Suchen
Login
Anzeige:
Di, 15. Juni 2021, 17:35 Uhr

Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Commerzbank: Jobabbau teurer als gedacht - Aktiennews


10.05.21 11:13
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Commerzbank: Jobabbau teurer als gedacht - Aktiennews

Deutschlands viertgrößte Geschäftsbank hat sich mit Arbeitnehmervertretern auf einen Sozialplan geeinigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Die geplanten Stellenstreichungen durchzusetzen, lasse sich die Konzernspitze einiges kosten.

Die Sanierung der Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) gehe mit größeren finanziellen Einschnitten her als geplant. Die Bank wolle bis zum Jahresende 2024 fast ein Viertel von rund 40.000 Vollzeitstellen streichen. Dafür plane sie nun mit zwei Milliarden Euro Kosten, berichte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) - statt wie bisher mit 1,8 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal 2020 habe die Commerzbank für den Stellenabbau Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro verbucht. Nun müsse wohl noch einiges obendrauf kommen.

Das Kosten-Plus von 225 Millionen Euro gegenüber den Berechnungen von Anfang Februar sei laut FAZ auf den Sozialplan zurückzuführen, den der Vorstand am vergangenen Freitag (7. Mai) mit den Arbeitnehmervertretern für die deutsche Belegschaft vereinbart habe. In der Bundesrepublik sollten 9.000 Stellen wegfallen, das sei fast jeder dritte Arbeitsplatz bei dem Kreditinstitut. Die stärksten personellen Einschnitte werde es dabei in der Privatkundensparte geben. Dort sollten netto 3500 Arbeitsplätze wegfallen, in der Zentrale und den Verwaltungseinheiten sollten es 3.200 Stellen sein, schreibe das "Handelsblatt" (HB). Außerdem würden in der Firmenkundensparte 1.000 Jobs gestrichen. Mithilfe der Sparmaßnahmen solle bis 2024 eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent erreicht werden. Als größte Risiken bei der Restrukturierung würden unter Branchenkennern die Entwicklung der Erträge und der Umbau der IT gelten.

Schneller in Rente

Um den Stellenabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, könnten Mitarbeiter der Commerzbank nun unter anderem sieben statt vier Jahre früher in den Vorruhestand gehen und bekommen während dieser Zeit 70 Prozent ihres Bruttogehalts. Zusätzlich zahle die Bank Branchenkreisen zufolge eine "Sprinterprämie" von 30.000 Euro, um Arbeitnehmern die vorgezogene Rente schmackhaft zu machen. Darüber hinaus gebe es ein Abfindungsprogramm für alle Mitarbeiter über 56 Jahre, die "freiwillig" ihren Job aufgeben. "Dieses Geld ist gut investiert, denn es erhöht unsere Planungssicherheit bei der Umsetzung des Stellenabbaus", zitiere die Frankfurter Zeitung den neuen Vorstandsvorsitzenden Manfred Knof.

Arbeitnehmervertreter würden sich mit dem Ergebnis zufrieden zeigen. Eine Transfergesellschaft sei kein Thema mehr, betriebsbedingte Kündigungen dürfte es kaum geben. Die Gewerkschaft ver.di sorge sich eher um die verbleibenden Mitarbeiter: Es könnten so viele Commerzbank-Leute am Abfindungsprogramm teilnehmen, dass die restliche Belegschaft überlastet werden könnte. Noch sei allerdings nicht klar, wie gut der Sozialplan tatsächlich angenommen werde. Knof, im Januar den Chefposten im Vorstand übernommen habe, wolle die Commerzbank mit einem straffen Sparprogramm wieder auf Erfolgskurs bringen.

Börsenplätze Commerzbank-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,74 EUR +1,77% (10.05.2021, 11:53)

Xetra-Aktienkurs Commerzbank-Aktie:
5,726 EUR +2,00% (10.05.2021, 11:38)

ISIN Commerzbank-Aktie:
DE000CBK1001

WKN Commerzbank-Aktie:
CBK100

Eurex Optionskürzel Commerzbank-Aktienoption:
CBK

Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CBK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Commerzbank-Aktie:
CRZBF

Kurzprofil Commerzbank AG:

Die Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001, WKN: CBK100, Ticker-Symbol: CBK, Nasdaq OTC-Symbol: CRZBF) ist die führende Bank für den Mittelstand und starker Partner von rund 30.000 Firmenkundenverbünden sowie rund 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. In zwei Geschäftsbereichen - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden - bietet die Bank ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen. Die Commerzbank wickelt rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist im Firmenkundengeschäft international in knapp 40 Ländern vertreten. Die Bank konzentriert sich auf den deutschen Mittelstand, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden.

Im internationalen Geschäft begleitet die Commerzbank Kunden mit einem Geschäftsbezug zu Deutschland und Unternehmen aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Privat- und Unternehmerkunden profitieren im Zuge der Integration der comdirect von den Leistungen einer der modernsten Onlinebanken Deutschlands in Verbindung mit persönlicher Beratung vor Ort. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A. ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 5,7 Millionen Privat- und Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Im Jahr 2020 erwirtschaftete die Commerzbank mit knapp 48.000 Mitarbeitern Bruttoerträge von rund 8,2 Milliarden Euro. (10.05.2021/ac/a/d)





 
16:08 , dpa-AFX
DGAP-News: Commerzbank begibt erfolgreich weite [...]
Commerzbank begibt erfolgreich weitere Additional-Tier-1-Anleihe ^ DGAP-News: Commerzbank Aktiengesellschaft ...
08:58 , Aktionär TV
Bitcoin, Netflix, Adobe, Amazon, AMC, Lufthansa, [...]
Der deutsche Aktienmarkt ist zu Beginn der neuen Handelswoche auf Richtungssuche. Der DAX schloss gestern im Minus, obwohl ...
14.06.21 , Aktiennews
Commerzbank: Ein Wunder?
An der Börse Xetra notiert die Aktie Commerzbank am 14.06.2021, 19:46 Uhr, mit dem Kurs von 6.52 EUR. Die Aktie ...