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Do, 22. Februar 2024, 10:52 Uhr

Internationale Börsen im Überblick


22.11.23 10:50
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Aktienmärkte standen gestern ganz im Zeichen der Veröffentlichung des FED-Protokolls sowie des noch ausstehenden Quartalsberichts des KI-Chip-Herstellers NVIDIA (ISIN: US67066G1040, WKN: 918422, Ticker-Symbol: NVD, NASDAQ-Symbol: NVDA), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

In Ermangelung anderer interessanter Makro-Daten und gemäß dem Umstand, dass das FED-Protokoll erst nach dem europäischen Börsenschluss und die Zahlen der Chip-Schmiede erst nach dem Handelsende in den USA veröffentlicht worden seien, hätten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der Ergebnisse in nobler Zurückhaltung geübt. In Bezug auf Ersteres habe zuletzt vor allem die Hoffnung die Börsen gestützt, dass der Zinsgipfel in den USA erreicht sein könnte und es keine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Zyklus mehr geben dürfte. Dementsprechend seien auch alle Augen auf das Protokoll der vergangenen Zinssitzung der US-Notenbank gerichtet gewesen, da sich die Investoren Hinweise zur weiteren Vorgangsweise der FED erhofft hätten.

Um 20:00 sei es dann so weit gewesen, das FOMC-Sitzungsprotokoll, auch bekannt als "FED-Protokoll", sei veröffentlicht worden und damit auch die Zusammenfassung der Diskussionen und Entscheidungen des geldpolitischen Organs der Federal Reserve. Die Hoffnungen daraus das Ende der geldpolitischen Straffung herauszulesen, sei zwar nicht erfüllt worden, es habe aber auch keine "bösen" Überraschungen gegeben. Vielmehr sei im Protokoll erneut betont worden, dass weitere Straffungen nötig sein könnten, sollten sich die weiteren Fortschritte in punkto Inflationsbekämpfung als unzureichend herausstellen. Das Thema Zinssenkung im kommenden Jahr sei erst gar nicht explizit angesprochen worden. Aktuell preise der Kapitalmarkt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinspause in den USA am 13. Dezember mit 95%.

In diesem eher zurückhaltenden Umfeld hätten die europäischen Aktienindices den Börsentag leicht niedriger beendet, wobei der Handel in einer engen Handelsspanne verlaufen sei. Der deutsche DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe mit einem marginalen Minus von 0,01% im Vergleich zum Vortag unverändert geschlossen, während es seinem europäischen Pendant EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) mit einem Kursrückgang in Höhe von 0,24% ein wenig schlechter ergangen sei. Der österreichische ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) habe sich weniger gut halten können und die Ziellinie zu Handelsschluss mit einem Kursminus in Höhe von 0,74% überquert. Auch die US-Märkte seien gestern schwächer in den Tag gestartet. Zudem habe das FED-Protokoll vermocht, keinerlei Impulse zu setzen, wobei sich auch die Anleger in Anbetracht der verkürzten US-Handelswoche aufgrund des am Donnerstag bevorstehenden Erntedank-Feiertags nicht aus der Deckung hätten wagen wollen. So habe der mehrheitlich mit Standardwerten bestückte Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) zum Schluss einen Kursrückgang von 0,18% ausgewiesen, wobei es dem marktbreiten S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) mit einem Minus von 0,20% ähnlich ergangen sei. Auch der Technologie-Auswahlindex NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) habe zur Schlussglocke ein moderates Minus in Höhe von 0,58% ausgewiesen.

An den Rohstoffmärkten hätten sich die Ölpreise gemischt entwickelt, wobei der Preis heute Morgen für die Sorte Brent bei rund um USD 82,20 je Fass angesiedelt sei. Gold sei im gestrigen Umfeld ebenfalls gefragt gewesen und notiere aktuell bei rund USD 2.000 je Feinunze. Der Bitcoin als bekanntester Vertreter der Kryptowährungen habe gestern hingegen einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen müssen; notiere aber heute Morgen wieder leicht höher bei rund USD 36.600.

Was den heutigen Handelstag betreffe, so signalisiere der Blick auf unseren Datenkalender, dass es nach dem gestrigen FED-Protokoll heute mit dem vorläufigen Konsumentenvertrauen für November aus der Eurozone weitergehe. Hier erwarte man eine marginale Verbesserung von zuvor -17,9 auf -17,6 was sich auch mit den Konsensuserwartungen decke. Darüber hinaus gebe es auch in Bezug auf die Berichtssaison noch einige wenige Nachzügler, wobei für heute zum Beispiel die Zahlen von Deere & Co (ISIN: US2441991054, WKN: 850866, Ticker-Symbol: DCO, NYSE-Symbol: DE) aus den USA sowie SBO (ISIN: AT0000946652, WKN: 907391, Ticker-Symbol: SLL, Wiener Börse-Symbol: SBO) und thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, NASDAQ OTC-Symbol: TYEKF) von europäischer Seite erwartet würden. Die asiatischen Märkte würden sich heute Morgen gemischt präsentieren. (22.11.2023/ac/a/m)




 
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