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Di, 19. Oktober 2021, 10:48 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Leichte Kursgewinne


15.09.21 09:00
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die US-Inflationsdaten haben die Marktteilnehmer am deutschen Aktienmarkt etwas beruhigt und für leichte Kursgewinne gesorgt, so die Analysten der Nord LB.

Deutlich nach oben sei es mit den Techwerten gegangen, die allerdings auch am Vortag überproportional verloren hätten. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +0,14%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +0,20% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +1,55% gestiegen.

Die Inflationsdaten hätten der Wall Street nur kurzfristig Auftrieb verleihen können. Im weiteren Verlauf sei es zu Abgaben gekommen. Die Oracle-Zahlen (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) hätten die Investoren mit einem Minus von 2,81% quittiert. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,84%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um -0,57% und der Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um -0,45% gesunken.

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) sinke aktuell um 0,52% auf 30.509 Zähler.

Der Motorenbauer DEUTZ (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) hebe angesichts der starken Nachfrage in allen wesentlichen Anwendungsbereichen sowie einer deutlich verbesserten Ergebnisentwicklung die Prognose für 2021 an. Der Konzern rechne nun mit einem Absatz zwischen 155.000 und 170.000 (bisher: 140.000 bis 155.000) Motoren und einem Umsatz von 1,6 bis 1,7 (bisher: 1,5 bis 1,6) Mrd. EUR. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten solle nun zwischen 2,0 und 3,0% (vorher: 1,0 bis 2,0%) liegen. Bei der Prognoseerhöhung werde unterstellt, dass es in den nächsten Monaten nicht zu einer wesentlichen Verschlechterung bei der weiterhin angespannten Komponentenversorgung komme, habe DEUTZ mitgeteilt.

Der Auto- und Industriezulieferer NORMA (ISIN DE000A1H8BV3/ WKN A1H8BV) leide unter Materialengpässen und müsse vor diesem Hintergrund seine Gewinnprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren. NORMA erwarte nur noch eine bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von mehr als 10% (bisher: mehr als 12%). Der Umsatz werde aber wie prognostiziert um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz steigen, habe es geheißen. Das entspräche einem Umsatz von mehr als 1.050 (952) Mio. EUR und einem EBIT von mehr als 105 (45) Mio. EUR.

Die scharfe Konkurrenz im Cloud-Geschäft lasse den Umsatz von Oracle nur gebremst steigen. Die Erlöse hätten von Juni bis August lediglich um 4% auf 9,73 Mrd. USD angezogen, habe der Konzern mitgeteilt. Das Unternehmen, das erst spät in Cloud-Dienste eingestiegen sei, profitiere deutlich weniger vom aktuellen Cloud-Boom als die Konkurrenten. Um etwas Boden gutzumachen, wolle Oracle im gerade angelaufenen GJ 2022 seine Ausgaben in diesem Bereich auf fast 4 Mrd. USD verdoppeln. Der Gewinn im zurückliegenden Quartal habe um 9% auf 2,46 Mrd. USD zugelegt.

Der Euro habe kaum auf die Inflationsdaten aus den USA reagiert und am Ende wenig verändert geschlossen.

Weiterhin geschlossene Förderanlagen im Golf von Mexiko und ein neuer Tropensturm hätten die Ölpreise auf ihrem erhöhten Niveau verharren lassen. Der Goldpreis habe sich im späten Geschäft freundlich entwickelt und die Marke von 1.800 USD wieder übersprungen. (15.09.2021/ac/a/m)




 
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