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Do, 7. Juli 2022, 0:43 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Anleger werden vorsichtiger


18.03.22 09:57
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Das Stocken der Verhandlungen im Ukraine-Krieg hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorsichtiger werden lassen, so die Analysten der Nord LB.

Mit freundlichen US-Börsen habe der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900, -0,36%) seine Verluste aber verringern können, MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741, +0,33%) und TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327, +0,31%) hätten sogar im grünen Bereich geschlossen.

Nach einem verhaltenen Handelsbeginn hätten die US-Börsen vor dem Hintergrund positiver Konjunkturdaten weiter zugelegt. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) und der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) seien jeweils um +1,23% geklettert, der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +1,33%.

SAF Holland (ISIN DE000SAFH001/ WKN SAFH00) habe 2021 trotz eines herausfordernden Umfeldes erfolgreich abgeschlossen. Die Erlöse seien um 29,9% auf 1,247 Mrd. EUR geklettert, das bereinigte EBIT habe sich trotz stark gestiegener Preise für Stahl sowie höherer Fracht- und Energiekosten überproportional um 58,4% auf 93,1 Mio. EUR verbessert. Unter Berücksichtigung des Russland-Ukraine-Konflikts und unter der Annahme stabiler Währungskurse erwarte der Vorstand für das GJ2022 aktuell einen Konzernumsatz in einer Bandbreite von 1,15 bis 1,3 Mrd. EUR und in der Folge einen Rückgang des geplanten EBIT in Höhe eines niedrigen einstelligen EUR-Millionenbetrages.

Der Telekommunikationsanbieter United Internet (ISIN DE0005089031/ WKN 508903) habe 2021 mehr umgesetzt und verdient. Der Umsatz habe um 5,2% auf 5,65 Mrd. EUR gesteigert werden können, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe um 3,4% auf 1,259 Mrd. EUR zugelegt. Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge sei um 1,03 Mio. auf 26,68 Mio. gestiegen. Im laufenden Jahr rechne United Internet mit einem Konzernumsatz von rund 5,85 Mrd. EUR, das EBITDA solle in etwa auf Vorjahresniveau bleiben.

Trotz zurückhaltender Äußerungen von russischer Seite zum Fortgang der Verhandlungen mit der Ukraine habe sich der Euro gegenüber dem USD etwas festigen können. Hintergrund seien u.a. Aussagen führender EZB-Mitglieder gewesen, die in Richtung Zinserhöhungen noch in diesem Jahr gezielt hätten.

Die Volatilität am Ölmarkt habe auch am Donnerstag angehalten. Diesmal sei es vor dem Hintergrund eines möglichen Stockens der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien wieder bergauf gegangen. (18.03.2022/ac/a/m)




 
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