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Mi, 7. Dezember 2022, 12:25 Uhr

Grammer

WKN: 589540 / ISIN: DE0005895403

Grammer-Aktie: Heiße Erholungs-Wette! Aktienanalyse


14.09.15 07:31
Frankfurter Börsenbrief

Detmold (www.aktiencheck.de) - Grammer-Aktienanalyse der Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief":

Die Aktie des Automobilzulieferers Grammer AG (ISIN: DE0005895403, WKN: 589540, Ticker Symbol: GMM) ist reif für die technische Gegenbewegung, so die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" in einer aktuellen Aktienanalyse.

Auch dieser "fahrzeugnahen" Aktie habe die jüngste Branchen-Schwäche eine Breitseite verpasst: Vom diesjährigen Hoch bei über 38 EUR sei die Aktie auf weniger als 20 EUR in den Boden gerammt worden. Natürlich gehöre eine gesunde Portion Überwindung dazu, sich gegen einen solchen Schwäche-Trend zu stellen. Aufsichtsratschef Dr. Klaus Probst scheine da weniger Berührungsängste zu haben, denn er sei in den vergangenen Monaten munter auf Kauftour gewesen, wenn auch rückblickend etwas zu früh. Gem. Daten der BaFin habe Probst im Zeitraum vom 18.06. bis zum 12.08. insgesamt 15.000 Grammer-Aktien im Gesamtvolumen von etwa 374,5 TEUR gekaufte. Durchschnittspreis dabei grob 25 EUR.

Probst sollte man durchaus ernst nehmen, schließlich habe er von 2002 bis zur diesjährigen Hauptversammlung das MDAX-Unternehmen LEONI geführt (und werde ab 2017 ggf. auch den LEONI-Aufsichtsrat verstärken). Die Zahlen für das zweite Quartal hätten bereits in den Grammer-Aktienkurs eingearbeitet werden können. Über den jüngsten Großauftrag hätten die Experten bereits in der letzten Ausgabe berichtet. Dürfe man den Insiderkäufen folgen?

Die Experten würden festhalten: Grammer stehe thematisch für zwei Nischen in der Automobil- bzw. Nutzfahrzeugzulieferung. Unter der Überschrift "Automotive" gehe es um Kopfstützen sowie Armlehnen und Mittelkonsolen. Die "Seating"-Sparte stehe für Fahrzeugsitze, besonders im Bereich Schienenverkehr, sowie auch Truck/Bus und Offroad-Fahrzeuge. Dies sei ein weites Feld, wo es z.B. um Traktoren, Baumaschinen, Gabelstapler, Fahrer- und Passagiersitze im Zugverkehr, Sportbootsitze usw. gehe.

Im Zeitraum von 2010 bis 2014 sei der Umsatz im Schnitt um etwa 10,1% pro Jahr verbessert worden von seinerzeit 929,7 auf zuletzt 1.365,9 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei im gleichen Zeitraum durchschnittlich um ca. 14,7% vorangekommen. Nach Steuern gerechnet habe der Anstiegswinkel im Schnitt sogar bei grob 20% pro Jahr gelegen. Zum Bild gehöre aber auch, dass Grammer in den letzten Jahren mit eher beschaulichen Eigenkapitalquoten um 30% gearbeitet habe. Per Ende Juni 2015 habe diese nur bei etwa 29% gelegen, was in Ordnung, aber nicht üppig sei.

Das erste Halbjahr sei nicht stolperfrei gewesen, aber: Grammer habe den Umsatz im ersten Semester um etwa 6% auf 710,2 Mio. EUR erhöht, allerdings mit kräftigen Bremsspuren in der Ergebnis- und Margenrechnung. Das EBIT habe von 30,9 auf 24,6 Mio. EUR nachgegeben, die Marge habe sich von 4,6 auf 3,5% verschlechtert. Der Ausblick für das Gesamtjahr sei verhalten: Auch wenn der Konzernumsatz (mit dem Rückenwind des Automotive-Geschäfts) spürbar auf mehr als 1,4 Mrd. EUR steigen solle, werde das EBIT um rund 15 Mio. EUR mit 42 Mio. EUR schwächer avisiert. Das sei nicht schön, aber zur Einordnung gehöre natürlich auch die jüngere Kursentwicklung. Am Markt (www.finanzen.net/FactSet) werde für 2016 ein Ergebnis je Aktie von 2,80 EUR erwartet. Halte dies, hieße das ein KGV von gerade mal ca. 8,3.

Grammer sei eine heiße Erholungs-Wette. Dies gelte buchstäblich, denn eine Prognoseanpassung für das Jahr erscheine durchaus noch denkbar, auch wenn die Insiderkäufe von Probst eher nicht darauf hindeuten würden.

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten bei der Grammer-Aktie daher, sich auch nur langsam hineinzutasten und mit einem Abstauberlimit für eine Anfangsposition zunächst auch nur einen Fuß in die Tür zu stellen. (Ausgabe 37 vom 12.09.2015)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de/a>

Börsenplätze Grammer-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Grammer-Aktie:
22,495 EUR -2,47% (11.09.2015)

Tradegate-Aktienkurs Grammer-Aktie:
22,629 EUR -2,04% (11.09.2015)

ISIN Grammer-Aktie:
DE0005895403

WKN Grammer-Aktie:
589540

Ticker-Symbol Grammer-Aktie:
GMM

Kurzprofil Grammer AG:

Die Grammer AG (ISIN: DE0005895403, WKN: 589540, Ticker-Symbol: GMM), Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bahn- und Bussitze.

Mit über 10.500 Mitarbeitern in 30 Gesellschaften ist Grammer in 20 Ländern weltweit tätig.

Die Grammer-Aktie ist im SDAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt. (14.09.2015/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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