Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 2. Juli 2022, 1:01 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Es geht wieder leicht bergauf


13.05.22 09:45
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Am deutschen Aktienmarkt ging es nach anfänglichen Verlusten wieder leicht bergauf, so die Analysten der Nord LB.

Dennoch hätten die Indices im Minus geschlossen, was auf verstärkte Inflationssorgen zurückgeführt werden könne. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um -0,64%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um -1,51% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um -0,12% gesunken.

An den US-Aktienmärkten sei es weiter bergab gegangen. Insbesondere Tech-Aktien seien zunächst wieder vom Abverkauf betroffen gewesen, da die Marktteilnehmer eine bevorstehende Rezession befürchten würden. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,33% und der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um -0,13% gefallen. Der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) sei um +0,06% gestiegen.

Deutlich erhöhte Strompreise hätten bei RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) in Q1 den Gewinn sprudeln lassen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei im Vorjahresvergleich auf 1,460 (0,883) Mrd. EUR gesprungen. Nach Steuern und Dritten habe der Energiekonzern auf bereinigter Basis 735 (340) Mio. EUR verdient, was deutlich über den Erwartungen gelegen habe. RWE rechne für das Gesamtjahr weiter mit einem bereinigten EBITDA von 3,6 bis 4,0 (2021: 3,65) Mrd. EUR. Auch die erneuerbaren Energien hätten zu dem verbesserten Geschäftsergebnis beigetragen. Aufgrund günstigerer Windverhältnisse und der Inbetriebnahme neuer Anlagen sei 20 Prozent mehr Wind- und Solarenergie erzeugt worden.

Der geordnete Rückzug nach 170 Jahren Geschäftsaktivitäten in Russland habe das Geschäft von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) in Q2 (31.03.) gebremst. Wertminderungen und andere Belastungen (vor allem in der Bahntechniksparte) in Höhe von insgesamt 600 Mio. EUR hätten das Ergebnis der industriellen Geschäfte um 13% auf 1,8 Mrd. EUR gedrückt. Da zugleich der Umsatz um 16% auf 17 Mrd. EUR angezogen habe, sei die Marge von 14,7 auf 11,0% zurückgegangen. Der Auftragseingang habe einen Anstieg auf vergleichbarer Basis um 22% auf 21,0 Mrd. EUR verzeichnet. Siemens habe die Jahresprognose 2021/22 bestätigt, wonach der Gewinn je Aktie von zuletzt 8,32 Euro auf 8,70 bis 9,10 EUR zulegen solle.

Der Euro habe wegen der allgemeinen Unsicherheit seine Talfahrt fortgesetzt. Im späten Handelsverlauf sei er auf ein Fünf-Jahres-Tief von 1,0373 USD abgesackt.

Die Ölpreise hätten die Kursgewinne des Vortages nach anfänglichen Verlusten fortgesetzt. Durch den Teil-Stopp russischer Gaslieferungen seien die europäischen Gaspreise nach oben geklettert. (13.05.2022/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
36,92 plus
+5,25%
3.823 plus
+1,00%
11.128 plus
+0,90%
2.895 plus
+0,31%
12.813 plus
+0,23%
25.837 plus
+0,05%
96,00 minus
-1,12%