www.aktiencheck.de) - Die Aktienmärkte haben im Januar eine deutliche Korrektur hinnehmen müssen, so die Experten von LYNX Broker.

Bis zum Monatsende hätten sie sich zwar wieder erholen können, doch ein Minus von rund fünf Prozent sei geblieben. Einige Marktteilnehmer würden nun befürchten, dass dieser Einbruch nur der Beginn eines längeren Abwärtstrends sein könnte. Tatsächlich gebe es einige Faktoren, die für diese Einschätzung sprechen würden, wie Sascha Sadowski, Marktexperte vom Online-Broker LYNX, erkläre.

"Tatsächlich sieht die Zukunft nicht besonders rosig aus, wenn man einen Blick auf die Gesamtsituation wirft. Der Krieg in der Ukraine ist längst nicht der einzige geopolitische Unsicherheitsfaktor, denn auch andernorts schwelen Konflikte, die jederzeit aufflackern könnten. Hinzu kommt die galoppierende Inflation, bei der noch längst nicht klar ist, ob sie sich durch steigende Zinsen eindämmen lässt. Zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: Unterbrochene Lieferketten durch die Pandemie, Rohstoffknappheit in vielen Schlüsselbranchen und der zunehmende regulatorische Druck im Zuge der Energiewende lassen ebenfalls die Preise in vielen Bereichen steigen. In den vergangenen Jahren ist die Staatsverschuldung zudem extrem gestiegen, da die Wirtschaft in der Pandemie durch immer neue Hilfsmaßnahmen gestützt werden musste. Das alles hat natürlich auch Einfluss auf die Wirtschaft und damit auf die Aktienmärkte", fasse er zusammen.

Drohe uns jetzt also ein verlorenes Jahrzehnt an den Aktienmärkten? So weit möchte Sadowski noch nicht gehen, aber die Möglichkeit, dass die Bären nun für einige Zeit übernehmen würden, sehe er durchaus. "Die letzten Jahre ging es an den Aktienmärkten immer bergauf - auch gestützt durch die ultralockere Geldpolitik und die historisch niedrigen Zinsen. So ist der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) 2019 um 31 Prozent, 2020 um 18 Prozent und 2021 um 28 Prozent gestiegen und verzeichnete in den letzten zehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass die Fed mit ihrer Politik die Blasenbildung an den US-Aktienmärkten befördert hat. Jetzt findet diese Politik ein jähes Ende und Anleger und Investoren müssen sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen - auch wenn das bedeuten kann, dass sie ihre Strategien an einen Bärenmarkt anpassen müssen."

Damit meine Sadowski vor allem Anleger, die auf eine Buy & Hold-Strategie setzen würden, denn während diese in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen sei und in Bullenmärkten gute Gewinne abwerfe, könnte eine passive Herangehensweise in einem drohenden Bärenmarkt für Verluste sorgen. "Es ist richtig, dass die Aktienmärkte über lange Zeiträume hinweg immer eine positive Rendite abgeworfen haben. Doch dazwischen gibt es immer wieder lange Phasen, in denen die Rendite nicht einmal die Inflation ausgleicht. Zuletzt war das Anfang der 2000er Jahre der Fall. Wer dann genau in dieser Zeit auf sein Geld angewiesen ist, muss sich unter Umständen auch mit Verlusten abfinden", erkläre er.

Um dieser Falle zu entgehen, müssten sich viele Anleger umorientieren und vielleicht eine aktivere Strategie entwickeln, um weiter an den Aktienmärkten erfolgreich zu sein. "Man könnte beispielsweise auch andere Vermögenswerte in Betracht ziehen, wie Rohstoffe oder Immobilien, um das eigene Portfolio stärker zu diversifizieren. Gleichzeitig kann es sich lohnen mehr Risiko einzugehen und neue Instrumente zu erkunden, um eine Rendite zu erzielen, die die Inflation ausgleicht. Man muss hierbei allerdings bedenken, dass die aktuelle Situation die Prognose von Verlustrisiken, Volatilität und anderen Risikoparametern nochmal deutlich schwieriger macht. Sich ohne Vorbereitung in risikoreiche Anlagen zu stürzen kann also auch nicht die richtige Strategie sein." (25.03.2022/ac/a/m)





 
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