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Di, 4. Oktober 2022, 19:17 Uhr

China: Exporte deutlich besser als erwartet - Ein sehr gutes Ergebnis bei den Importen


08.09.21 11:46
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Die chinesischen Exporte sind deutlich besser ausgefallen als erwartet, so Dr. Frank Wohlgemuth, CIIA bei der National-Bank AG.

Mit einem Zuwachs von 25,6% im August (Juli-Wert 19,3%) seien die Analystenerwartungen von 17,1% signifikant übertroffen worden. Auch bei den Importen sei ein sehr gutes Ergebnis vermeldet worden. Diese hätten sich im August um 33,1% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat erhöht. Ursächlich für die guten Zahlen sei die breite Nachfrage aus den westlichen Industrienationen im Zuge der Überwindung der Corona-Pandemie. Trotzdem bestünden die Probleme bei den Lieferketten weiter. Höhere Rohstoff- und insbesondere Frachtkosten hätten ein noch besseres Ergebnis verhindert. Hinzu kämen noch logistische Engpässe, wie beispielsweise in einigen zentralen Häfen Chinas, die aufgrund von vereinzelten Corona-Fällen stark in ihrer Tätigkeit behindert gewesen seien und teilweise noch seien.

Mit diesen Zahlen vom Außenhandel korrigiere die chinesische Volkswirtschaft die in den letzten Wochen etwas schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten und setze damit ein deutliches Ausrufezeichen. Insgesamt würden diese Zahlen vom Außenhandel ein sehr ermutigendes Signal senden. Sie würden verdeutlichen, dass sich der weltwirtschaftliche Aufschwung - trotz zunehmender Belastungen durch die Delta-Variante des Corona-Virus - auf einem robusten Pfad befinde.

Es spreche also - wie oftmals betont - vieles dafür, dass die laufende Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ihre Fortsetzung finden werde. Breite Unterstützung dafür komme anhaltend von der Zinsfront. Die Zinsen würden dauerhaft auf sehr niedrigem Niveau verweilen. Das werde auch die EZB-Sitzung am Donnerstag wieder explizit herausstellen. Dies bedeute, dass die Triebfeder des globalen Aktienmarktaufschwungs der letzten Jahre - nämlich der Mangel an renditeträchtigen Alternativanlagen zur Aktienanlage - weiterhin nichts an ihrer Gültigkeit verlieren werde. Zudem komme ein dynamisches Gewinnwachstum der Unternehmen, welches sicherlich auch im dritten Quartal seine Fortsetzung finden werde.

Trotz der immer näher rückenden Bundestagswahl sei das Rennen offener denn je. Eine Fülle von Regierungskoalitionen erscheine möglich, wovon die meisten an den Aktienmärkten keine besonderen Sorgenfalten auslösen würden. Einzig ein klares Linksbündnis würde sicherlich zu deutlichen Kursreaktionen führen. Entscheidend für den Ausgang werde sein, ob die Wähler letztendlich bereit seien, den "Status Quo" zu verlassen, oder ob die Angst überwiege, welche Folgewirkungen - gerade auch wirtschaftlicher Natur - daraus erwachsen würden. Nichtsdestotrotz sei trotz politischer Unsicherheit weiterhin mit einer Fortsetzung der positiven Aktienmarktentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten zu rechnen. Kernargument: Das dauerhaft niedrige Zinsniveau. (Ausgabe vom 07.09.2021) (08.09.2021/ac/a/m)