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Do, 7. Juli 2022, 0:36 Uhr

Deutscher Aktienmarkt profitiert von vorsichtigen Hoffnungen auf Fortschritte im Ukraine-Krieg


14.03.22 09:08
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der deutsche Aktienmarkt profitierte einmal mehr von vorsichtigen Hoffnungen auf Fortschritte im Ukraine-Krieg, so die Analysten der Nord LB.

Auslöser sei ein Bericht gewesen, wonach der russische Präsident Putin gewisse positive Entwicklungen in den Gesprächen mit der Ukraine sehe. Mit Blick auf die Berichtssaison sei es nach der jüngsten Zahlenflut merklich ruhiger geworden. Beim Chemiekonzern LANXESS (ISIN DE0005470405/ WKN 547040) hätten die Anleger Zahlen und Ausblick mit einem Kursaufschlag von 4,5% honoriert. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um +1,38%, der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um +1,68% und der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um +1,45% gestiegen.

An den US-Börsen seien die Aussagen Putins abgeperlt. Sie hätten deutlich im Minus geschlossen. Auf Wochensicht habe der Dow (ISIN US2605661048/ WKN 969420, -0,69%) ein Minus von rund 2% verbucht. Der NASDAQ (ISIN XC0009694271/ WKN 969427, -2,18%) habe sogar knapp 4% eingebüßt, das sei das größte Wochenminus seit Januar 2021 gewesen. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um -1,31% gesunken.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt habe im Februar bei rund 2,1 Mio. gelegen, was ein Plus von 211,3% gegenüber dem durch verschärfte Reisebeschränkungen verzerrten Vorjahreswert entspreche. Gegenüber 2019 würden die Zahlen jedoch noch immer ein Minus von 53,4% bedeuten, habe Fraport (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) mitgeteilt. Das Cargo-Aufkommen habe einen Rückgang von 8,8% auf 164.769 Tonnen (+2,1% verglichen mit Februar 2019) verzeichnet. Hintergrund sei insbesondere die frühe Lage des chinesischen Neujahrs gewesen.

Anhaltende Engpässe bei Halbleitern hätten den Absatz von VW (ISIN DE0007664039/ WKN 766403)-Fahrzeugen im Februar begrenzt. Die Auslieferungen seien weltweit um 16,7% auf 542.900 Einheiten gesunken.

Die zwei ukrainischen Unternehmen Ingas und Cryoin hätten die Produktion des für die Herstellung von Chips wichtigen Gases Neon nach dem russischen Angriff eingestellt. Beide seien für rund die Hälfte der globalen Neon-Produktion verantwortlich.

Aussagen Putins, wonach es "positive Entwicklungen" in den Gesprächen mit der Ukraine gäbe, hätten dem Euro nur zeitweise Auftrieb verliehen.

Am Ölmarkt dominiere weiterhin der Ukraine-Krieg das Geschehen, für die Preise sei es erneut nach oben gegangen. (14.03.2022/ac/a/m)





 
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