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Mi, 30. November 2022, 22:07 Uhr

Europas Aktienmärkte knüpfen weitgehend an Rückschläge vom Vortag an - US-Börse leicht erholt


15.09.22 08:54
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Europas Aktienmärkte knüpften gestern weitgehend an die Rückschläge vom Vortag an, als die unerwartet hartnäckige US-Inflation die Anleger kalt erwischt hatte, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Überdies hätten schwache Versorger- und Industrietitel belastet, zumal die EU-Kommission Europas Verbraucher mit radikalen Maßnahmen bei den hohen Energiepreisen entlasten wolle. Nach einem nun vorgestellten Gesetzesvorschlag sollten Energiefirmen einen Teil ihrer zuletzt stark gestiegenen Gewinne abgeben. Während der EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) nur gut 0,5% tiefer geschlossen habe, sei etwa der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) um weitere 1,2% abgerutscht.

Im Gegensatz zu ihren europäischen Pendants hätten sich die US-Börsen im Handelsverlauf vom Inflationsschock und den hohen Kursverlusten des Vortages mehr und mehr erholen können. Der Dow Jones Industrials (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) habe mit leicht positivem Vorzeichen 0,1% höher geschlossen, der breiter aufgestellte S&P 500 habe um 0,34% zugelegt und der technologielastige NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) gar um 0,84%. Dessen als besonders zinsabhängig geltende Technologiewerte seien am Vortag regelrecht eingebrochen. Sie hätten besonders stark darunter gelitten, dass die US-Notenbank FED bei ihren geldpolitischen Straffungen offenbar durch die anhaltend hohe US-Inflation unter Druck bleibe.
Weiter unter Druck bleibe im Lichte der gestiegenen Zinsängste bzw. auch als Folge des nunmehr wieder festeren US-Dollars der Goldpreis. Gemessen an der Feinunze sei dieser weiter zurückgefallen und notiere heute Morgen nur mehr bei etwa USD 1.688. Vergleichsweise stabil halte sich hingegen der Ölpreis, der weiter um die USD 94 notiere. Auch der Euro haltesich nun vorerst gegenüber dem US-Dollar im Bereich der Parität. Ähnliches gelte für den Bitcoin, der sich knapp über USD 20.000 halten könne.

Die Börsen in Asien würden heute Morgen uneinheitlich notieren: Hongkong und Tokio im Plus; Shanghai, Seoul und Mumbai eher im Minus. Die vorbörslichen Indikationen in Europa würden hingegen für den Handelsauftakt in unseren Breiten marginal höhere Kurse erwarten lassen. Am Nachmittag würden wichtige Daten zur US-Konjunkturentwicklung veröffentlicht. Außerdem gebe Adobe (ISIN: US00724F1012, WKN: 871981, Ticker-Symbol: ADB, NASDAQ-Symbol: ADBE) Einblicke in sein Geschäftsgebaren des abgelaufenen Quartals. (15.09.2022/ac/a/m)



 
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