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Fr, 9. Dezember 2022, 18:14 Uhr

Edelmetalle im Seitwärtstrend


04.11.19 16:40
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Die seit August laufende Seitwärtsbewegung bei den Edelmetallen hielt im Oktober an, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Silber habe auf Monatssicht 5,7 Prozent zulegen können und bei 18,02 USD-Dollar pro Feinunze geschlossen. In den letzten drei Monaten sei es insgesamt das sechste Mal gewesen, dass das Edelmetall die Marke von 18 USD von unten durchbrochen habe. Ähnliches gelte für Gold, dass sich in diesem Zeitraum um 1.500 USD bewege. Es habe den Oktober letztlich mit 1.505 USD knapp darüber beendet, was einem leichten Plus von 1,6 Prozent entspreche.

"Momentan ist völlig unklar, in welche Richtung sich Gold entwickeln wird. Mittelfristig sind sinkende Zinsen und damit weiter florierende Aktienmärkte kein gutes Signal für Gold. Auf lange Sicht schwächen die Dauerniedrigzinsen aber das Vertrauen in die Währungsstabilität. Das war historisch gesehen in den allermeisten Fällen positiv für Edelmetalle", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. "Gold steht praktisch in allen Währungen in der Nähe der historischen Höchststände, ist also nicht mehr billig. Schaut man sich aber andere Sachwerte an, zum Beispiel die Immobilienmärkte, ist beim Gold immer noch ein Aufwärtspotenzial über 20 Prozent vorhanden", sage Siegel.

Die Preisspanne zwischen Platin und Palladium gehe weiter auseinander. Palladium klettere von Allzeithoch zu Allzeithoch und habe den vergangenen Monat mit +6,2 Prozent bei 1.800 USD beendet. Platin habe mit 4,1 Prozent etwas weniger zugelegt und bei 918 USD geschlossen. "Früher oder später wird sich dieser Trend abschwächen oder sogar umkehren", sage Siegel. Es gäbe keine fundamentalen Gründe für weitere signifikante Aufwärtsbewegungen bei Palladium. "Vor allem in der Autoindustrie wird Palladium durch das günstigere Platin substituiert werden", sage Siegel.

Bei den Aktien der Minengesellschaften seien im Oktober leichte Gewinnmitnahmen zu beobachten gewesen. "Auf Jahresbasis steht der Sektor mit etwa 50 Prozent im Plus. Da man letztlich vom Goldpreis abhängt und dieser nun seit Monaten nur seitwärts tendiert, sind Gewinnmitnahmen unausweichlich", sage Siegel.

Die Basismetalle hätten sich im Oktober größtenteils positiv entwickelt: Zink (+5,6 Prozent), Aluminium (+2,2 Prozent), Kupfer (+3,3 Prozent) und Blei (+6,0 Prozent). Allein Nickel (- 3,1 Prozent) habe Verluste hinnehmen müssen.

Brent-Öl habe sich mit einem minimalen Minus von 0,3 Prozent seitwärts entwickelt und den Monat bei 60,50 US-Dollar pro Barrel beendet. "Die Preisschwankungen bei Öl werden immer kleiner. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Türkei-Syrien-Konflikt auf den Ölpreis auswirken wird. Bislang ist das nicht zu beobachten", sage Siegel abschließend. (04.11.2019/ac/a/m)




 
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