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Ipsos

WKN: 923860 / ISIN: FR0000073298

Inflation drückt Wohlstand der Deutschen


10.08.22 12:52
Stock-World Redaktion

Hamburg, 10. August 2022. Die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Preissteigerungen und Angebotsverknappungen in wichtigen Bereichen wie Energie und Lebensmittel sorgen für einen deutlichen Rückgang des subjektiv empfundenen Wohlstandes in Deutschland. Nur noch jeder zweite Bundesbürger (50%) ab 14 Jahren stuft den eigenen Wohlstand als sehr hoch ein, so das Ergebnis der aktuellen Sommerwelle des Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D) von Ipsos. Bei der letzten Erhebung vor dem Ukraine-Krieg im Dezember 2021 stuften noch 54 Prozent der Deutschen ihren Wohlstand als sehr hoch ein. Entsprechend gestiegen sind die Anteile der Bevölkerung, die ihren Wohlstand als noch „ausreichend hoch“ (von 32 auf 34 Prozent) oder als „zu gering“ (von 14 auf 16 Prozent) einordnen.


Wohlstand bedeutet für die Deutschen allerdings nicht nur finanziell gut dazustehen und abgesichert zu sein. Neben ökonomischen Faktoren gehören auch ein gutes gesellschaftliches Umfeld, sehr persönliche Aspekte wie die eigene Gesundheit und mit gewissen Abstrichen sogar eine intakte Umwelt dazu. Mit all diesen Faktoren, die sie selbst als wichtig für ihren Wohlstand sehen, sind die Deutschen aktuell weniger zufrieden als noch Ende 2021.
 


Einkommen erscheint sicher, ist aber weniger wert


Auffällig ist, dass im Gegensatz zu den Erhebungen in den Monaten nach Beginn der Corona-Pandemie keine wachsende Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes zu verzeichnen ist. Wie schon im Dezember 2021 stimmen aktuell rund 56 Prozent aller Bundesbürger der Aussage zu, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz bzw. eine sichere Rente haben: „Ihren Arbeitsplatz und damit das Einkommen sehen die Deutschen als gesichert an. Die in einigen wichtigen Lebensbereichen starken Preissteigerungen sowie die Unsicherheit, ob gewisse Produkte in Zukunft überhaupt verfügbar sein werden, beunruhigen die Deutschen trotzdem. Konsumwünsche und auch finanzielle Vorsorgen können daher von vielen Menschen nicht mehr im gewünschten Maße erfüllt bzw. getätigt werden,“ so Hans-Peter Drews, Leiter des NAWI-D bei Ipsos.


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Weniger Deutsche sind glücklich und frei von Zukunftsängsten


Die angespanntere finanzielle Situation und die Ungewissheit über den Ausgang des Ukraine-Krieges sowie des Fortganges der Corona-Pandemie beeinflussen auch das aktuelle Glücksgefühl der Deutschen. Stuften sich Ende 2021 noch 60 Prozent der Befragten als sehr glücklich ein, sind es im Sommer 2022 nur 54 Prozent. Ähnliche Entwicklungen konnten darüber hinaus auch bei anderen sehr persönlichen Einstellungen der Deutschen gemessen werden.


So sank zum Beispiel der Anteil derjenigen, die nach eigenen Angaben völlig frei von Zukunftsängsten sind, im gleichen Zeitraum von 46 auf 40 Prozent und der Anteil derjenigen, die sich als sehr gesund einstufen von 64 auf 60 Prozent. Letzteres kann sicher auch durch die recht hohen Corona-Fallzahlen sowie dem psychischen Druck durch den Krieg im nahen Europa verursacht worden sein.
 


Steckbrief NAWI-D


Im Frühjahr 2012 konzipierte Ipsos gemeinsam mit Zukunftsforscher Prof. Dr. Opaschowski ein neues Wohlstandsbarometer als Basis für einen umfassenden Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D), das seitdem kontinuierlich quartalsweise erhoben wird.


Methode: Ipsos Capibus Computer Assisted Personal Interviewing im Haushalt des Befragten. Random route - Zufallsauswahl der Haushalte und Personen


Stichprobe: 2.000 Personen ab 14 Jahren je Erhebungswelle.


Grundgesamtheit: Deutschsprechende Bevölkerung in Privathaushalten.


Feldzeit Ergebnisse für diese PI: 13.-20.06.2022 und 22.11.-13.12.2021.


Für die Erhebungen zum Wohlstandsbarometer greift Ipsos auf seinen eigenen bundesweiten Stab an Interviewern zurück, der erfahren in der Durchführung sozialwissenschaftlicher Studien mit anspruchsvollen Designs ist. Die Datenerhebung erfolgt mittels persönlicher Interviews in den Zielhaushalten im Rahmen von wöchentlichen CAPI-Mehrthemenumfragen.
 


Ipsos


Ipsos ist die Nummer 3 weltweit in der Marktforschungsbranche mit mehr als 18.000 Mitarbeitenden und starker Präsenz in 90 Ländern.


Unsere Forschungsexperten, Analysten und Wissenschaftler verfügen über das breite Know-how von Multi-Spezialisten, das tiefe Insights in Handlungen, Meinungen und Motivationen von Bürgern, Konsumenten, Patienten, Käufern oder Mitarbeitenden ermöglicht. Wir haben die große Bandbreite unserer Lösungsansätze in 18 Service Lines zusammengefasst und unterstützen damit über 5.000 Kunden weltweit.


1975 in Paris gegründet, wird Ipsos bis heute von Forschern geführt. In Deutschland sind wir mit ca. 600 Mitarbeitenden an fünf Standorten präsent: Hamburg, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und München.


Ipsos ist seit dem 1. Juli 1999 an der Euronext in Paris notiert. Das Unternehmen ist Teil des SBF 120 und des Mid-60 Index und hat Anspruch auf den Deferred Settlement Service (SRD).
ISIN code FR0000073298, Reuters ISOS.PA, Bloomberg IPS:FP



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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