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So, 27. November 2022, 7:02 Uhr

Equinor

WKN: 675213 / ISIN: NO0010096985

Equinor kommt eine Schlüsselrolle in der Öl- und Gasversorgung zu - Kaufen! Aktienanalyse


01.09.22 17:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Equinor-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Equinor ASA (ISIN: NO0010096985, WKN: 675213, Ticker-Symbol: DNQ, Euronext Oslo-Symbol: EQNR, NASDAQ OTC-Symbol: STOHF) weiterhin zu kaufen.

Trotz der weltweiten Dekarbonisierungsbemühungen dürften Erdöl und Erdgas noch lange Teil des Energiemix bleiben. Die Analysten der RBI würden davon ausgehen, dass der Preis für Brent im Jahr 2022 über 100 USD/Fass bleiben und dann allmählich auf 75 USD/Fass im Jahr 2025 sinken werde.

Die Absicht Europas, die Einfuhr von Erdgas aus Russland schrittweise einzustellen, dürfte die Gaspreise zusätzlich stützen, die nach Einschätzung der Analysten der RBI in den nächsten drei Jahren auf einem hohen Niveau bleiben würden. Dies begünstige die Geschäftsaussichten insbesondere von Equinor, zumal das Unternehmen 40% seines Konzernumsatzes (2021) mit Erdgas (31%) und Flüssiggas (9%) erziele. Des Weiteren seien petrochemische Produkte und hier insbesondere Erdgas für den Übergang hin zu einer saubereren Welt unerlässlich. Vor allem in der Stromerzeugung komme Erdgas zum Ausgleich von Angebotsschwankungen aufgrund des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energien eine wichtige Rolle zu.

Beflügelt vom enormen Anstieg der weltweiten Öl- und Gaspreise, habe Equinor das adjustierte operative Ergebnis im zweiten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr auf USD 17,6 Mrd. mehr als verdreifachen können. Damit habe man die Analystenschätzungen von im Schnitt USD 16,9 Mrd. klar übertroffen. Der Gewinn nach Steuern habe auf USD 5,0 Mrd. ebenfalls mehr als verdreifacht werden können. Der Umsatz sei von USD 17,5 Mrd. auf USD 36,5 Mrd. in die Höhe geschnellt. Die Produktion sei um 1% auf 1,984 Mio. Fass Öläquivalente pro Tag gesunken. Der Durchschnittspreis für die abgesetzten Produkte habe im Jahresvergleich um beachtliche 68% höher gelegen.

Der operative Cash-Flow habe sich im Jahresvergleich um satte 28% auf USD 8,5 Mrd. und der freie Cash-Flow um beachtliche 54% auf USD 7,0 Mrd. erhöht. Bei stabilen Investitionen in Höhe von USD 1,7 Mrd. sei der Verschuldungsgrad ("Gearing") gegenüber dem Vorquartal (Q1 2022) um 0,8% auf minus (!) 38,6% gesunken.

Neben der regulären quartalsweisen Dividende (USD 0,20 je Aktie) zahle Equinor für das zweite und dritte Quartal eine von USD 0,20 auf USD 0,50 je Aktie erhöhte Sonderdividende aus. Das Volumen der Aktienrückkäufe im Gesamtjahr 2022 habe das Management von USD 5 Mrd. auf USD 6 Mrd. erhöht. Im Rahmen der dritten Tranche des aktuellen Rückkaufprogramms sollten bis spätestens 26. Oktober eigene Aktien im Volumen von USD 1,83 Mrd. erworben und dann eingezogen werden.

Equinor investiere kräftig in den Ausbau der erneuerbaren Energien, hier vor allem in Offshore-Windprojekte. Die CO2-Emissionen sollten bis zum Jahr 2030 um 20% und bis 2035 um 40% verringert werden. Im Jahr 2050 wolle man auf Konzernebene CO2-neutral sein. Das Ölfördergeschäft zeichne sich durch eine steigende Effizienz aus: Basierend auf einem Ölpreis von lediglich USD 65 pro Fass solle in den Jahren 2022 bis 2026 bereits ein freier Cash-Flow von insgesamt USD 25 Mrd. erwirtschaftet werden. Die angestrebte Bandbreite für das Verhältnis von Nettoverschuldung zu eingesetztem Kapital liege bei 15% bis 30%.

Die Projekte, welche bis 2030 in Betrieb gehen würden, seien bereits ab einem Ölpreis von USD 35 pro Fass kostendeckend, wobei das Johan Svedrup-Ölfeld mit einem Break-Even von außerordentlich niedrigen USD 15 pro Fass hervorsteche. Mit ihren sehr niedrigen Bereitstellungskosten würden sich die Norweger in puncto Effizienz gegenüber den Mitbewerbern eine Position im Top-Quartil sichern. Aktuell erziele man bereits ab einem Ölpreis von USD 40 pro Fass einen freien Cash-Flow.

Da sich Equinor ausschließlich auf die Förderung konzentriere, profitiere das Unternehmen stärker von der Erholung der Energiepreise. Ein um USD 10 pro Fass höherer Ölpreis steigere den operativen Gewinn um USD 3,2 Mrd.; ein um USD 1 pro MMBtu höherer Gaspreis bringe zusätzlich USD 2,1 Mrd.

Equinors gesicherte Reserven hätten Ende 2021 5.356 Millionen Fass Öläquivalente betragen (2020: 5.260 Mio.). Diese lägen hauptsächlich in Regionen und Ländern mit einem geringen politischen Risiko bzw. stabilen rechtlichen Umfeld (Norwegen: 71%, Eurasien ohne Norwegen: 4%, USA: 12%, Afrika: 3%, Amerika ohne USA: 10%).

Im abgelaufenen Quartal habe Equinor abermals ein äußerst solides Ergebnis verbucht und zeige eindrucksvoll die hervorragenden Ertragsaussichten im Lichte der hohen Energiepreise. Den Aktionären komme dies in Form attraktiver Gewinnausschüttungen zugute. Equinor verfüge über kein eigenes Tankstellennetz und zeichne sich durch eine besonders hohe Ergebnissensitivität auf Öl- und Gaspreisveränderungen aus, weshalb sich die hohen Notierungen stärker als bei anderen Energieunternehmen in höheren Gewinnen manifestieren würden. Des Weiteren komme den Norwegern hier die hohe Profitabilität ihrer Anlagen zugute.

Wegen der Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt sei weiterhin mit höheren Preisen zu rechnen. Equinor komme als alternativer Anbieter in der Versorgung Europas mit Öl und Gas eine wichtige Rolle zu. Insofern würden die Analysten der RBI davon ausgehen, dass die Ertragsaussichten für Equinor langfristig sehr gut bleiben würden. Denn auch im Falle einer hoffentlich bald einkehrenden Waffenruhe in der Ukraine sei im Zuge der von Europa beschlossenen Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen mit einem stärkeren Fokus auf alternative Lieferanten zu rechnen.

Alles in allem ist Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), für die Equinor-Aktie zuversichtlich gestimmt und bestätigt seine "Kauf"-Empfehlung. Die Analysten der RBI würden die nunmehr de-facto schuldenfreie Equinor mit ihren großteils in "sicheren Regionen" liegenden Energiereserven als Qualitätsaktie einschätzen und eine Bewertungsprämie von 10% bei dem mittels Multiple-Ansatz (EV/EBITDA und KGV für die Jahre 2022 und 2023; geschätzte Zahlen würden sich auf Konsensus-Schätzungen beziehen) ermittelten Kursziel von NOK (Norwegische Krone) 437 (zuvor: NOK 411) für gerechtfertigt halten. (Analyse vom 01.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Equinor-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Equinor-Aktie:
38,37 EUR -0,57% (01.09.2022, 17:26)

Euronext Oslo-Aktienkurs Equinor-Aktie:
382,55 NOK -0,04% (01.09.2022, 16:29)

ISIN Equinor-Aktie:
NO0010096985

WKN Equinor-Aktie:
675213

Ticker-Symbol Equinor-Aktie:
DNQ

Euronext Oslo-Symbol Equinor-Aktie:
EQNR

NASDAQ OTC-Symbol Equinor-Aktie:
STOHF

Kurzprofil Equinor ASA:

Equinor ASA (vormals Statoil) (ISIN: NO0010096985, WKN: 675213, Ticker-Symbol: DNQ, Euronext Oslo-Symbol: EQNR, NASDAQ OTC-Symbol: STOHF) ist ein norwegisches Unternehmen, das in der Exploration und Förderung von Öl und Gas aktiv ist. Im norwegischen Kontinentalschelf ist der Konzern der führende Betreiber, aber auch weltweit an den wichtigsten Öl- und Gas-Vorkommen aktiv. Zum Portfolio gehören der Verkauf von Rohöl und Kondensat sowie Erdgas, aber auch die Weiterverarbeitung und die Veredelung.

Darüber hinaus ist der Konzern in der Entwicklung neuer Energieressourcen tätig und unterhält Offshore-Windparks und treibt Vorhaben in der Kohlenstoff-Abscheidung und -Speicherung (CCS) aktiv voran. Letzteres umfasst Bestrebungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen in die Atmosphäre, indem diese abgespalten und in unterirdischen Lagerstätten gespeichert werden. (01.09.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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