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Mi, 5. Oktober 2022, 6:59 Uhr

Gute Börsenstimmung jäh unterbrochen


29.11.21 16:12
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Nachdem die globalen Aktienmärkte in den letzten Wochen nahezu ohne Irritationen ihren Aufwärtstrend fortgesetzt hatten, wurde die gute Börsenstimmung am Freitag jäh unterbrochen, so die Analysten der National-Bank AG.

Ursächlich gewesen sei das plötzliche Auftauchen einer neuen Ausprägung des Corona-Virus in Südafrika, welche erhebliche Sorgen sowohl hinsichtlich der Verbreitungsgeschwindigkeit als auch bezüglich der Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe ausgelöst habe. Das Ergebnis sei ein signifikanter Einbruch an den globalen Aktienmärkten gewesen. So sei der MSCI World am Freitag um 2,2% gefallen, der S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) habe 2,3% eingebüßt. Die europäischen Indices seien noch stärker von der Verunsicherung betroffen gewesen. So hätten der Euro Stoxx 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) und der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) Rückgänge um 4,7% respektive 4,2% verzeichnet. Der Ölpreis habe sich um ca. 10% verbilligt. Gerade Unternehmen aus der Reise- bzw. der Flugbranche hätten signifikante Verluste erlitten. Insgesamt sei eine deutliche Bewegung hin zu Safe-Haven-Assets zu beobachten gewesen, die Bund- und die US-Renditen hätten folglich deutlich nachgegeben. Insgesamt habe der Einbruch an den Aktienmärkten den bisher stärksten Rückgang im Jahr 2021 dargestellt. Relativierend sei aber festzuhalten, dass der Kursrückgang in eine aufgrund der Thanksgiving-Feierlichkeiten in den USA sehr umsatzschwache Marktphase gefallen sei, da viele Marktteilnehmer sich in einem verlängerten Wochenende befunden hätten. Gerade in solchen Phasen würden oftmals die stärksten Marktausschläge geschehen.

Die entscheidende Frage sei nunmehr, wie es wahrscheinlich weitergehen werde. Eine ehrliche Antwort sei, dass man es zum jetzigen Zeitpunkt nicht wisse. Es werde entscheidend davon abhängen, ob die neue Variante des Corona-Virus ("Omikron") in der Lage sei, die Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe auszuhebeln bzw. deutlich zu reduzieren. Die Beantwortung dieser Frage werde einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass man seriös momentan keine Antwort geben könne. Wenn es zu Einschränkungen in der Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe kommen sollte, dann müssten diese kurzfristig modifiziert werden. Dies würde sicherlich wieder einige Zeit kosten. Zeit, in dem sich die Bevölkerung noch sensibler als bereits schon heute im Hinblick auf den Umgang mit dem Corona-Virus zeigen müsste und Zeit, die leider negative Implikationen auf die Wirtschaft nach sich ziehen würde.

Aktien

Zum jetzigen Zeitpunkt würden die Analysten der National-Bank AG ihre Index-Prognosen auf unveränderten Niveaus belassen. Die positiven Einflussfaktoren für die globalen Aktienmärkte bestünden grundsätzlich weiter fort. Das Risiko sei jedoch wegen "Omikron" höher einzuschätzen. Dieses höhere Risiko könne aber auch dazu führen, dass die Notenbanken und hier im besonderen die US-Notenbank das Tempo ihres eingeleiteten "Tapering"-Prozesses modifizieren könnte, um so die Aktienmärkte zu stützen. Aktieninvestoren hätten in den von den Analysten der National-Bank AG betrachteten Indices in diesem Jahr bislang signifikante Kurszuwächse erzielen können. Sie sollten jetzt nicht überreagieren, sondern die Situation in Ruhe bewerten. (29.11.2021/ac/a/m)





 
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