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Mo, 4. Juli 2022, 1:01 Uhr

Deutscher Aktienmarkt mit freundlichem Wochenauftakt


15.03.22 08:40
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der deutsche Aktienmarkt hat einen freundlichen Wochenauftakt hingelegt und dabei von der Hoffnung auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine profitiert, so die Analysten der Nord LB.

Für Finanztitel sei es mit Zinsphantasie deutlich aufwärts gegangen: Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) seien um 7,98% nach oben gesprungen, Commerzbank (ISIN DE000CBK1001/ WKN CBK100) hätten 6,24% zugelegt. Aktien des Versicherers Talanx (ISIN DE000TLX1005/ WKN TLX100) seien nach Vorlage der Geschäftszahlen 2021 und eines bekräftigten Ausblicks für das laufende Jahr um 4,28% gestiegen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +2,21%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +1,89% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +1,57% gestiegen.

Die Wall Street habe zum Wochenstart den positiven europäischen Vorgaben nicht folgen können. Während der Dow (ISIN US2605661048/ WKN 969420, 0%) nahezu unverändert geschlossen habe, sei es vor allem beim Technologieindex NASDAQ (ISIN XC0009694271/ WKN 969427, -2,04%) bergab gegangen. Hier hätten Kursverluste von chinesischen Techwerten belastet. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um -0,74% gesunken.

DEUTZ (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) habe 2021 eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung erzielt und wolle auch den Aktionären wieder eine Dividende zahlen. Die Erlöse seien um 24,8% auf 1,617 Mrd. EUR gestiegen, der Auftragseingang habe um 52,2% auf 2,013 Mrd. EUR zugelegt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe 37,2 (-74,7) Mio. EUR erreicht, die EBIT-Marge habe bei 2,3% gelegen. Der Motorenhersteller habe einen Gewinn von 38,2 (-107,6) Mio. EUR erzielt. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs bleibe der Konzern vorsichtig und sehe seine Prognosen mit Vorbehalt. DEUTZ rechne bislang mit einem Umsatzwachstum auf 1,70 bis 1,85 Mrd. EUR und einer bereinigten EBIT-Marge von 3,5 bis 5,5%.

Der frz. Energieversoger EDF (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A) rechne 2022 wegen der Strompreisdeckelung in Frankreich und einer geringeren Atomstromproduktion mit einer stärkeren Ergebnisbelastung als zunächst prognostiziert. Die aus der Deckelung der Preise resultierende Belastung des EBITDA solle sich nun auf rund 10,2 (Januar-Prognose: 8,4) Mrd. EUR belaufen. Durch eine geringere Atomstromproduktion in Frankreich rechne EDF nun zudem mit einer Schmälerung des EBITDA um rund 16 (bisher: 11) Mrd. EUR.

Der Euro habe u.a. von der wieder positiveren Aktienmarktstimmung profitiert und freundlicher tendiert.

Die Ölpreise seien zum Wochenauftakt zurückgekommen. Neben den Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen Russland und der Ukraine hätten v.a. weitere Corona-Ausbrüche in China belastet. (15.03.2022/ac/a/m)




 
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