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Fr, 7. Oktober 2022, 23:38 Uhr

Europäische Börsen starten mit viel Elan in die neue Woche


09.08.22 10:21
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Vor allem die europäischen Börsen konnten gestern mit viel Elan in die neue Woche starten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Für positive Impulse hätten dabei zunächst Handelsdaten aus China gesorgt, das seine Ausfuhren im Juli - stärker als erwartet - um 18% habe steigern können. Die chinesische Wirtschaft habe sich offensichtlich in einem beeindruckenden Tempo von den Covid-Lockdowns erholt. Ein kleiner Wermutstropfen sei allerdings das hinter den Vorhersagen gebliebene Wachstum der chinesischen Importe gewesen, das auf eine schwache Inlandsnachfrage gedeutet habe. Jedenfalls sei die Furcht der Anleger vor einem weiteren sehr großen Zinsschritt in den USA gestern wieder ein wenig abgeflaut. Ein überraschend starker US-Arbeitsmarkt habe ja noch am Freitag die Zinsfantasien angeheizt und die Aktienmärkte belastet. So hätten praktisch sämtliche namhaften Aktienindices Europas solide im Plus geschlossen.

In der Folge seien auch die US-Börsen am Montag mit anfänglichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Diese hätten sie jedoch im weiteren Handelsverlauf nur bedingt halten können. Im Technologiesektor habe letztlich ein enttäuschender Quartalsumsatz von NVIDIA (ISIN: US67066G1040, WKN: 918422, Ticker-Symbol: NVD, NASDAQ-Symbol: NVDA) doch stärker auf die Stimmung gedrückt und der NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) habe bis zur Schlussglocke 0,37% verloren, während der Dow Jones Industrials (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) sich hartnäckig im Plus habe halten können und um 0,09% höher geschlossen habe. Auch in den USA sei zum Wochenauftakt das Thema Geldpolitik etwas weniger im Fokus gestanden. Doch schon am morgigen Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank FED zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann würden nämlich die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni sei die Teuerung in den USA auf 9,1% gestiegen - und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

In Asien zeige sich heute die Mehrheit der Aktienindizes klar fester. Die stärksten Zuwächse würden in Hongkong mit fast einem Prozent verzeichnet; die einzig negative Ausnahme unter den etablierten Indizes bilde der TOPIX in Tokio mit einem Minus von rund 0,7%. Die ganz großen Impulse seien heute nicht zu erwarten. Neben einigen wenigen Quartalszahlenausweisen von Unternehmen seien Konjunkturdaten erst recht Mangelware.

Am Rohstoffmarkt würden sich die Ölpreise nach deren Absturz in der Vorwoche halbwegs stabilisiert zeigen. Heute Morgen handele das Fass der Nordseesorte Brent bei etwas mehr als USD 96. Auch der Goldpreis zeige sich stabil bei etwa USD 1.785 je Feinunze. Wenig Bewegung gebe es auch beim Bitcoin. Dieser hadere weiterhin mit der Marke von USD 24.000. (09.08.2022/ac/a/m)




 
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