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Mo, 27. Juni 2022, 12:48 Uhr

EUR/USD (Euro / US-Dollar)

WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759

EUR/USD: Lebenszeichen


27.05.22 15:34
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Laut Christine Lagarde macht die EZB endlich ernst mit der Zinswende, so Christian Apelt, CFA bei der Helaba.

So solle der negative Einlagenzins bis September beendet werden. Die EZB gehe damit forscher heran, als viele es ihr bislang zugetraut hätten. Der Euro sei daraufhin über 1,07 US-Dollar gesprungen. Wenige Tage zuvor habe der Euro/Dollar-Kurs (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) noch unter 1,04 und damit nur marginal über dem langjährigen Tief von Anfang 2017 notiert.

In den letzten Monaten habe der US-Dollar aufgrund der erhöhten Risikoaversion und der FED-Zinswende stark aufgewertet. Der US-Renditevorteil gegenüber dem Euro und vielen anderen Währungen habe sich ausgeweitet und den Dollar attraktiver gemacht. Genau genommen habe das aber vor allem für kürzere Laufzeiten gegolten, z.B. bei zehnjährigen Renditen sei der US-Zinsvorteil nur moderat gestiegen. Nun würden andere Notenbanken mit der Zinswende nachziehen. Zwar werde die FED ihren Leitzins insgesamt stärker anheben als die EZB. Dies sei jedoch schon mehr als eingepreist, sodass die von den Analysten der Helaba erwarteten Zinsschritte bis auf 3% den Dollar nicht mehr zusätzlich unterstützen würden. Auch bei zweijährigen Staatsanleihen scheine der US-Renditevorteil nachzulassen.

Im Zuge seines Höhenflugs habe sich die Überbewertung der US-Währung noch verschärft. Aufgrund der Krisenanfälligkeit Europas möge es Gründe geben, weshalb der Euro unterdurchschnittlich bewertet sei. Allerdings sei die aktuelle Abweichung gegenüber der Kaufkraftparität zum US-Dollar extrem. Sie sei nur Mitte der achtziger Jahre überboten worden, als die FED-Zinsen noch zweistellig gewesen seien. Diese Dollar-Stärke spiegele sich im zunehmenden US-Handelsdefizit wider. Während die konjunkturelle Dynamik bislang mehr für den Dollar als den Euro gesprochen habe, könne sich das Bild korrigieren. Gerade mit Blick auf das nächste Jahr könnte eine dann zähere US-Konjunktur sowie etwas mehr Dynamik in der Eurozone die Gemeinschaftswährung stützen.

Ein Unsicherheitsfaktor für die Kursentwicklung bleibe die Unsicherheit an sich. Nach wie vor bestehe das Risiko einer geopolitischen Eskalation oder von turbulenteren Finanzmärkten, wovon der Dollar als sicherer Anlagehafen profitieren würde. Umgekehrt könnte sich, wenn auch mehr mittelfristig, die Situation entspannen, was wiederum den Euro begünstigen würde. Beides sei möglich. Angesichts der Zinsentwicklung, die zugunsten des Euro drehe, der extremen Dollar-Überbewertung und möglicher konjunktureller Verschiebungen dürfte der Euro spätestens im zweiten Halbjahr die Oberhand gewinnen. Wenn zudem die Risikoaversion zurückgehe, könnte der Euro/Dollar-Kurs sogar bis auf 1,15 zum Jahresende steigen. Bislang prognostizierte Kurse von 1,20 seien aber angesichts der erhöhten US-Zinsen bis auf weiteres nicht mehr realistisch. (27.05.2022/ac/a/m)





 
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