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WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027

Facebook: Taumelt die Aktie in die Krise? Aktienanalyse


15.10.18 11:05
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Facebook: Taumelt die Aktie in die Krise? Aktienanalyse

Florian Spichalsky von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Social Media-Anbieters Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ Ticker-Symbol: FB) unter die Lupe.

Seit dem 26. Juli - jenem Tag, an dem Facebook die Ergebnisse des zweiten Quartals präsentierte - habe das Unternehmen 174 Mrd. USD an Marktkapitalisierung verloren. Allein 120 Mrd. USD seien es innerhalb eines einzigen Tages gewesen, Zuckerbergs schwarzem Donnerstag, an dem die Aktie nachbörslich mit einem Sturz von zeitweise 23% reagiert habe. Autsch. Nach dem Absturz hätten sich die Wertpapiere bis dato nicht erholen können. Im August habe es zwar so ausgesehen, als würde sich der Anteilsschein bei rund 172 USD einpendeln und für etwas Ruhe bei den Kaliforniern sorgen, aber weit gefehlt: Bis 158 USD sei die Aktie bereits durchgereicht worden und die Talfahrt gehe weiter - anschnallen bitte.

Am 30. Oktober werde Zuckerberg den dritten Quartalsbericht des weltgrößten Onlinenetzwerkes vorstellen. Anleger interessiert: Steige oder falle die Aktie weiter? Bereits im vergangenen Juli habe Facebook erstmals seit zwölf Quartalen in Folge nicht die Analystenprognosen übertreffen können. Während sich Gewinn pro Aktie noch im Rahmen der Börsenerwartungen bewegt habe, hätten sich die Umsätze und Nutzerzahlen schwächer als prognostiziert entwickelt. Schon jetzt sage der Finanzchef David Wehner ein Umsatzwachstum voraus, das im kommenden Quartal bei nur noch etwa 20% liegen solle und somit erneut unter den Erwartungen der Wall Street bliebe. Weitere Kursverluste wären die Folge.

Als wären das nicht schon genug Probleme, mit denen der Konzern derzeit zu kämpfen habe, schliddere Facebook direkt in den nächsten Datenskandal, dabei seien die Untersuchungen im Falle Cambridge Analytica noch nicht einmal abgeschlossen. Amerikanischen Medienberichten zufolge könnte die irische Datenschutzbehörde DPC Facebook eine saftige Strafe aufbrummen, weil das Unternehmen die Daten seiner Nutzer nicht ausreichend geschützt haben solle. Die Behörde habe mitgeteilt, dass sich die Untersuchung insbesondere darauf konzentriert hätten, ob sich die soziale Netzwerkplattform an die vor kurzem verschärften Datenvorschriften, gehalten habe. Im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung drohe dem Netzwerk nun eine Strafe von bis zu 4% des Jahresumsatzes, also 1,6 Mrd. bei einem Umsatz von rund 40 Mrd. USD im Jahr 2017.

Facebook habe mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer vollen Zugriff auf rund 50 Mio. Nutzer-Accounts erlangt hätten. Weniger als 10% der betroffenen Konten würden Nutzern aus der Europäischen Union gehören, habe die Datenschutzbehörde aus Irland kurze Zeit später getwittert. Mithilfe sogenannter Zugriffstoken, die eine Anmeldung ohne Passwort erlauben würden, sei der Zugriff möglich gewesen. Laut dem weltgrößten Onlinenetzwerk würde die Ursache für den Hack in einer Kette von drei Programmierfehlern rund um die Funktion "Anzeigen aus Sicht von", die es Usern erlaube, das eigene Profil aus Sicht anderer Nutzer zu sehen, liegen. Allerdings seien die Login-Daten nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt worden: "Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, dass sich die Hacker mit Hilfe des Facebook-Logins Zugang zu anderen Apps verschafft haben", habe der für die Sicherheit zuständige Facebook-Manager Guy Rosen mitgeteilt.

Doch es könnte noch schlimmer kommen: Falls die irischen Datenschützer das Netzwerk nicht nur zu einer Geldstrafe verdonnern, sondern auch das unbegrenzte Sammeln von Daten untersagen würden, wären die ökonomischen Folgen dramatisch. Denn zielgenaue Werbung - das Erfolgskonzept der Plattform - würde dadurch erschwert.

Wachstumspotenziale würden Experten vor allem bei den von Facebook aufgekauften Unternehmen Oculus Rift und Instagram sehen. Auch der digitale Fotodienst wirke als Stabilisator der Facebook-Aktie. Das sich verändernde Nutzungsverhalten der jungen Generation schade zwar einerseits der Mutterplattform selbst, spiele Instagram aber in die Karten. Während die Zahl der monatlich aktiven Nutzer Ende 2017 bei rund 600 Mio. gelegen habe, seien es mittlerweile über eine Mrd. Zudem habe das Unternehmen ein Update angekündigt, dass Produktkäufe mithilfe eines einfachen Klicks möglich machen solle. Laut der 100%-igen Facebook-Tochter würden derzeit rund 90 Mio. Nutzer auf Produktfotos klicken, um weitere Informationen zu bekommen. Ergo: Das Shopping-Feature dürfte gut angekommen.

Ungeachtet der Skandale und verfehlten Erwartungen sei Facebook weiterhin eine Geldmaschine: So sei der Umsatz im Quartal bis Ende Juni im Jahresvergleich um 42% auf 13,23 Mrd. USD gestiegen, während der Gewinn um 31% auf 5,1 Mrd. USD zugenommen habe. Kurzum: Das Unternehmen stehe auf einem finanziell stabilen Fundament. Keine Schulden, hoher Cashflow. Damit lasse sich arbeiten. Der Konzern besitze mit all seinen Plattformen großes Wachstumspotenzial. So würden Oculus Rift, Instagram und WhatsApp die Facebook-Aktie relativ stabil halten. Zumindest vorerst. Doch präsentiert Mark Zuckerberg am 30. Oktober Zahlen, die weit unter den Erwartungen der Analysten liegen, droht der nächste Absturz, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Analyse vom 11.10.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Facebook-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Facebook-Aktie:
131,50 EUR -0,98% (15.10.2018, 10:13)

XETRA-Aktienkurs Facebook-Aktie:
132,90 EUR (12.10.2018)

NASDAQ-Aktienkurs Facebook-Aktie:
USD 153,74 +0,25% (12.10.2018)

ISIN Facebook-Aktie:
US30303M1027

WKN Facebook-Aktie:
A1JWVX

Ticker-Symbol Facebook-Aktie Deutschland:
FB2A

NASDAQ Ticker-Symbol Facebook-Aktie:
FB

Kurzprofil Facebook Inc.:

Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ Ticker-Symbol: FB) ist ein US-Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Der Gesellschaft gehört das soziale Netzwerk Facebook. Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Börse. Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos, die Einnahmen bringt vor allem das Werbegeschäft. In den USA hat Facebook den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung. Unternehmensplänen zufolge sollen künftig aber auch neue E-Commerce-Angebote in den Dienst integriert werden. (15.10.2018/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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