Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 3. Oktober 2022, 6:42 Uhr

Es bleibt holprig: Typische Gemengelage für hohe Volatilität


06.05.22 12:02
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Die Wall Street wackelt: "Die Märkte bleiben angesichts der Kriegs- und China-Unsicherheiten weiterhin holprig", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

Er rechne "vor allem kurzfristig mit anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Wachstums- und Inflationsfolgen." Greil weiter: "Die Sorgen, dass die Notenbanken zu weit hinter der Kurve sind und die Inflation nicht so schnell oder nur für den Preis von Stagflation oder gar einer Rezession in den Griff bekommen, nehmen zu. Allerdings könnten in der aktuell sehr pessimistisch gestimmten Anlegerschar bereits einzelne positive Nachrichten für Entspannung sorgen - eine typische Gemengelage für hohe Volatilität."

Mit Argusaugen würden nicht nur Investoren auf Montag hinsichtlich der am russischen Nationalfeiertag zu erwartenden Äußerungen von Wladimir Putin blicken - und den Reaktionen des Westens. Zunehmend richte sich auch der Blick nach China, wo die anhaltende "Null-Toleranz"-Politik in Sachen Covid-19 auf immer mehr Widerstand in der Bevölkerung zu treffen scheine.

Makroseitig werde die nächste Woche etwas überschaubarer, wobei zahlreiche Inflationsdaten für April - alle am Mittwoch - im Fokus stünden: vor allem in den USA, aber auch in China sowie mit finalen Preisdaten für diesen Monat in Deutschland. China veröffentliche am Mittwoch auch noch seine Produzentenpreise, so wie die USA am Donnerstag.

Weitere wichtige Daten seien in Deutschland am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen, am Donnerstag das britische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal sowie die dortige Industrieproduktion im März, die am Freitag auch für den Euroraum anstehe. An diesem Tag werde dann das amerikanische Michigan-Verbrauchervertrauen die Datenwoche abschließen. (06.05.2022/ac/a/m)