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Palladium

WKN: COM015 / ISIN: XC0009665529

Edelmetalle und Edelmetallaktien werden auch im September vernachlässigt


02.10.18 12:20
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Die Edelmetalle und Edelmetallaktien werden auch im September vernachlässigt und die Edelmetallmärkte müssen sich einen neuen Boden suchen, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Interessant sei im September die Fusion zwischen Barrick und Randgold gewesen, von der beide Aktien hätten profitieren können. Da viele Gesellschaften ordentliches Geld verdienen und kleinere Werte derzeit vernachlässigt würden, sei mit weiteren Übernahmen und Fusionen zu rechnen. Mittelfristig werde sich der steigende Ölpreis auf die Gewinnsituation der Gesellschaften auswirken, da die Energiepreise dem Ölpreis folgen würden und viele bei der Goldproduktion wichtige Produkte (z.B. Reifen) teurer würden. Sollte der Goldpreis nicht ansteigen, würden die Gewinne der Unternehmen in den nächsten Quartalen rückläufig sein. Da sich die Aktienkurse bereits auf einem niedrigen Niveau befinden würden, sei dennoch nicht mit stärkeren Einbrüchen bei den Aktienkursen zu rechnen.

Die Stabilitas Fonds würden sich im September parallel zu den Vergleichsindices seitwärts entwickeln.

Eine Ausnahme bilde der Stabilitas Gold und Resourcen Special Situations, der sprunghaft um 24,8% zulege. Der Anstieg sei vor allem auf die Kursexplosion der Royal Nickel zurückzuführen, die in der australischen Beta Hunt Mine einen spektakulären Goldfund vermelden könne. Da die Aktie zeitweise einen Anteil von weit über 10% am Fondsvolumen gehabt habe, sei ein großer Teil der Gewinne bereits realisiert worden. Die Aktie bleibe aber vorläufig eine der Top-5 Positionen des Fonds. Seit dem Jahresbeginn verzeichne der Fonds einen Anstieg von 28,8% und könne sich deutlich vom TSX-Venture Vergleichsindex absetzen, der mit 16% im Minus notiere. Das Fondsvolumen wachse im September von 2,9 auf 4,4 Mio. Euro, was sich auch positiv auf die hohen Kosten des Fonds auswirke.

Die Zinssignale aus den USA seit Dezember 2015 würden sich entgegen der Meinung vieler Experten und Analysten positiv auf die Goldpreisentwicklung auswirken. Weitere Zinserhöhungen der Zentralbanken sollten diesen Trend verfestigen. Steigende Zinsen hätten fallende Anleihekurse zur Folge. Anleihen aus Industrieländern mit negativer Verzinsung und Anleihen aus Schwellenländern würden bei steigenden Zinsen keine Käufer mehr finden und unter erheblichen Druck geraten. Da diese Anleihen durch die Zentralbanken aufgefangen werden müssten, würden auch das Geldmengenwachstum und die damit verbundene Liquidität der Märkte erhöht bleiben. Die von den Experten erwartete Flucht aus den Anleihen bei steigenden Zinsen werde wie zwischen 1977 und 1980 zu einem Boom bei den Edelmetallen und Immobilien sowie weitgehend stabilen Aktienmärkten führen. Erst sehr hohe und wieder fallende Zinsen wie nach 1980 seien eine Gefahr für die Edelmetalle.

Grundsätzlich werde erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-"Währungen" schwinde, würden Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe ausweichen. Dabei sei seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stünden die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien sei dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Die seit vielen Monaten vernachlässigten Edelmetallaktien würden teilweise ausgeprägte fundamentale Unterbewertungen zeigen, sodass sich derzeit gute Kaufmöglichkeiten ergeben würden. Längerfristig würden sich zu den Edelmetallmärkten nur wenige Anlagealternativen bieten. Aus fundamentaler Sicht verfüge der Markt für Minenaktien für den Zeitraum 2016 bis 2020 über ein Gewinnpotenzial, das insgesamt dem Potenzial zwischen 1977 und 1980 entspreche. Davon sei seit Anfang 2016 nur ein erster kleiner Teil ausgeschöpft worden und eine Wiederaufnahme der Hausse sei mittlerweile überfällig. (Ausgabe September 2018) (02.10.2018/ac/a/m)





 
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