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Mi, 28. September 2022, 7:32 Uhr

Erste Group

WKN: 909943 / ISIN: AT0000652011

Erste Group: Q2-Nettogewinn 11% über dem Konsens - Ausblick für 2022 geringfügig angehoben - Aktienanalyse


01.08.22 10:27
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Erste Group-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Bernd Maurer und Jovan Sikimic, Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Erste Group Bank AG (ISIN AT0000652011, WKN: 909943, Ticker-Symbol: EBO, Wiener Börse-Symbol: EBS) unter die Lupe.

Der Q2-Nettogewinn vor AT1-Kupon in Höhe von EUR 688 Mio. habe 11% über dem Konsens und 17% über der RBIe gelegen. Insgesamt würden die Analysten der RBI die GuV-Qualität für Q2 22 für robust halten, da die Kernerträge etwas besser als erwartet ausgefallen seien (wenngleich die Steigerung des Nettoinventarwerts den leichten Rückgang bei den Finanzkennzahlen überkompensiert habe), die Risikokosten in hohem Tempo abgebaut worden seien und sich die Betriebskosten geringfügig verbessert hätten (einschließlich der teilweisen Rückbuchung des SberBank-Beitrags in Q1).

Das Kreditwachstum habe sich auf 11,3% im Jahresvergleich belaufen (besonders starke Unternehmensnachfrage in AT und RO; CZ ebenfalls robust, aber mit Abschwächung bei Hypotheken), während sich der positive Trend bei den Nettomargen um einen Basispunkt im Quartalsvergleich auf 2,15% verlangsamt habe (gegenüber 6 Basispunkten in Q1). F&CI habe sich aufgrund geringerer Investitionen der Kunden erwartungsgemäß verlangsamt.

Die Risikokosten hätten im zweiten Quartal mit -18 Basispunkten im negativen Bereich gelegen (gegenüber 13 Basispunkten im ersten Quartal), was auf die vorherrschenden Auflösungen im Wert von EUR 132 Mio. zurückzuführen sei: Die Freisetzung von Covidbezogenen Overlays im Wert von EUR 280 Mio. sei durch die Buchungen von zyklischen Branchen-Overlays im Wert von EUR 148 Mio. ausgeglichen worden. Die Erste habe noch EUR 500 Mio. an Management-Overlays für Portfolio- und Makroverschlechterungen zur Verfügung.

Was die Kreditqualität betreffe, so habe es im 2. Quartal eine weitere Verbesserung der Stufe 2/NPL-Kredite um 270 bzw. 20 Basispunkte auf 13,9% (Covidreview) bzw. 2,2% gegeben. Das sonstige betriebliche Ergebnis habe die Erwartungen des Marktes und insbesondere der RBIe übertroffen, obwohl in Ungarn ein unerwarteter Steueraufwand von fast EUR 50 Mio. verbucht worden sei.

Die Erste habe die Prognose für 2022 nach geringfügig positiven Änderungen in Q1 leicht angehoben: 1) positive operative Trends, was einen Rückgang der CIR auf weniger als 55% impliziere - bestätigt, 2) NII-Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich (zuvor zumindest im hohen einstelligen Bereich), 3) Nettokreditwachstum im hohen einstelligen Bereich (zuvor im mittleren einstelligen Bereich), 3) mittleres einstelliges Wachstum bei F&CI - bestätigt, 4) Risikokosten von weniger als 20 Basispunkten bei einer erwarteten NPL-Quote von maximal 3, 0% - bestätigt, 5) DPS bei EUR 1,9 nach '> 2021 DPS' zuvor. Insgesamt werde für 2022 erneut eine zweistellige Rendite erwartet. Die Bank plane außerdem, überschüssiges Kapital (>13,5% CET1-Ziel) für M&A-Möglichkeiten und potenzielle Aktienrückkäufe zu nutzen.

Im Hinblick auf die aktuellen russischen Gaslieferungen würden die maximalen Risikokosten in einem Stressszenario ohne Lieferungen in die Region im Jahr 2022 90 Basispunkte und im Jahr 2023 85 Basispunkte erreichen. Das angenommene Rezessionsszenario würde zwischen 5% und 7% BIP-Rückgang für SK, CZ und AT und -3% für die Eurozone liegen. Die NPL würden deutlich unter 4% bleiben und die Gruppe würde alle Kapitalanforderungen übertreffen. Die Kernkapitalquote CET1 (FL) hat sich im Quartalsvergleich um 50 Basispunkte auf 14,2% erholt, was vor allem auf die Einbeziehung der Gewinne von H1 22 und die Erhöhung der Minderheitsanteile zurückzuführen ist, so Bernd Maurer und Jovan Sikimic, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, zur Erste Group-Aktie. (Analyse vom 01.08.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

5. Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen zwölf Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Erste Group-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Erste Group-Aktie:
24,75 EUR -1,20% (01.08.2022, 10:09)

Wiener Börse-Aktienkurs Erste Group-Aktie:
24,71 EUR +0,04% (01.08.2022, 10:10)

ISIN Erste Group-Aktie:
AT0000652011

WKN Erste Group-Aktie:
909943

Ticker-Symbol Erste Group-Aktie:
EBO

Wiener Börse-Symbol Erste Group-Aktie:
EBS

Kurzprofil Erste Group Bank AG:

Die Erste Group (ISIN AT0000652011, WKN: 909943, Ticker-Symbol: EBO, Wiener Börse-Symbol: EBS) wurde 1819 als die "Erste österreichische Spar-Casse" gegründet. Im Jahr 1997 ging sie mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Seither hat die Erste Group mehr als zehn Banken akquiriert und ihre Kundenanzahl von 600.000 auf mehr als 16 Mio. erhöht. Mehr als 99% der Kunden leben innerhalb der Grenzen der EU. Die EU-Mitgliedschaft gibt den Ländern der Region einen stabilen rechtlichen Rahmen, der ihre wirtschaftliche Entwicklung unterstützt.

Gegenwärtig ist die Erste Group einer der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU. Zu den Kernaktivitäten der Erste Group gehören neben der traditionellen Stärke im Privatkundengeschäft auch die Beratung und Unterstützung von Firmenkunden bei Finanzierungs-, Veranlagungs- und Absicherungsfragen sowie beim Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten, Finanzierung des öffentlichen Sektors und Aktivitäten am Interbankenmarkt. (01.08.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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