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Fr, 27. Januar 2023, 23:33 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldpreis in Konsolidierung, Basismetalle mit positiver Jahresbilanz


04.01.18 11:51
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Nach einem Rücksetzer im Vorfeld des FED-Meetings im Dezember des vergangenen Jahres legten alle Rohstoffe noch einmal zu und schlossen das vergangene Jahr positiv ab, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Für Gold habe 2017 im Zeichen der Konsolidierung gestanden. Dank einer starken Jahresendrally habe das gelbe Metall allerdings noch einmal Gewinne verbuchen und sich von seinem zwischenzeitlichen Fünf-Monats-Tief um 1.238 US-Dollar pro Feinunze im Dezember wieder erholen können. Letztlich habe Gold das Jahr bei einem Kurs von 1.302 USD pro Feinunze beendet und die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD geknackt. Damit habe Gold auf Jahressicht ein Plus von 13,1 Prozent erreicht.

"Aufgrund des schwächelnden Dollars ist der Goldpreis auf Euro-Basis allerdings nicht gestiegen, bzw. sogar leicht gefallen", schränke Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH, ein. "Im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Immobilien oder Aktien bleibt Gold von seinen Höchstständen um ca. 1.900 USD pro Feinunze noch ein ganzes Stück entfernt. Dass die aktuelle Phase der Konsolidierung entsprechend länger anhält, ist insofern nachvollziehbar. Das bedeutet aber auch, dass im Bereich der Edelmetalle noch ein großes Gewinnpotenzial vorhanden ist", sage Siegel.

Silber habe sich im vergangenen Jahr hingegen weniger deutlich als sein großer Bruder Gold bewegt. Das weiße Metall habe auf Jahressicht nur ein kleines Plus von 3,9 Prozent verzeichnet und mit 16,93 USD pro Feinunze geschlossen. "Bemerkenswert ist, dass der Silberpreis deutlich weniger gestiegen ist als Gold. Das deutet darauf hin, dass das spekulative Interesse im Markt im abgelaufenen Jahr weniger ausgeprägt war", sage Siegel. "Sollte Gold den Aufwärtstrend auch im neuen Jahr fortsetzen, ist es aber wahrscheinlich, dass Silber sichtbar aufholt", ergänze Siegel.

Platin habe im abgelaufenen Jahr eine Achterbahnfahrt hingelegt und sei im Dezember auf ein Jahrestief von 882 USD pro Feinunze gefallen. Letztlich habe das Industriemetall aber dank einer Rally im Nachgang des FED-Meetings im Dezember mit 931 USD pro Feinunze geschlossen und komme damit auf Jahressicht auf ein Plus von 2,9 Prozent. Palladium, das im September erstmals seit 2001 Platin wieder habe überholen können, habe das Jahr mit 1.064 USD pro Feinunze beendet. Somit sei das Industriemetall in den vergangenen zwölf Monaten mit einem beeindruckenden Plus von 50,2 Prozent geklettert.

"Entgegen mancher Erwartung haben sich der Platin- und Palladiumpreis im vergangenen Jahr nicht wieder angenähert. Letztlich sind für die Preisentwicklungen auf diesem Markt nur wenige Produzenten und Händler verantwortlich. Fundamentale Entwicklungen, wie eine verstärkte Palladium-Nachfrage aus der Automobilindustrie, spielen im Gegensatz zum Verhalten der Investoren nur eine untergeordnete Rolle", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten insgesamt unaufgeregte zwölf Monate erlebt und ähnlich wie zu Jahresbeginn geschlossen. "Das Interesse im Markt war im vergangenen Jahr nicht besonders groß. Nach einem sehr starken 2016 stand 2017 im Zeichen der Konsolidierung", sage Siegel.

Nach teilweise durchwachsenen ersten sechs Monaten hätten alle Basismetalle zum Ende des Jahres nach oben tendiert und ausnahmslos im positiven, zweistelligen Bereich geschlossen. Zink (+33,3 Prozent) habe das Jahr knapp unter seinem 10-Jahres-Hoch des vergangenen Novembers beendet. Jahressieger sei Aluminium (+34,4 Prozent) gewesen. "Bei Aluminium ist ein sehr hoher Teil der Produktionskosten auf die Energierohstoffpreise zurückzuführen - werden diese teurer, steigt auch der Aluminiumpreis. Da Öl als wichtigster Energierohstoff jüngst anzog, haben Aluminiumproduzenten entsprechend reagiert und ihre Preise ebenfalls angehoben", sage Siegel.

Kupfer (+31,4 Prozent) habe am letzten Handelstag des Jahres 2017 seinen höchsten Stand seit 2014 erreicht. Nickel (+28,9 Prozent) und Blei (+24,3 Prozent) hätten auf Jahressicht ebenfalls zugelegt. "Insgesamt verdeutlichen diese Zahlen, dass sich die Weltkonjunktur grundsätzlich in einer guten Verfassung befindet. Die Kapazitätsauslastungen sind gut und die Kreditvergabe profitiert vom niedrigen Zinsniveau", erkläre Siegel abschließend. (04.01.2018/ac/a/m)




 
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