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Sa, 2. Juli 2022, 0:16 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Gewinne abgebröckelt


06.05.22 09:21
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nachdem der deutsche Aktienmarkt freundlich in den Tag gestartet war, bröckelten die Gewinne ab, so die Analysten der Nord LB.

Am Ende hätten die Indices uneinheitlich geschlossen. Hintergrund sei u.a. die schwache Wall Street gewesen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um -0,49% und der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um -1,08% gesunken. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) sei um +0,37% gestiegen.

Ein stärker als erwarteter Rückgang der Produktivität der US-Wirtschaft sowie deutlich steigende Anleiherenditen hätten den US-Börsen massiv zugesetzt. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -3,12%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um -3,56% und der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um -4,99% gefallen.

BMW (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) habe in Q1 trotz rückläufiger Fahrzeugauslieferungen (-6,2%) den Umsatz um 16,3% auf 31,14 Mrd. EUR steigern können. Das Konzern-EBIT habe sich um 12,1% auf 3,39 Mrd. EUR verbessert. Besonders hohe Zuwächse habe der Konzern auch wegen einer guten Preisentwicklung bei neuen und gebrauchten Autos im Finanzdienstleistungsgeschäft erzielt - das EBIT sei hier um 25,9% auf 966 Mio. EUR gestiegen. Der Überschuss habe bei 10,19 (2,83) Mrd. EUR gelegen. Grund dafür sei die Vollkonsolidierung des China-Geschäfts gewesen.

Die Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) habe in Q1 von einer deutlich steigenden Nachfrage profitiert und die Erlöse auf 5,4 Mrd. EUR ggü. dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) habe sich auf -591 Mio. EUR von -1,05 Mrd. EUR verringert. Der Nettoverlust sei von ebenfalls 1,05 Mrd. EUR auf 584 Mio. EUR. gesunken.

Der Euro habe seine kurzfristige Aufwärtsbewegung nicht fortsetzen können. Am Mittwoch habe die Gemeinschaftswährung noch von den Aussagen von FED-Chef Powell profitiert, der noch stärkeren Zinsschritten der US-Notenbank eine Absage erteilt habe.

Die Ölpreise hätten die Aufwärtsbewegung des Vortages nur temporär fortgesetzt. Sie hätten zunächst von der Aussicht auf ein EU-Embargo für russisches Öl profitiert. Die OPEC+ habe angekündigt, ab Juni die tägliche Produktion um 432.000 Barrel auszuweiten, was weitgehend den Erwartungen entsprochen habe. (06.05.2022/ac/a/m)




 
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