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Mo, 3. Oktober 2022, 6:53 Uhr

Internationale Aktienmärkte nehmen den Schwung des Vortages weitgehend mit


05.08.22 08:58
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Der Schwung des Vortages konnte weitgehend mitgenommen werden, wenn auch in abgeschwächter Form, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

So hätten ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) und DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) bei dünnen Umsätzen mit Zuwächsen geschlossen, wohingegen die breiten Marktindices dies- (EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814)) und jenseits des Atlantiks (S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0)) kaum verändert aus dem Handel gegangen seien. Gefragt gewesen seien abermals Aktien aus den Sektoren des zyklischen Konsums sowie dem Tech-Bereich, was auch in einem festeren NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) zum Ausdruck gekommen sei.

Wirkliche Highlights im Makro-Newsflow habe es nicht gegeben. Die Bank of England (BoE) habe den Leitzins um 50 Basispunkte auf 1,75% erhöht und ein Programm zum Verkauf von Anleihen angekündigt. Die BoE habe damit die Zinsen in sechs Sitzungen in Folge erhöht, was der längsten Serie seit Ende der 1990er Jahre entspreche. Dieser Schritt sei jedoch bereits weitgehend vom Analystenkonsens erwartet worden, sodass der große Überraschungseffekt ausgeblieben sei.

Der Aktienmarkt habe sich stattdessen auf Unternehmensdaten fokussiert. Die Berichtssaison schreite voran und mit zunehmendem Auszählungsgrad zeichne sich ein klareres Bild ab. Corporate America präsentiere sich dabei äußerst solide, was mitunter ein Grund für die imposante Aktienmarktperformance der vergangenen Tage und Wochen sei. Gemäß den RBI-Berechnungen hätten bisher rund 70% der S&P 500-Unternehmen ihr Zahlenwerk offengelegt, wovon 76% die in sie gestellten Gewinnerwartungen hätten übertreffen können. In Europa sei die Berichtssaison noch nicht ganz so weit fortgeschritten. Aber auch hier müsse sich die Unternehmenslandschaft mit rund 70% an positiven Gewinnüberraschungen bisweilen nicht verstecken.

An den Rohstoffmärkten habe sich der Abwärtstrend beim Ölpreis fortgesetzt. Das Fass der Nordseesorte Brent sei unter USD 95 gerutscht. Der Goldpreis hingegen habe abermals nachgelegt und liebäugele mittlerweile wieder mit der Marke von USD 1.800. Wenig Bewegung hingegen gebe es an den Kryptomärkten. Der Bitcoin hadere nach wie vor mit dem Widerstand bei USD 24.000, weise aber eine verhältnismäßig niedrige Volatilität auf.

Am heutigen Handelstag herrsche in Asien ein gemischtes Bild. Die vorbörslichen Indikationen für Europa würden auf einen Handelsstart im Bereich der gestrigen Schlusskurse hindeuten. Unternehmensseitig ebbet der Newsflow zum Wochenausklang etwas ab. Der Makrokalender hingegen sei gut gefüllt. (05.08.2022/ac/a/m)




 
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