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Sa, 3. Dezember 2022, 7:35 Uhr

G6-Projekt Hexa-X bringt Schub für europäische Technologie-Unternehmen


27.04.21 11:35
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften hängt entscheidend von deren Digitalisierungskompetenzen ab, Marc Decker, Leiter Fondsmanagement der Merck Finck a Quintet Private Bank.

Vor diesem Hintergrund komme dem jetzt auf europäischer Ebene gestarteten Hexa-X-Projekt eine Schlüsselrolle zu. Es habe das Potenzial, dem europäischen Technologiesektor einen gehörigen Schub zu verleihen und sollte daher auch von Investoren genau im Auge behalten werden.

Hexa-X sei eine von der europäischen Kommission geförderte Flaggschiffinitiative zur Entwicklung und Implementierung des 6G-Mobilfunkstandards. An ihr seien gegenwärtig 25 europäische Unternehmen wie etwa Nokia, Ericsson, Orange oder Siemens sowie verschiedene wissenschaftliche Forschungseinrichtungen wie z.B. die TU Dresden und die TU Kaiserslautern beteiligt. Noch sei das Projekt in der Startphase. Eine fundierte Chancen/Risiken-Analyse falle also noch schwer. Es zeichne sich jedoch ab, dass unterschiedliche Unternehmen des Tech-Sektors für das Projekt eine wichtige Rolle spielen würden.

Das gelte unter anderem für den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Da die Rechenleistung und die neuronalen Netze immer besser würden, wäre es nicht verwunderlich, wenn die künftigen 6G-Netze mit Hilfe von KI gesteuert würden, um eine maximale Effizienz zu erreichen. Insbesondere dem Machine Learning komme dabei eine große Bedeutung zu. Aber auch Know-how etwa in den Bereichen Datenverarbeitung, Netzwerkarchitektur oder Computing seien gefragt, um eine überlegene Leistung zu erzielen.

Zudem würden so genannte "Digitale Zwillinge" immer wichtiger, wenn es um den Bau und die Wartung eines komplexen Infrastruktursystems gehe. Ein Digitaler Zwilling stelle eine identische Nachbildung des fertigen Produkts dar, die es Unternehmen ermögliche, die Effizienz durch vorausschauende Analyse zu steigern. Dieses Vorgehen könne in manchen Fällen auch Fehlfunktionen von Teilen erkennen, bevor sie auftreten würden. Dies werde entscheidend sein, da Unternehmen im Wettbewerb um Kosten und Effizienz stünden.

Insgesamt biete das Hexa-Projekt ein breites Handlungsfeld, auf dem sich europäische Tech-Unternehmen profilieren könnten. Dies schaffe Chancen auch für Anleger, wenn sie frühzeitig auf den Zug aufspringen würden. (27.04.2021/ac/a/m)