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Mo, 8. August 2022, 16:15 Uhr

HanseYachts

WKN: A0KF6M / ISIN: DE000A0KF6M8

HanseYachts: Wendig und wetterfest - Aktienanalyse


06.05.21 08:50
Nebenwerte Journal

Sauerlach (www.aktiencheck.de) - HanseYachts-Aktienanalyse von "Nebenwerte Journal":

Claudius Schmidt, Aktienexperte des Fachmagazins "Nebenwerte Journal", nimmt die Aktie der HanseYachts AG (ISIN: DE000A0KF6M8, WKN: A0KF6M, Ticker-Symbol: H9Y) unter die Lupe.

Das Geschäft brumme, wie der Auftragsbestand beweise. Die sportlichen Segelyachten von Dehler würden den Nerv der Zeit treffen, auch die Langstreckenyachten von Moody oder die robusten Allroundyachten der Marke Hanse seien gefragt, ebenso die motorisierten Ausführungen von Sealine und Fjord. Im gängigsten Segment, Motoryachten mit Längen zwischen 10 und 16 m, zähle die Werft inzwischen zu den Top 10 weltweit. Da die Bootsmessen im vorigen Jahr Opfer der Pandemie geworden seien, auf denen in der Vergangenheit 70% der Aufträge geschrieben worden seien, werde jetzt einerseits verstärkt auf den digitalen Verkauf gesetzt, andererseits auf ein wachsendes Händlernetz.

Die Kunden kämen überwiegend aus Europa und den USA. Nur knapp ein Fünftel des Umsatzes werde im Inland erwirtschaftet. Produziert werde in Deutschland, Frankreich und Polen. Insgesamt würden sieben inländische und vier Unternehmen im Ausland zum Konsolidierungskreis zählen. Der Auftragsbestand an Segel- und Motor-Yachten sowie Katamaranen habe bis zum 31.12.2020 auf EUR 153,6 (93,5) Mio. zugelegt. Das sei nicht nur eine Steigerung um 64,3% gegenüber dem Vorjahr, sondern auch ein Bestwert in der Unternehmensgeschichte: Nie seien das Auftragsbücher so prall gefüllt gewesen wie heute, und hinter jeder Bestellung stehe ein Kunde, der das Boot zumindest angezahlt habe.

Das erkläre auch den starken operativen Cash flow in H1 2020/21, der auf EUR 8,6 (-2) Mio. deutlich ins Plus gedreht habe. Das Ergebnis sei hingegen noch von den Einflüssen der Pandemie geprägt gewesen. Die Umsätze seien mit EUR 48,2 (49,2) Mio. leicht hinter dem Vorjahr zurückgeblieben, und das EBITDA habe sich auf EUR -4,5 (-3,5) Mio. verschlechtert. Vor allem sei die Veränderung der Vorräte um EUR -5,7 (8,3) Mio. dafür verantwortlich gewesen, während sämtliche Aufwendungen geringer ausgefallen seien. Der Materialaufwand habe sich auf EUR 23,2 (33,6) Mio. verringert, der Personalaufwand dank Kurzarbeitergeld auf EUR 17,1 (19,8) Mio., und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen hätten sich auf EUR 8,6 (10,4) Mio. ermäßigt. Gemessen an der Gesamtleistung hätten sich die Kostenquoten verschlechtert. Das Halbjahresergebnis sei auf EUR -8,5 (-7,1) Mio. bzw. EUR -0,69 (-0,60) je Aktie gesunken.

Yachten seien prestigeträchtig und teuer, und genauso habe sich die Übernahme von Privilège Marine gestaltet, dem französischen Hersteller von Luxuskatamaranen, die kaum noch als Serienprodukte zu bezeichnen seien. Doch die Hanse Yachts AG denke langfristig. Am 01.12.2021 werde der Vorstand um Hanjo Runde erweitert, der Anfang Dezember Jens Gerhardt als CEO ablösen werde, um die Möglichkeiten durch das größere Programm und die zunehmend globale Aufstellung bewältigen zu können. Jetzt solle die seit Mitte 2018 anhaltende Kursflaute beendet werden. Eine Kursverdoppelung erscheine möglich, doch müsse die Nachrichtenlage engmaschig überwacht werden. Chancen und Risiken liegen bei diesem Wert dicht beieinander, so Claudius Schmidt. (Ausgabe 5/2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze HanseYachts-Aktie:

Xetra-Aktienkurs HanseYachts-Aktie:
5,40 EUR +2,86% (05.05.2021, 11:12)

Tradegate-Aktienkurs HanseYachts-Aktie:
5,45 EUR +3,81% (04.05.2021)

ISIN HanseYachts-Aktie:
DE000A0KF6M8

WKN HanseYachts-Aktie:
A0KF6M

Ticker-Symbol HanseYachts-Aktie:
H9Y

Kurzprofil HanseYachts AG:

Die HanseYachts AG (ISIN: DE000A0KF6M8, WKN: A0KF6M, Ticker-Symbol: H9Y) ist gemessen an der Zahl weltweit verkaufter Yachten der zweitgrößte Hersteller hochseetauglicher Segelyachten der Welt. Im Markt für Freizeit-Motoryachten ist das Unternehmen in die Top-10-Anbieter weltweit gerückt. Mit der Marke PRIVILÈGE gehört der weltweit sechstgrößte Hersteller luxuriöser Segel- und Motor-Katamarane zum Konzern. Gefertigt wird an den beiden Standorten in Greifswald (Deutschland) und Les Sables d’Olonne (Frankreich).

Die HanseYachts AG beschäftigt im Jahresdurchschnitt rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hiervon sind fast 20% Angestellte und mehr als 80% gewerbliche Arbeitnehmer. In der Region Greifswald zählt die HanseYachts AG zu den größten Arbeitgebern. Hinzu kommen rund 150 Beschäftigte der Marke PRIVILÈGE in der Katamaran-Werft in Les Sables d'Olonne.

Seit 2007 ist die HanseYachts AG börsennotiert (General Standard) mit aktuell ca. 23,23% frei gehandelten Aktien. Größter Aktionär ist seit 2011 die Münchener Aurelius AG, die ca. 76,77% der ausgegebenen Aktien hält. (06.05.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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