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Mo, 8. August 2022, 14:35 Uhr

Globale Aktienmärkte: Weiterhin eher richtungsloser Handel erwartet


20.04.22 14:56
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Es hat den Anschein, dass sich die Aktienmärkte aktuell in einem Meinungsbildungsprozess hinsichtlich der Vielzahl an Belastungsfaktoren befinden, denen sie sich momentan ausgesetzt sehen, so die Analysten der National Bank AG.

Dieser Prozess scheine noch nicht abgeschlossen zu sein und erkläre die Schaukelbörse, die gegenwärtig zu beobachten sei. Hinzu komme eine eher umsatzschwache Zeit rund um das Osterwochenende aufgrund vielzähliger Urlaubsabwesenheit.

Der andauernde Krieg in der Ukraine, bei dem kein Ende in Sicht sei, und die markante Zinswende in den USA würden sicherlich die Hauptbelastungsfaktoren für die globalen Aktienmärkte verkörpern. Zudem kämen die noch nicht absehbaren Auswirkungen der extrem strikten Corona-Politik in China, wo wochenlange Lock-Downs zentraler Wirtschaftsmetropolen Bremsspuren in der Weltwirtschaft hinterlassen würden. Wie stark diese ausfallen würden, sei allerdings noch nicht absehbar.

Es sei aber angesichts der dortigen aktuellen Fallzahlen zu erwarten, dass die Einschränkungen noch länger anhalten würden. Dies sei keine gute Nachricht angesichts der ohnehin schon vorhandenen Lieferkettenproblematik. Es sollte aber auch nicht übersehen werden, dass die chinesische Regierung jederzeit mit umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen auf eine Corona-induzierte Konjunktureintrübung reagieren könnte, wie dies in der Vergangenheit bereits des Öfteren schon passiert sei.

Die nunmehr beginnende Quartalssaison in den USA, aber wegen der Kriegsnähe im Besonderen auch in Europa, werde aufgrund der Kriegsauswirkungen auf die Unternehmenslandschaft mit großer Spannung von den Investoren verfolgt werden. Insbesondere die Ausblicke würden mit großer Aufmerksamkeit seziert werden. Es sei aber zu erwarten, dass diese in der Mehrzahl sehr vage bleiben würden, da gegenwärtig auch in der Unternehmenslandschaft eine hohe Unsicherheit vorherrsche. Von der Unternehmensseite in ihrer Gesamtheit seien daher in den nächsten Wochen eher geringe Impulse zu erwarten.

Es sei jedoch zu erwarten, dass der eher richtungslose Handel an den globalen Aktienmärkten weiter andauern werde. Für eher sinkende Notierungen spreche die Vielzahl an skizzierten Belastungsfaktoren. Aus denen würden sich aber auch Hoffnungsschimmer für die Aktienmärkte ergeben, da Aktien als sehr gute Absicherung gegen hohe Inflationsraten angesehen würden und daher bei vielen institutionellen Investoren weiter weit oben auf der Kaufliste stünden. Weiterhin seien die Analysten überzeugt, dass gerade der US-Aktienmarkt fortdauernd gute Anlagemöglichkeiten biete, nicht nur, aber auch wegen der größeren räumlichen Entfernung zum Kriegsgeschehen in Europa. (20.04.2022/ac/a/m)