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Fr, 27. Januar 2023, 23:24 Uhr

Continental

WKN: 543900 / ISIN: DE0005439004

Continental-Aktie reizt zum Kauf - Aktienanalyse


23.07.18 10:17
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Continental-Aktie reizt zum Kauf - Aktienanalyse

Oliver Götz von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental AG (ISIN: DE0005439004, WKN: 543900, Ticker-Symbol: CON, Nasdaq OTC-Symbol: CTTAF) unter die Lupe.

Die Aktie von Continental habe sich zuletzt nicht gerade gut entwickelt. Nach Erreichen eines neuen Rekordhochs bei 250,80 Euro im Januar sei es anschließend relativ ungebremst auf Talfahrt gegangen. Inzwischen koste das Papier nur noch 199 Euro. Ein Minus von 21 Prozent. Damit sei man recht zielstrebig dem Absturz der deutschen Autohersteller gefolgt, die seit Januar im Schnitt ähnlich hohe Kursverluste hätten einstecken müssen. Die Gründe dafür - Donald Trumps Handelspolitik und neue Abgasprüfverfahren, die die Produktion verzögern würden - dürften inzwischen einem jeden geläufig sein, seien sie in den letzten Wochen und Monaten schließlich mit großer Ausdauer rauf und runter gebetet worden.

Den Anlegern fehle derzeit das Vertrauen in die Auto-Konzerne. Es sei nicht besonders überraschend, dass es ihnen gleichzeitig in deren Zulieferer fehle. Schließlich hänge deren wirtschaftlicher Erfolg schlussendlich von dem ihrer Abnehmer ab. Und der sei nun nicht nur kurz- bis mittelfristig durch Strafzölle, Abgasbetrug und Dieselkrise bedroht, sondern auch und vor allem langfristig von der immer zügiger voranschreitenden Fahrzeugelektrifizierung und Automatisierung. Diese werde derzeit zu großen Teilen in den USA, China, Südkorea und Japan vorangetrieben. Durch Hersteller wie Tesla oder BYD, aber auch durch Zulieferer - vor allem im Batteriebereich - wie CATL, Panasonic, Samsung SDI oder LG Chem. Die Auto-Nation Deutschland müss damit allmählich um ihre wertvolle Vormachtstellung bangen. Es werde Zeit, dass sich was drehe.

Und in Hannover möchten sie mit der Wende nun offenbar lieber früh als spät beginnen. Wobei es mit Blick auf die amerikanisch-asiatische Konkurrenz natürlich schon ziemlich spät sein dürfte. Aber besser jetzt, als nie. Unter den etablierten großen Automobilzuliefern der Welt sei man immerhin einer der ersten, der nun ernst zu machen scheine. So solle Continental in einem ersten Schritt zur Holding werden. Das sei lange erwartet worden, seit dieser Woche nun sei es fix. Drei Säulen sollten den Konzern - ausgestattet mit deutlich mehr Eigenständigkeit - in Zukunft tragen. Das Reifen-Geschäft, der Zulieferer-Sektor, die Antriebssparte. Letztere solle darüber hinaus 2019 an die Börse. Auch wenn zunächst keine Option, könnte die Reifensparte in ein paar Jahren nachziehen.

Continental wolle mit dem Börsengang - oder je nachdem den Börsengängen - für den angestrebten Konzernumbau dringend benötigtes Geld einsammeln. Die Niedersachsen wollen in Strom- und Hybridmotoren investieren, zudem verlangen - weil es wiederum die Politik von ihnen verlangt - die Autohersteller schadstoffärmere Verbrennungsmotoren, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". Auch Zukäufe im Software- und Mobilitätsbereich wolle man wahrnehmen, sollten sich dazu Chancen eröffnen, habe Vorstandschef Elmar Degenhardt angekündigt. Hauptziel sei es jedoch durch den Umbau flexibler und agiler zu werden, um besser wachsen zu können, so Degenhardt weiter.

Mit Blick auf den Konzernumbau der Niedersachsen empfehle sich aber wohl ohnehin ein längerfristiger Analagehorizont. Zunächst einmal schließlich koste ein solcher Geld und belaste die Rendite. Später jedoch könnte er sich auszahlen. Wie immer dürften die Holdingstrukturen den Konzern manövrierfähiger machen. In der Antriebssparte solle in Zukunft die Produktion und Entwicklung von Verbrennern und E-Motoren vereint werden. Auch die eigene Herstellung von Batteriezellen sei im Gespräch. Ausgestattet mit deutlich mehr Eigenständigkeit könne sich die Sparte im globalen Wettbewerb womöglich besser behaupten. 2017 habe sie insgesamt 7,5 Milliarden Euro umgesetzt. 900 Millionen Euro seien am Ende als Gewinn übrig geblieben. Ähnlich wie Siemens wolle Continental die Kontrolle an den einzelnen Sparten bei einem Börsengang zunächst nicht abgeben. Es würden also keine Konzernteile "abgeschoben".

Anders als bei thyssenkrupp sei Continental nach eigenen Angaben nicht von Großinvestoren zu einer Aufspaltung gedrängt worden. Druck durch Investoren habe es nicht gegeben, habe Vorstandschef Degenhardt betont. Die Initiative sei allein vom Vorstand ausgegangen. Das nähre die Hoffnung, dass es sich um eine wohlüberlegte Entscheidung zum Wohle des Konzerns, seiner Mitarbeiter und der Aktionäre handle. Da die Aufspaltung wenig überraschend gekommen sei, sei der Kurs der Aktie zunächst kaum in Bewegung gekommen. Am Mittwoch dann sei es sogar um zwei Prozent nach unten gegangen. Natürlich seien die möglichen Handelsbarrieren und die unsichere Zukunft der deutschen Autoindustrie derzeit noch die bestimmenden Themen. Von letzterer - das erscheine logisch - hänge alles ab. Dass Continental seine eigene nun aktiver in die Hand zu nehmen scheine, dürfte da nicht schaden.

Vielleicht biete die jüngste schwäche das Papiers mit Blick auf die nun beschlossenen Umstrukturierungen zur Wertfreisetzung eine schöne Einstiegsgelegenheit. Mit einem für 2018 erwarteten KGV-Wert von 12,3 sei die Aktie nicht sehr hoch bewertet, darüber hinaus hätten sie bei Continental zuletzt eine Dividende in Höhe von 4,50 Euro ausgezahlt, was einer Dividendenrendite von zwei Prozent entspreche. Nicht ausgewöhnlich hoch, aber wohl hoch genug für einen zusätzlichen Kaufanreiz, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Analyse vom 20.07.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Continental-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Continental-Aktie:
197,50 EUR -2,57% (19.07.2018, 11:15)

Tradegate-Aktienkurs Continental-Aktie:
198,00 EUR -2,46% (19.07.2018, 11:30)

ISIN Continental-Aktie:
DE0005439004

WKN Continental-Aktie:
543900

Ticker-Symbol Continental-Aktie:
CON

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Continental-Aktie:
CTTAF

Kurzprofil Continental AG:

Die Continental AG (ISIN: DE0005439004, WKN: 543900, Ticker-Symbol: CON, Nasdaq OTC-Symbol: CTTAF) entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2017 einen vorläufigen Umsatz von 44 Mrd. Euro und beschäftigt aktuell mehr als 235.000 Mitarbeiter in 61 Ländern. (23.07.2018/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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