Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 5. Oktober 2022, 7:36 Uhr

Europäische Wachstumseintrübung wird unterschätzt


22.04.22 15:17
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Die Folgen des Krieges und der coronabedingten Einschränkungen in China belasten die Weltkonjunktur, so die Experten von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Europas Konjunktur - insbesondere im Euroraum und speziell in Deutschland - wird unserer Meinung nach mehr als viele erwarten unter den Kriegs- und China-Covid-Folgen leiden", sage Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: "Wir gehen für den Euroraum in diesem Jahr nur von 1,9% Wirtschaftswachstum aus." Greil weiter: "Natürlich hängt der Trend stark von der Dauer des Krieges und der chinesischen Einschränkungen sowie ihren vielfältigen Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte inklusive Engpässen bzgl. Zulieferthemen ab - es deutet aber einiges darauf hin, dass die Probleme noch länger anhalten werden."

Am Montag werde erst mal das ifo-Geschäftsklima die aktuelle Einschätzung der deutschen Unternehmen zu der Geschäftslage und -erwartungen zeigen. Am Mittwoch folge das deutsche GfK-Konsumklima. Die EU-Kommission werde am Montag ihre wohl spürbar reduzierten Wirtschaftsprognosen vorlegen, bevor am Donnerstag das sogenannte Wirtschaftsvertrauen für den Euroraum die Eintrübung bestätigen dürfte. Am meisten Aufmerksamkeit sollten allerdings die vorläufigen April-Inflationszahlen erhalten, die am Donnerstag für Deutschland und am Freitag für den gesamten Euroraum veröffentlicht würden, bevor am Freitag jeweils Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal die europäische Datenwoche abrunden würden.

In den USA stehe am Dienstag das Verbrauchervertrauen für April im Fokus, zusammen mit den Industrieaufträgen für langlebige Wirtschaftsgüter im März. Am Donnerstag würden auch in Amerika die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im Startquartal folgen, bevor am Freitag Kerninflationszahlen sowie Einkommens- und Konsumdaten publiziert würden. Und während sich in Japan die Blicke vor allem auf Donnerstag mit der Sitzung der Bank of Japan richten würden, stünden am Freitag und Samstag in China die wichtigsten Einkaufsmanagerindices für den aktuellen Monat an. (22.04.2022/ac/a/m)