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Sa, 2. Juli 2022, 1:52 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Notierungen deutlich angezogen


16.05.22 08:55
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Notierungen am deutschen Aktienmarkt zogen am Freitag deutlich an, so die Analysten der Nord LB.

U.a. hätten die positiven US-Vorgaben vor allem am Nachmittag für steigende Kurse gesorgt. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +2,10%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +2,27% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +3,42% gestiegen.

Aussagen von FED-Chef Powell, der für die nächsten beiden Notenbanksitzungen jeweils eine Zinserhöhung um 0,5% in Aussicht gestellt habe, hätten die Akteure an den US-Börsen beruhigt und zu Kursgewinnen geführt. Insbesondere Tech-Aktien hätten profitiert. Twitter-Aktien (ISIN US90184L1026/ WKN A1W6XZ) seien gegen den Trend um 9,67% gesunken. Elon Musk habe seine Übernahmepläne vorerst ausgesetzt, um Berechnungen abzuwarten, dass Twitter-Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken würden, tatsächlich weniger als 5% aller Accounts ausmachen würden.

Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um +1,47%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um +2,39% und der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) sei um +3,82% geklettert.

Die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) habe in Q1 meist besser als erwartete Zahlen abgeliefert. Die Konzernumsätze hätten sich um 6,2% auf 28,023 Mrd. EUR verbessert. Das bereinigte EBITDA AL sei um 6,8% (org.: +1,7%) auf 9,873 Mrd. EUR geklettert. Der Konzernüberschuss habe sich im Berichtszeitraum auf 3,949 (Vorjahr: 0,936) Mrd. EUR in etwa vervierfacht. Neben dem guten operativen Geschäft hätten hierzu auch die Verkäufe von Aktivitäten in den Niederlanden und eines Anteils an Glasfaser Plus beigetragen.

Auf bereinigter Basis sei der Gewinn um 86% auf 2,238 Mrd. EUR gestiegen. Beide Werte hätten deutlich über den Markterwartungen gelegen. Der freie Cashflow AL sei um 46,3% auf 3,781 Mrd. EUR gestiegen. Die Erwartungen für 2022 habe die Telekom wegen der höheren Prognose der US-Tochter T-Mobile marginal angehoben und gehe nun von einem bereinigten EBITDA AL von über 36,6 (bisher: rd. 36,5) Mrd. EUR aus.

Lieferengpässe bei Halbleitern und die Corona-Lockdowns in China hätten dem VW-Konzern (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) im April massiv zugesetzt. Nach Unternehmensangaben seien die Auslieferungen konzernweit um 37,8% auf 516.500 Einheiten gesunken. Im mit Abstand wichtigsten chinesischen Markt sei es allein um 49,7% auf 142.800 verkaufte Fahrzeuge nach unten gegangen. Für die ersten vier Monate ergebe sich weltweit damit ein Absatzminus von 26%, wie es weiter geheißen habe.

Carl Zeiss Meditec (ISIN DE0005313704/ WKN 531370) habe in H1 des GJ 2021/22 Umsatz und Gewinn gesteigert. Bei Erlösen von 885,4 (767,4) Mio. EUR habe das Unternehmen ein EBIT von 177,3 (162,7) Mio. EUR erzielt. Die EBIT-Marge habe bei 20,7% (21,2%) gelegen. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten habe 128,7 (100,6) Mio. EUR erreicht. Der Auftragseingang habe sich um 30,7% auf 1,062 Mrd. EUR verbessert. Obwohl sich die Lieferkettensituation im Gerätegeschäft in den letzten Monaten weiter zugespitzt habe, habe der Vorstand die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der Umsatz solle dabei mindestens in Höhe des Marktwachstums zulegen. Die EBIT-Marge solle sich weiter zwischen 19% und 21% (2020/21: 22,7%) bewegen.

Der Euro habe sich zum Wochenausklang knapp behaupten, dabei aber den Rutsch unter die Marke von 1,04 USD nicht verhindern können. Die Parität zum USD komme immer näher.

Ohne neue Nachrichten hätten die Ölpreise erneut zugelegt. (16.05.2022/ac/a/m)




 
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