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Fr, 7. Oktober 2022, 9:21 Uhr

Christie Group

WKN: 924578 / ISIN: GB0001953156

Christie Group: Das beste Jahresergebnis seiner Geschichte - Aktienanalyse


25.02.19 11:05
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Christie Group: Das beste Jahresergebnis seiner Geschichte - Aktienanalyse

Florian Spichalsky von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Christie Group plc (ISIN: GB0001953156, WKN: 924578, Ticker-Symbol: C3U, London-Symbol: CTG) unter die Lupe.

Das 1766 von James Christie gegründete Kunstversteigerungshaus habe im vergangenen Jahr mit Bildern, Skulpturen und Grafiken insgesamt fast sieben Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das entspreche einem Plus von rund 6% gegenüber dem Vorjahr. Ein detaillierter Blick auf die Geschäftszahlen zeige: Der Auktionsumsatz sei um 6% auf 6,3 Milliarden Dollar gestiegen, die Privatkäufe seien um 7% auf 653,3 Millionen Dollar geklettert und die Internet-Käufe um 20% auf 86,6 Millionen Dollar. Damit würden die Briten aus der Kings Street in London den Mitbewerber Sotheby's deutlich schlagen. Nach eigenen Angaben habe das an der US-Börse notierte Unternehmen Sotheby's 2018 5,3 Milliarden Dollar eingenommen. Jahr für Jahr würden die beiden Konkurrenten um die wertvollsten Kunstwerke kämpfen, die sie anschließend gewinnbringend verkaufen würden. Dabei entscheidend: Gute Kontakte zu den Topsammlern.

Bereits 2017 sei dem Weltmarktführer Christie's mit der Versteigerung des 450-Millionen-Dollar-Gemäldes "Salvator Mundi" von Leonardo Da Vinci ein Clou gelungen - und das, obwohl das Kunstwerk nur in Teilen vom italienischen Künstler selbst gemalt worden sei. Doch auf das Ausnahmejahr 2017 sei der nächste Höhepunkt gefolgt. Die Auktion mit Möbeln, Kunst, Schmuck und Erinnerungsstücken von Peggy und David Rockefeller habe dem Auktionshaus 2018 stolze 835.111.344 Dollar eingebracht. Zwar sei die Versteigerung in der Durchführung eine sehr hochwertige und damit teure Auktion gewesen, dennoch habe sie Profit und Folgegeschäfte gebracht, habe Dirk Boll, Christie's-Präsident für Europa, Russland, Indien und den Nahen Osten (EMERI) gesagt.

Ebenfalls unter den Hammer sei Edward Hoppers stimmungsvolles Restaurant-Interieur-Bild "Chop Suey" gekommen. Für 91,9 Millionen Dollar habe das Gemälde, dessen Versteigerung erstmals in einer Blockchain registriert worden sei, den Besitzer gewechselt. Blockchain gelte als "the next big thing", auch in der Kunstszene. Beratungsfirmen und Banken würden schon jetzt unisoso auf die neue Technologie, die viel mehr ist als der Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin setzen. "Die Vorteile liegen auch im Erwerbsnachweis. Der Käufer erhält so etwas wie ein öffentliches Grundbuch, das alle Transaktionen festhält", so Boll.

Der Kunstmarkt reagiere besonders sensibel auf die Konjunkturlage. Der Gedanke dahinter sei, dass die Elite, die sich die teuren Kunstwerke leisten könne, aufgrund ihres Wissensvorsprungs besondere Einblicke in den Zustand der globalen Konjunktur habe. Denn würden potenzielle Kunstsammler das Vertrauen in die zukünftige Weltwertwirtschaft verlieren, sinke die Bereitschaft, das Kapital in verhältnismäßig unsichere Anlageformen zu investieren - jedenfalls zu den Höchstpreisen, die bislang für einige Werke bezahlt worden seien. Experten würden dahinter einen Indikator für eine abschwächenden Konjunktur vermuten. Im Februar seien die Anteilsscheine des britischen Auktionshauses für rund 1,55 Dollar zu haben. Im vergangenen Sommer habe der Titel bei etwa 2,10 Dollar notiert. Kurzum: Ein Wertverlust von über 25%.

Experten würden an die Aussagekraft dieses Indikators erinnern. 2007 habe die Sotheby's-Aktie zunächst ein Rekordhoch erreicht, später dann einen Absturz - einige Monate später sei der Finanzmarkt nach dem Platzen der Immobilienblase zusammengebrochen. Kritiker dieser These würden auf die geringe Datenlage und auf einen fehlenden signifikanten Zusammenhang zwischen Kunst- und Aktienmarkt verweisen. Zudem würden sich die Anteilsscheine seit Jahresbeginn sehr positiv entwickeln. In Zahlen: Seit Dezember seien sie um rund 37% gestiegen, was wiederrum abnehmende Unsicherheiten am Finanzmarkt für 2019 bedeuten könnte. Doch egal, wie man es drehe und wende: Die guten Geschäftszahlen aus 2018 würden die Aktie wieder nach oben schicken. Anleger würden sich freuen.

Und wie blicke das Unternehmen auf das laufende Jahr? In der Pressemitteilung zu den Geschäftszahlen aus 2018 gebe Christie's einen Hinweis auf die Gitarrensammlung der Pink-Floyd-Legende David Gilmour. Diese werde im Juni in New York versteigert. Das geschichtsträchtige Doppelportrait vom einflussreichen Kunstkurator und seinem Partner Christopher Scott, 1969 gemalt von David Hockney, werde im März einen neuen Besitzer finden. Der Schätzpreis: Moderate 39 Millionen Dollar. Erst vor kurzem habe ein Werk von Hockney einen Rekordpreis von 90,3 Millionen Dollar erzielt. Vor dem bevorstehenden Brexit habe das britische Unternehmen keine Angst. "Christie's sah in 252 Jahren das Kommen und Gehen vieler politischer Rahmenbedingungen", so Manager Boll. (Analyse vom 22.02.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Christie Group-Aktie:

Börse Berlin-Aktienkurs Christie Group-Aktie:
1,38 EUR +2,22% (25.02.2019, 08:08)

London-Aktienkurs Christie Group-Aktie:
1,25 GBP +4,17% (22.02.2019)

ISIN Christie Group-Aktie:
GB0001953156

WKN Christie Group-Aktie:
924578

Ticker-Symbol Christie Group-Aktie:
C3U

London Ticker-Symbol Christie Group-Aktie:
CTG

Kurzprofil Christie Group plc:

Christie Group plc (ISIN: GB0001953156, WKN: 924578, Ticker-Symbol: C3U, London-Symbol: CTG) ist ein Unternehmen aus Großbritannien, das 1766 von James Christie gegründet wurde. Das Know-how von Christie & Co, Christie Finance und Christie Insurance deckt alle Aspekte der Bewertung, des Kaufens, des Verkaufs, der Entwicklung, der Finanzierung und der Versicherung einer Vielzahl von Unternehmen in den Bereichen Einzelhandel, Freizeit und Pflege ab. (25.02.2019/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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