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Sa, 2. Juli 2022, 12:29 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldkommentar: Geopolitische Unruhen stärken Argumente für Gold


17.03.22 19:35
VanEck

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - "In der Vergangenheit waren geopolitische Unruhen ein kurzfristiger Treiber für den Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515)", sagt Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege bei VanEck, in seinem aktuellen Goldkommentar.

"Geopolitische Faktoren haben für Gold selten längerfristig Bestand, da sich die Welt auf neue Realitäten einstellt. Der Krieg in der Ukraine hat jedoch größere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und das Finanzsystem als jeder andere regionale Konflikt der letzten Zeit."

Nach 18 Monaten glanzlosen Handels und abgesehen von der Ukraine scheine sich die Stimmung für Gold aus mehreren Gründen zu verbessern:

- Technisch gesehen habe Gold seit seinem Höchststand von 2.075 US-Dollar im Jahr 2020 bereits ein halbes Dutzend Ausbruchsversuche hinter sich, die jedoch gescheitert seien. Endlich seien nun ein bestätigter Ausbruch und ein positiverer Charttrend in Sicht.

- Die Anleger hätten die Wirksamkeit von Gold infrage gestellt, da es bei steigender Inflation zu kämpfen gehabt habe. Die jüngsten Kursbewegungen würden keinen Zweifel daran lassen, dass Gold als sicherer Hafen funktioniere. Die Experten seien der Meinung, dass es auch bei einer anhaltenden Inflation im Jahr 2022 seine Rolle als Inflationsabsicherung spielen werde.

- Seit etwas mehr als einem Monat würden börsengehandelte Goldbarrenprodukte die stärksten Zuflüsse seit dem Höchststand von Gold im August 2020 verzeichnen. Dies deute auf eine Rückkehr der starken Anlegernachfrage hin.

Dazu komme: Die US Federal Reserve Bank (die FED) habe nun einen Zinserhöhungszyklus eingeleitet, um die Inflation zu senken, die in den USA im Januar auf eine Jahresrate von 7,5 Prozent für den Verbraucherpreisindex und auf 9,7 Prozent für den Erzeugerpreisindex gestiegen sei. Die FED sei jetzt "hinter der Kurve", weil sie das ganze Jahr 2021 damit verbracht habe, die Märkte davon zu überzeugen, dass die Inflation "vorübergehend" sei, anstatt mit geeigneten Maßnahmen sicherzustellen, dass die Inflation nicht zu weit von ihrem 2-Prozent-Ziel abweiche. "Zum jetzigen Zeitpunkt besteht ein erhebliches Risiko, dass sich weder das Wirtschaftswachstum noch die Inflation sehr weit in die von der FED gewünschte Richtung entwickeln werden," so Foster. "Im Jahr 2023 wird die Wirtschaft ohne weitere staatliche Zuwendungen auf sich allein gestellt sein, vermutlich mit der zusätzlichen Belastung durch wesentlich höhere Zinssätze. Darüber hinaus könnten die radikalen Veränderungen in der geopolitischen Landschaft neue Wachstumshemmnisse schaffen."

Es sei umstritten, ob die Inflation längerfristig anhalte. "Sollte die FED gezwungen sein, ihr Zinserhöhungsprogramm vorzeitig zu beenden, um die Wirtschaft zu retten, könnte die Inflation hoch bleiben", sage Foster. "Im Gegensatz zu früheren nachfragebedingten Inflationszyklen beruht der derzeitige Zyklus zudem zu einem großen Teil auf Problemen in der Lieferkette. Eine restriktive Politik senkt die Inflation, indem sie auf breiter Front Nachfrage vernichtet. Die FED verfügt jedoch weder über Instrumente zur Bewältigung von Angebotsproblemen, noch kann sie dem kriegsbedingten Preisdruck bei Rohstoffen und anderen Produkten entgegenwirken." (Ausgabe 03/2022) (17.03.2022/ac/a/m)





 
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