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Sa, 15. Mai 2021, 1:37 Uhr

GameStop

WKN: A0HGDX / ISIN: US36467W1099

GameStop: Zockten Bafin-Mitarbeiter auch mit diesen Aktien? Aktienanalyse


11.04.21 17:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - GameStop-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Das Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt im aktuellen "Börsen.Briefing" die Aktie des Videospielhändlers GameStop Corp. (ISIN: US36467W1099, WKN: A0HGDX, Ticker-Symbol: GS2C, NYSE-Ticker-Symbol: GME) unter die Lupe.

Der Wirecard-Skandal sei noch nicht verdaut, da würden neue Vorwürfe auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einprasseln. Mehrere Mitarbeiter der Behörde sollten nach dem im Herbst ausgesprochenen Spekulationsverbot mit verschiedenen Aktien gezockt haben - darunter GameStop und AMC Entertainment. Wissenschaftler würden derweil eine größere Unabhängigkeit vom Finanzministerium empfehlen.

Die Nachrichtenagentur dts melde am Sonntag, dass die Finanzaufsicht BaFin in zwei Fällen untersuche, ob Mitarbeiter unerlaubt spekulative Geschäfte mit GameStop- und AMC Entertainment-Aktien getätigt hätten.

Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Linken-Finanzpolitikers Fabio de Masi hervorgehe, hätten offenbar vier BaFin-Mitarbeiter in der Zeit zwischen 1. September 2020 und 10. Februar 2021 insgesamt 23 Mal GameStop-Aktien ge- oder verkauft. Außerdem seien sechsmal AMC Entertainment-Aktien gehandelt worden, berichte das "Handelsblatt".

In den untersuchten Zeitraum falle die erste Welle des spektakulären Schlagabtauschs zwischen den über Reddit bzw. WallStreetBets gut organisierten Kleinanlegern und Hedgefonds an den Börsen. Die Kurse mehrerer Aktien - v.a. GameStop - seien damals erst jäh in die Höhe getrieben worden worden. In der Folge seien sie wieder massiv abgesackt.

"In insgesamt zwei Fällen (zwei Personen) prüft die BaFin, ob angezeigte private Finanzgeschäfte als spekulativ einzuordnen sind", heiße es in der Antwort des Bundesfinanzministeriums (BMF) auf die Anfrage. "Dies wäre aus Sicht der BaFin nicht hinnehmbar." Anzeichen für Insidergeschäfte lägen der BaFin jedoch bislang nicht vor.

Spekulative Geschäfte seien seit dem 16. Oktober 2020 für BaFin-Mitarbeiter nicht mehr erlaubt. Nach Auskunft der Behörde würden Aktiengeschäfte als spekulativ gelten, wenn An- und Verkauf innerhalb von weniger als 30 Tagen erfolge und wenn es bei dem Finanzgeschäft um kurzfristige Kursgewinne statt um langfristige Vermögensbildung gehe.

Laut Wissenschaftlern schade die Abhängigkeit vom Finanzministerium der BaFin. Das Leibnitz-Institut für Finanzmarktforschung (Safe) empfehle eine größere Unabhängigkeit der wegen des Wirecard-Bilanzskandals in Verruf gekommenen Finanzaufsicht. "Die Neuaufstellung der BaFin als unabhängige Behörde wäre ein klares Signal an die Kapital- und Finanzmärkte in Deutschland und Europa und würde dem enormen Reputationsverlust nach Wirecard und aktuell nach der Insolvenz der Greensill Bank entgegenwirken", zitiere die Nachrichtenagentur Reuters Safe-Direktor Jan Pieter Krahnen.

Experten zufolge habe die BaFin in der Causa Wirecard weitgehend versagt. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss versuche derzeit zu klären, welche Fehler Regierung und Behörden genau gemacht hätten. Früheren Angaben des Finanzministeriums zufolge habe es in dem Fall keine Weisungen an die BaFin gegeben. Sie habe unabhängig arbeiten können.

Die Wissenschaftler würden konkret vorschlagen, das Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG) zu ändern. Dadurch könnte die Wertpapieraufsicht von Weisungen des Ministeriums entbunden werden. Stattdessen sollte sie sich gegenüber dem Bundestag rechtfertigen müssen. Außerdem sollten zwei internationale Vertreter in den Verwaltungsrat der BaFin berufen werden.

Im Ausland sei eine derartige Abhängigkeit von der Regierung "äußerst unüblich", habe Ann-Katrin Kaufhold, Professorin für Staats- und Verwaltungsrecht an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, gesagt. In den USA habe die Regierung beispielsweise keine rechtliche Möglichkeit, einzelne Aufsichtsverfahren oder Entscheidungen der SEC zu beeinflussen, so das Anlegermagazin "Der Aktionär" im aktuellen "Börsen.Briefing". (Analyse vom 11.04.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze GameStop-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs GameStop-Aktie:
132,90 EUR -6,93% (09.04.2021, 22:26)

NYSE-Aktienkurs GameStop-Aktie:
158,36 USD -6,99% (09.04.2021, 22:10)

ISIN GameStop-Aktie:
US36467W1099

WKN GameStop-Aktie:
A0HGDX

Ticker-Symbol GameStop-Aktie:
GS2C

NYSE-Ticker-Symbol GameStop-Aktie:
GME

Kurzprofil GameStop Corp.:

GameStop Corp. (ISIN: US36467W1099, WKN: A0HGDX, Ticker-Symbol: GS2C, NYSE-Symbol: GME) ist ein Einzelhändler für Omnichannel-Videospiele. Das Unternehmen vertreibt Videospielhardware, physische und digitale Videospielsoftware, Videospielzubehör sowie mobile und Unterhaltungselektronikprodukte und andere Waren über seine Stores GameStop, EB Games und Micromania. (11.04.2021/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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