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Mo, 4. Juli 2022, 7:24 Uhr

Deutscher Aktienmarkt: Talfahrt fortgesetzt


10.05.22 09:37
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich auch zu Beginn der neuen Woche fortgesetzt, so die Analysten der Nord LB.

Bei den aktuellen Belastungsfaktoren sei nach wie vor keine Besserung in Sicht. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um -2,15%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um -3,3% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um -3,32% gesunken.

Wachsende Konjunktursorgen (Lockdowns in China, Inflation) hätten der Wall Street zugesetzt und besonders bei den Technologiewerten zu größeren Abschlägen geführt. Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -1,99%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um -3,2% und der NASDAQ-Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um -4,29% gefallen.

Gute Geschäfte der australischen Tochter Cimic und ein florierendes Autobahn-Mautgeschäft hätten HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) in Q1 positive Zahlen beschert. Bei Erlösen von 5,333 (4,934) Mrd. EUR sei der operative Konzerngewinn um 19,2% auf 118,2 Mio. EUR gestiegen. Die Beteiligung am Mautstraßenbetreiber Abertis habe 4,7 Mio. EUR zum Ergebnis beigetragen. Der Auftragseingang habe sich um 10,1% auf 6,5 Mrd. EUR verbessert. Die Prognose eines operativen Konzerngewinns nach Steuern im Bereich von 475 bis 520 Mio. EUR habe das Unternehmen bestätigt. HOCHTIEF habe ferner mitgeteilt, dass bei der australischen Tochter Cimic inzwischen ein Squeeze-out-Verfahren für alle ausstehenden Aktien eingeleitet worden sei.

Die anhaltend starke Chip-Nachfrage und eine positive Währungskomponente hätten bei Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) Umsatz und Ergebnis in Q2 des lfd. Geschäftsjahres anziehen lassen. Der operative Gewinn (Segmentergebnis) habe 761 Mio. EUR erreicht, ein Plus von 6% im Vergleich zum vorhergehenden Quartal. Der Umsatz habe bei 3,298 Mrd. EUR und damit um 4% über dem Vorquartal gelegen. Die Jahresprognose sei in Erwartung eines stärkeren durchschnittlichen Dollar-Kurses (1,10 nach 1,15) angehoben worden. Infineon erwarte nun Erlöse von 13,5 (bisher: 13,0) Mrd. EUR +/- 500 Mio. EUR sowie eine Segmentergebnismarge von über 22% (zuvor: etwa 22%, Q2: 23,1%).

Das Fehlen von neuen konjunkturellen Impulsen habe beim Euro per Saldo zu nur wenig veränderten Notierungen geführt.

Die Senkung der offiziellen Verkaufspreise für asiatische Abnehmer und die sich abzeichnenden konjunkturellen Bremsspuren durch den Ukraine-Krieg hätten die Ölpreise belastet. Zudem wolle Ungarn ein Veto gegen ein EU-Embargo einlegen. (10.05.2022/ac/a/m)




 
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