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Sa, 3. Dezember 2022, 7:45 Uhr

Die EU dürfte den USA bei der Erholung drei bis sechs Monate hinterherhinken


09.04.21 11:40
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Diese Woche stehen vor allem "harte Daten" auf der Makro-Agenda: "Der Reality-Check in Sachen harte Konjunkturdaten sollte den anlaufenden starken US-Aufschwung bestätigen", sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Qunitet Private Bank.

Greil weiter: "Während die US-Einzelhandelsumsätze im März bereits klar gestiegen sein sollten, schwächeln sie vergleichsweise in der EU wohl noch einige Zeit." Greil rechne angesichts der bevorstehenden weiteren Lockdown-Verlängerungen bis auf Weiteres im Euroraum nur im Industriebereich mit guten Zahlen: "Ein echter Konjunkturaufschwung in der EU dürfte drei bis sechs Monate später als in den USA einsetzen."

Besonders wichtige harte Daten für März stünden nächste Woche für die USA und für China an: In den Staaten würden zwei Tage nach den Inflationszahlen am Dienstag sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion veröffentlicht. China publiziere zusätzlich zu den entsprechenden Einzelhandels- und Industriezahlen am Freitagmorgen auch noch sein im Vergleich zum dort im entsprechenden Vorjahresquartal vom Corona-Ausbruch belasteten wohl sehr stark erholtes Bruttoinlandsprodukt für das 1. Quartal. In der Eurozone kämen zudem am Montag die Einzelhandelsumsätze für Februar.

In Sachen "weiche" Stimmungsdaten werde der deutsche Fokus am Dienstag auf den ZEW-Konjunkturerwartungen liegen. Hinzu kämen in der zweiten Wochenhälfte
finale März-Inflationsdaten erst für Deutschland und dann für den gesamten Euroraum - sowie das von der Michigan-Universität erhobene vorläufige US-Verbrauchervertrauen im April. Weitere wichtige Veröffentlichungen seien die Handelsbilanzen der Eurozone und Chinas für den März. (09.04.2021/ac/a/m)