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Mo, 5. Dezember 2022, 19:12 Uhr

Iberdrola

WKN: A0M46B / ISIN: ES0144580Y14

Iberdrola: Globales Portfolio trotzt Energiekrise in Europa - Aktienanalyse


16.09.22 16:03
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Iberdrola-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI), raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Iberdrola S.A. (ISIN: ES0144580Y14, WKN: A0M46B, Ticker-Symbol: IBE1, NASDAQ OTC-Symbol: IBDSF) weiterhin zu kaufen.

Im ersten Halbjahr 2022 habe die Stromproduktion von Iberdrola trotz des laufenden Kapazitätsausbaus nur auf Vorjahresniveau gelegen, da die anhaltende Trockenheit zu einem massiven Einbruch der Wasserkraftproduktion in Spanien gesorgt habe. Ende August hätten die Strompreise in Spanien ein neues Rekordniveau erreicht, und das, obwohl der Staat für zwölf Monate die Gaskomponente auf niedrigem Niveau gedeckelt habe. Die Entwicklung in Nord- und Lateinamerika sei davon abgekoppelt und insgesamt positiv, auch dank der stärkeren Währungen.

Die Rufe nach Markteingriffen würden laut bleiben, sowohl in Spanien als auch in der EU. Das Umfeld wäre grundsätzlich gut für die auf erneuerbare Energien ausgerichtete Iberdrola, allerdings würden Regulierung und Politik drohen, weiterhin die Gewinne aus bestehenden Kraftwerken abzuschöpfen. In Spanien liege die Umsatzobergrenze für Stromerzeuger, die ohne Gas produzieren würden, derzeit weit unter dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Niveau. Hier könnte es zu einer Angleichung kommen. Dank der Gaseinkäufe sei Iberdrola vergleichsweise niedrigen Nachschusspflichten ausgesetzt.

Iberdrola setze das ambitionierte Wachstumsprogramm weiter fort. So befinden sich derzeit weltweit 10,8 Gigawatt an Kapazität, vor allem Offshore-Windkraftanlagen und Solarparks, in Bau oder sind bereits mit fix geplant, so die Analysten der RBI. Der Netzausbau schreite ebenfalls voran.

Für das regulierte Netzgeschäft, aber auch für neue PV- und Windanlagen würden Preisanstiege und höhere laufende Kosten geringere Renditen bedeuten. Allerdings habe Iberdrola den fünfjährigen Ausbauplan zu Beginn der Pandemie abgesichert und fast die Hälfte ihres Netzgeschäfts befinde sich in Ländern, in denen die Regulierung kurzfristig auf eine höhere Inflation Rücksicht nehme.

Iberdrola habe zum Halbjahr die Markterwartungen aufgrund von Einmaleffekten übertreffen können. Die Geschäftsentwicklung sei überall bis auf Spanien positiv gewesen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sei im Jahresvergleich um 18% auf EUR 6,5 Mrd. gestiegen. Der Ausblick für das Gesamtjahr sei bestätigt worden.

Im Jahr 2022 seien die Interim- und Bonusdividenden auf EUR 0,44 je Aktie gestiegen und auch für das laufende Geschäftsjahr sehe es gut aus. Allerdings sei die Dividendenrendite von Iberdrola nur im Mittelfeld des Versorgersektors. Zudem könnten Übergewinnsteuern in Spanien und dem Vereinigten Königreich die Auszahlungsbasis senken.

Obwohl dank erneuerbarer Energien und globaler Präsenz perfekt aufgestellt in Zeiten steigender Gas- und Strompreise, habe Iberdrola im letzten Jahr immer wieder Dämpfer hinnehmen müssen. Grund dafür waren staatliche Interventionen im Zuge der Energiekriese, egal ob national oder auf EU-Ebene, die Investoren zögerlich haben werden lassen, so die Analysten der RBI. Dabei laufe das Ausbauprogramm plangemäß weiter. Das Geschäft in Übersee laufe, liefere nun auch Währungsgewinne und profitiere darüber hinaus von staatlichen Förderprogrammen wie z.B. in den USA. Es stelle sich nur die Frage, wie sehr das der Markt derzeit honoriere. Das Kursziel der Analysten bleibe fast unverändert bei EUR 12,30 je Aktie, basierend auf einer relativen Bewertung im Vergleich zu anderen europäischen Versorgern. Aufgrund der enormen Ausbaupipeline sähen die Analysten eine gewisse Prämie im Vergleich zum Sektor als gerechtfertigt an.

Bernd Maurer und Teresa Schinwald, Analysten der RBI, bleiben bei ihrer "Kauf"-Empfehlung für die Iberdrola-Aktie. (Analyse vom 16.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Iberdrola-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Iberdrola-Aktie:
10,59 EUR +0,47% (16.09.2022, 15:40)

XETRA-Aktienkurs Iberdrola-Aktie:
10,52 EUR -0,99% (16.09.2022, 15:27)

ISIN Iberdrola-Aktie:
ES0144580Y14

WKN Iberdrola-Aktie:
A0M46B

Ticker-Symbol Iberdrola-Aktie:
IBE1

NASDAQ OTC-Symbol Iberdrola-Aktie:
IBDSF

Kurzprofil Iberdrola S.A.:

Iberdrola S.A. (ISIN: ES0144580Y14, WKN: A0M46B, Ticker-Symbol: IBE1, NASDAQ OTC-Symbol: IBDSF) ist ein spanischer Energieversorger mit Sitz in Bilbao. Iberdrola entstand 1992 aus der Fusion von Hidroeléctrica Española (Hidrola) und Hidroeléctrica Ibérica. Iberdrola bedient 16 Mio. Kunden, davon mehr als 10 Mio. in Spanien. Neben der Erzeugung von elektrischer Energie aus Wasser und Wind vertreibt Iberdrola auch Erdgas und ist am Betrieb von fünf Kernkraftwerken in Spanien beteiligt. (16.09.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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