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Mi, 8. Dezember 2021, 2:11 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Gewisse Erleichterung spürbar


28.09.21 08:30
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nach der Bundestagswahl war am deutschen Aktienmarkt bei Anlegern eine gewisse Erleichterung spürbar, so die Analysten der Nord LB.

Diese habe zwar zunächst für ein sichtbares Plus bei den Indices gesorgt, im Verlauf des Handels seien die Gewinne aber wieder abgebröckelt und der Tag habe für den MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) sogar mit negativen Vorzeichen (-0,02) geendet. Den DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) habe ein mageres Plus von 0,27% über die Ziellinie gerettet.

An der Wall Street hätten Anleger mit Vorsicht agiert. Auf den Verkaufszetteln hätten vor allem Technologiewerte gestanden. Dagegen hätten Industrietitel, die besonders von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren würden, etwas zulegen können. Gefragt gewesen seien auch Konzerne aus dem Energie- und Bankensektor. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +0,20% geklettert, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um -0,28% und der Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um -0,58% gesunken.

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) notiere etwas leichter bei aktuell 30.154,22 Punkten.

BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) erwarte laut Aussagen von CEO Brudermüller von dem neuen Verbundstandort Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong bis 2030 einen Umsatz von 4 bis 5 Mrd. EUR. Der Betriebsgewinn (EBITDA) solle sich auf 1,0 bis 1,2 Mrd. EUR belaufen. Insgesamt plane der Konzern mit Investitionen von 8 bis 10 Mrd. EUR für den Standort. Im kommenden Jahr sollten die ersten Anlagen den Betrieb aufnehmen. Es solle die drittgrößte BASF-Produktionsstätte weltweit werden.

Gut eine Woche vor dem Ende der ersten Annahmefrist des Übernahmeangebots habe sich Vonovia (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) eine Mehrheit an dem Konkurrenten Deutsche Wohnen (ISIN DE000A0HN5C6/ WKN A0HN5C) gesichert. Die Gesamtzahl der Deutsche Wohnen-Aktien, die Vonovia angedient worden seien, die der Konzern besitze oder auf die Vonovia Zugriff habe, habe am Freitagabend rund 50,49% der Stimmrechte betragen.

Der Bieterkampf um den Online-Tierbedarfshändler zooplus (ISIN DE0005111702/ WKN 511170) gehe in die nächste Runde. Der Finanzinvestor EQT Private Equity habe ein öffentliches Übernahmeangebot gemacht. Wie zooplus bestätigt habe, biete der schwedische Investor 470 EUR pro Aktie in bar, was ca. 3,6 Mrd. EUR entspreche. Bislang sei das Übernahmeangebot des Rivalen Hellman & Friedman (H&F) von Mitte August mit 460 EUR je Aktie führend gewesen. Vorstand und Aufsichtsrat des deutschen Online-Tierbedarfshändlers begrüßten das neue Angebot von EQT, habe zooplus mitgeteilt.

Stromknappheit bremse mehrere Zulieferer von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) und Tesla (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) bei ihrer Produktion in China aus. Die von der Regierung vorgenommenen Einschränkungen bei der Energieversorgung würden so z.B. beim Apple-Zulieferer Unimicron Technology Corp dazu führen, dass in drei seiner Betriebe bis Donnerstag die Bänder stillstünden. Die Auswirkungen seien aber begrenzt, da die Produktion in anderen Fabriken hochgefahren werde. Die chinesische Regierung wolle den Stromverbrauch in der Volksrepublik in diesem Jahr um 3% reduzieren, um die Klimaziele zu erreichen.

Der Euro-Kurs habe kaum auf das Ergebnis der Bundestagswahl reagiert und nur wenig verändert geschlossen.

Die u.a. auch wegen der Förderausfälle im Golf von Mexiko vorherrschende Knappheit des Angebots bei gleichzeitig ordentlicher Nachfrage habe die Ölpreise weiter anziehen lassen. Gold habe bei nur geringen Ausschlägen wenig verändert tendiert. (28.09.2021/ac/a/m)




 
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