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So, 2. Oktober 2022, 10:59 Uhr

ETH: Letzter Meilenstein vor dem „Merge“ absolviert


18.08.22 11:49
Stock-World Redaktion

  • Brasilien will illegales Goldmining mit Tokenisierung des offiziell geförderten Goldes bekämpfen
  • Südkorea pumpt 200 Millionen US-Dollar in NFT-Sektor
  • Steht EU-Krypto-Regulierung bevor?

 


von Lena ElDeeb, Research Associate und Karim AbdelMawla, Research Associate


 


Letztes Testnetzwerk vor Ethereum-Merge erfolgreich


 


Ein letzter Meilenstein vor dem Ethereum-„Merge“ liegt hinter uns: Wie letzte Woche angekündigt, wurde das Goerli-Testnet – ein finaler Praxistest – erfolgreich im Ethereum-Netzwerk implementiert. Es folgte eine Kursrallye im Ethereum-Ökosystem, die sich auf die Preisentwicklung der zugehörigen Kryptoassets und das in ihnen gespeicherte Vermögen nach Total Value Locked (TVL) auswirkte:


 


Abbildung 1: Entwicklung von Preisen und Total Value Locked in wichtigen Krypto-Sektoren


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Quelle: 21Shares, DeFi Llama, Coingecko


 


Schwächelnde Konjunktur in China, Coinbase macht Milliardenverlust


 


Der US-Dollar verlor von Mittwoch bis Freitag im Vergleich zum Euro und anderen wichtigen Währungen an Wert, nachdem der Verbraucherpreisindex in den USA im Juli um lediglich 8,5 Prozent stieg – aufgrund sinkender Energie- und Benzinpreise weniger als erwartet. Zugleich zeichnet sich für China eine triste Prognose ab: Inmitten schwächelnder Konjunktur und steigender Arbeitslosigkeit senkte die Zentralbank Chinas die Zinsen.


 


In einem jüngst veröffentlichten Gewinnbericht meldete die Krypto-Börse Coinbase einen Nettoverlust von 1,1 Milliarden Dollar für das zweite Quartal – einschließlich Wertminderungsaufwendungen. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 803 Millionen Dollar und verfehlte damit auch eine Umsatzschätzung von 874 Milliarden Dollar. Zugleich drückte Coinbase auch seine Bereitschaft aus, weiterhin wie geplant Fusionen und Übernahmen durchzuführen und so die Begebenheiten des Bärenmarktes optimal auszunutzen.


 


Weniger als eine Woche nach dem Verbot des Krypto-Mixers Tornado Cash durch das US-Finanzministerium verhafteten die niederländischen Behörden als Folge der im Juni begonnenen Ermittlungen Alexey Pertsev, einen der Entwickler. Diese Nachricht löste in der Krypto-Community eine Welle der Empörung aus – eine Folge der Unverständnis darüber, warum die Behörden gegen einen Entwickler vorgehen, der lediglich Codes geschrieben hatte, und nicht gegen die tatsächlichen Nutzer, die illegale Aktivitäten mit den Krypto-Mixer begangen hatten.


 


Während der Fall Tornado Cash rund um den Globus für Aufsehen sorgt, wurde in Europa die Frage der Regulierung von NFTs laut: Während einer Konferenz in Südkorea ließ Peter Kerstens, ein Berater der Europäischen Kommission, verlautbaren, dass NFT-Sammlungen im Rahmen des Gesetzes über Markets in Crypto-Assets (MiCA) wie Kryptowährungen behandelt werden sollen. Während die technischen Verhandlungen für das neue Gesetz noch bis Ende September laufen, verhandeln die Parteien über die Mechanismen, die bestimmen, unter welchen Umständen NFTs – im Sinne ihres Namens – fungibel und zugleich nicht einzigartig sind und somit unter die MiCA-Verpflichtungen fallen.


 


Die europäische Krypto-Regulierung hat einen Namen - AMLD6


 


Unter dem Namen AMLD6 soll eine von Europäischem Rat, Kommission und Parlament angekündigte Behörde zur Regulierung der Krypto-Branche entstehen. In dem Bestreben, die legislativen Unterschiede zwischen Mitgliedsstaaten zu reduzieren, kündigte die Europäische Kommission ihre Pläne zunächst im Juli 2021 an, und der Europäische Rat veröffentlichte Ende Juni 2022 eine Aktualisierung, die den Januar 2023 als Datum für die offizielle Etablierung der AMLD6 angibt. Das Europäische Parlament beabsichtigt, den Vorschlag nach den Ferien im August mit seinen Mitgliedern weiter zu diskutieren.


 


Brasilien kontert den illegalen Goldabbau mit der Blockchain


 


Auch in den Vereinigten Staaten und Brasilien schritten die Regulierungsbemühungen voran: In den USA gaben Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) einen Vorschlag für ein neues Gesetz bekannt, das Hedgefonds mit einem Nettovermögen von mehr als 500 Millionen Dollar verpflichtet, ihre Investitionen in Krypto-Assets zusammen mit Informationen über Konzentrationen und Kreditaufnahme in einem vertraulichen Dokument offenzulegen. Dieses neue Gesetz soll die Fähigkeit des Financial Stability Oversight Council (FSO) verbessern, Systemrisiken zu überwachen und eine umfassendere Regulierungsaufsicht zu gewährleisten. In Brasilien wiederum soll einem Gesetzesvorschlag zufolge gefördertes Gold mit Hilfe der Blockchain-Technologie tokenisiert werden, um den illegalen Goldabbau zu bekämpfen


 


 


On-Chain-Indikatoren


 


Abbildung 2: Net Unrealized Profit/Loss (NUPL)-Verhältnis von Bitcoin (seit Jahresbeginn)


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Quelle: Glassnode


 


Wie der Namen vermuten lässt, soll das Net Unrealized Profit/Loss-Verhältnis das Verhältnis von Gewinn und Verlust eines bestimmten Krypto-Assets messen. Wie Abbildung 2 zeigt, hat der Bitcoin nach rund einem Monat in der „Kapitulationsphase“ die Phase „Hoffnung/Angst“ erreicht. Der NUPL-Wert hat sich innerhalb einer Woche von 0,08 zu 0,12 bewegt, wodurch die Profitabilität des Assets gestiegen ist.


 


Abbildung 3: Net Unrealized Profit/Loss (NUPL)-Verhältnis von Bitcoin (2011-2022)


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Quelle: Glassnode


 


Aus einer historischen Perspektive liegt die Profitabilität von Bitcoin damit auf einem Level von 2019.


 


Aktuelles in der Welt der Non-fungiblen Token (NFT), des Metaverse und dezentraler, autonomer Plattformen (DAO)


 


Der US-Streaming-Anbieter Netflix hat auf der Metaverse-Plattform Decentraland virtuelles Land gemietet, um einen Monat lang für seinen neuen Film "The Gray Man" zu werben. Dabei wurde eine Szene aus dem Actionfilm nachgebaut, in der die Nutzer ein Labyrinth erkunden können, das ein wesentlicher Bestandteil des Films ist. Allein in der ersten Woche strömten 2.000 Decentraland-Nutzer zur Netflix-Installation. 


 


Die südkoreanische, im Web2 laufende Metaverse-Plattform Zepeto wird ihre Web3-Version ZepetoX auf der Basis der Solana-Blockchain auf den Markt bringen. Südkorea pumpt Fördergelder in Höhe von 200 Millionen Dollar in Tech-Startups wie Zepeto, die Metaversen aufbauen, um den Technologiesektor des Landes anzukurbeln und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen.

Der NFT-Marktplatz OpenSea, will neuerdings mit einer sogenannten "Stolen Items"-Politik gegen NFT-Diebstähle vorgehen. Damit reagiert das Unternehmen auf ein wiederkehrendes Szenario, das arglose Käufer gleich mehrfach bestrafte, indem NFTs gestohlen und auf dem Marktplatz weiterverkauft wurden.


 


Andere Entwicklungen in diesem Bereich



● Der Mitgründer von Ethereum Vitalik Buterin schlug zur Anonymisierung von NFT-Transaktionen mit sogenannten „stealth adresses“ einen „low tech“ Ansatz vor, der die Adressen der Absender verbergen soll (zk-SNARKS zum ERC721-Standard)
● Nachdem sie vergangene Woche die Unterstützung der Ethereum Blockchain verkündeten, schlug Magic Eden nun vor, den NFT-Marktplatz ApeCoinDAO zu gründen, um Ape-Inhabern die Möglichkeit zu geben, auf der Plattform mit 0,75 Prozent Gebühren zu handeln.


Theta Network will Galaxy NFTs ausgeben, welche Samsung-Nutzern ein innovatives Erlebnis bieten sollen, einschließlich des Zugangs zu Veranstaltungen via ThetaPass.

 


UN-Organ rät Entwicklungsländern, ihren Banken das Halten von Kryptowährungen zu verbieten


 


Der UN-Ausschuss für Fragen der Dritten Welt rät Entwicklungsländern, ihren Banken das Halten von Kryptowährungen zu verbieten. So warnte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) Schwellenländer, dass die zunehmende Verwendung von Kryptowährungen für inländische Zahlungen die Autorität der Staaten in Währungsangelegenheiten in Frage stellt und stellte bei Zuwiderhandlungen die Rücknahme von Entwicklungsgeldern in Aussicht.

Ob in Afghanistan, im Libanon oder in Venezuela: Nicht bewaffnete Gemeinschaften haben bei Geldtransfers von der Blockchain-Technologie profitiert. In einigen Fällen ist die Bezahlung in Kryptowährungen zu einer Notwendigkeit geworden. Und zwar dann, wenn Länder mit Sanktionen belegt wurden oder ihre Bankensysteme zusammengebrochen sind.

Unsere These bei 21Shares war schon immer, dass ein ganzheitliches Verbot von Kryptowährungen im Grunde mehr Schaden anrichten würde, als das Übel zu verhindern. Bei zahlreichen Gelegenheiten haben Datenbanken und Think Tanks berichtet, dass die illegalen Aktivitäten in der Kryptoindustrie rückläufig sind. Chainalysis zufolge machen illegale Aktivitäten ganze 0,15 Prozent aller Krypto-Transaktionen im Jahr 2021 aus.


 


 


   

Über 21Shares


21Shares verfügt über die weltweit größte Palette an börsengehandelten Kryptowährungsprodukten (ETPs). Mit der Notierung des ersten Kryptowährungsindices an der SIX Swiss Exchange im Jahr 2018 leistete 21Shares Pionierarbeit und erweitert sein Produktportfolio seitdem konsequent mit innovativer Forschung und zukunftsweisenden Ansätzen. 21Shares möchte allen Anlegern eine einfache, sichere und regulierte Möglichkeit für den Kauf, Verkauf und Leerverkauf von Kryptowährungen über bestehende Bank- und Maklerkonten bieten. Onyx, die Emissionsplattform von 21Shares wird sowohl von 21Shares als auch von Drittpartnern für die Emission und das operative Geschäft mit Kryptowährungs-ETPs weltweit genutzt.


 

Rechtliche Hinweise:

Das in dieser Pressemitteilung enthaltene Material dient ausschließlich Informationszwecken. Die 21Shares AG und ihre verbundenen Unternehmen empfehlen keine Maßnahmen auf der Grundlage dieser Informationen. Das Material ist nicht als Angebot oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers, noch als Anlageberatung auszulegen. Darüber hinaus stellen diese Informationen keine Zusicherung dar, dass die hier beschriebenen Anlagen für eine Person geeignet oder sinnvoll sind. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für künftige Kursentwicklungen.



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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