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Do, 11. August 2022, 12:46 Uhr

Durchwachsener Wochenauftakt an europäischen Aktienmärkten


05.07.22 11:10
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Europas Aktienmärkte erlebten einen durchwachsenen Wochenauftakt, belastet von einem Mix aus deutlich schlechter als erwartet ausgefallenen Sentimentumfragen und abermals stark anziehenden Gaspreisen, so die Anlaysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die gestern veröffentlichte Sentix-Umfrage bezüglich der Eurozone sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Unter anderem sei der Gesamtindex der Eurozone im Vergleich zu Juni von -15,8 auf -26,4 Zähler eingebrochen. Analysten hätten hier im Schnitt "lediglich" mit einem Rückgang auf -19,9 Punkte gerechnet. Speziell in Deutschland hätten sich Rezessionsängste breitgemacht: Während der Gesamtindex der größten Volkswirtschaft Europas von -12,8 auf -24,2 Zähler gerutscht sei, hätten die konjunkturellen Erwartungen mit -34,8 sogar ein neues Allzeit-Tief erreicht!

Indes seien europäische Gaspreise abermals kräftig angezogen und hätten auf dem höchsten Niveau der letzten vier Monate notiert. Die Benchmark-Futures, die sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt hätten, seien am gestrigen Handelstag um 10% angestiegen. Unter anderem werde diese Dynamik durch ab heute stattfindende Streiks bei drei norwegischen Öl- und Gasfeldern befeuert. Grund hierfür seien in Stillstand geratene Lohnverhandlungen. Die norwegische Öl- und Gas-Lobby warne, dass 13% des täglich nach Europa fließenden Gases von den Streiks betroffen sein könnte, noch bevor sich diese möglicherweise über das Wochenende erstrecken und auf andere Projekte ausbreiten würden. Das skandinavische Land mache rund ein Fünftel der europäischen Gaszufuhr aus.

Vor diesem Hintergrund sei es kein Wunder, dass der deutsche DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) moderate Abgaben habe verzeichnen müssen. Der marktbreite EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) und der österreichische ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) hingegen hätten es über den Tag hinweg vermocht, zumindest einen kleinen Teil ihrer Gewinne zu verteidigen. Gemessen am breiten europäischen Markt seien Energie-Titel mit einem Plus von 3,9% mit großem Abstand die Gewinner des Tages gewesen. Aufgrund des US-Unabhängigkeitstages (Independence Day) seien die Märkte jenseits des Atlantiks gestern geschlossen geblieben. In Asien würden sich die Börsen am heutigen Morgen recht freundlich präsentieren.

Im Rohstoffbereich habe sich der Preis der Nordsee Öl-Sorte Brent nach einem leichten Anstieg über Nacht wieder bei aktuell rund USD 113 je Fass eingependelt. Während Gold weiterhin kaum vom Fleck komme, habe das "digitale Gold", sprich Bitcoin & Co., einen Teil der jüngsten Verluste wieder wettzumachen vermocht. Für den bekanntesten Vertreter der Kryptowährungen sei es in den letzten 24 Stunden um 6% auf rund USD 20.300 nach oben gegangen. (05.07.2022/ac/a/m)





 
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