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Fr, 27. Januar 2023, 10:17 Uhr

BTC/USD (Bitcoin / US-Dollar)

WKN: A2YY63 / ISIN: XC000A2YY636

Ist der Bitcoin mittlerweile zu sehr im Mainstream angekommen?


10.12.21 12:35
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - In den vergangenen fast zwei Jahren haben die Zentralbanken weltweit Unsummen an liquiden Mitteln in die Märkte gepumpt, um die Folgen der Pandemie auf die Wirtschaft aufzufangen, so die Experten von LYNX Broker.

Gleichzeitig hätten Regierungen weitere Milliarden für gigantische Hilfsprojekte mit dem gleichen Ziel aufgewendet. In der Folge sei die Schuldenquote im Verhältnis zum BIP auf ein historisches Niveau angestiegen. Nur ganz allmählich verabschiede sich die US-Notenbank von dieser ultralockeren Geldpolitik, aus Angst, die erfolgreich wiederauferstehende Wirtschaft durch höhere Zinsen wieder auszubremsen. Doch die galoppierende Inflationsrate zwinge sie nun zum Handeln.

"Die Zentralbanken weltweit stehen vor einem Dilemma, denn einerseits könnte ein Ende der ultralockeren Geldpolitik sich tatsächlich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Andererseits gilt das auch für die Inflation, wenn diese sich auf einem derart hohen Niveau befindet", erklärt Sascha Sadowski, Marktexperte vom Online-Broker LYNX. "Schon Ende 2018 wollte die FED ihre Bilanz verringern. Dann kam diesem Plan jedoch die nächste Krise dazwischen. Ein Jahr später hatte sich die Lage wieder stabilisiert. Doch bevor die FED die Zügel anziehen konnte, brach mit dem Corona-Virus bereits die nächste Katastrophe über die Welt herein und das Thema war erst einmal wieder vom Tisch. Jetzt zwingt sie die Inflation zum Handeln, allerdings in einer ungünstigen Ausgangslage, denn tatsächlich sind die immer neuen Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit Corona sowie die stockenden Lieferketten nicht ideal für die Wirtschaft."

Für Kryptowährungen wie den Bitcoin bedeute die zunehmende Abwertung sowohl des Dollars als auch des Euros durch die Inflation eigentlich Auftrieb, denn immer mehr Investoren und Privatanleger würden ihn als Alternative zu den Fiat-Währungen und damit verbundenen Anlageklassen nutzen. "Solange die Zentralbanken ihre Währungen weiter abwerten, sollte der Bitcoin eigentlich steigen, immerhin ist er dazu geschaffen worden, als Währung unabhängig von Zentralbanken und staatlicher Regulierung zu funktionieren. Hinzu kommt sein ganz eigenes Design, das vorsieht, dass sich das Angebot neu geschürfter Token alle vier Jahre um die Hälfte reduziert, was allein schon zu einer automatischen Verknappung führt", erkläre Sadowski.

Trotzdem habe der Bitcoin erst kürzlich auf einen Schlag fast 20 Prozent seines Wertes eingebüßt. Für Sadowski liege das nicht etwa nur an der Ankündigung der FED, langsam, aber sicher die eigene Bilanz zu verkleinern, sondern auch am Auftauchen der neuen Omikron-Variante des Corona-Virus, die eine weitere Welle der Pandemie auslösen könnte. "In den letzten Jahren ist ein regelrechter Hype um den Bitcoin entstanden, der immer mehr normale Investoren, sowohl aus dem institutionellen als auch aus dem privaten Bereich, angelockt hat. Damit unterliegt er aber auch zunehmend den ganz normalen Marktmechanismen und ist stärker an die Entwicklung der Wirtschaft gekoppelt. Das ist eigentlich ziemlich ironisch, denn seine Popularität bewirkt so, dass er seinen eigentlichen Zweck als unabhängiges Währungssystem immer weniger erfüllen kann."

Die Frage zum Jahresende sei nun, welche Maßnahmen die FED ergreifen werde und wie sich diese auf die Entwicklung des Bitcoins auswirken würden. "Zieht die FED die Zügel an, befinden sich die Finanzmärkte in einer mittlerweile ungewohnten Situation. In den letzten 10 Jahren konnten sie sich darauf verlassen, dass das billige Geld immer weiter fließt. Ändert sich das, werden sich viele Marktteilnehmer erst einmal an die neuen Gegebenheiten gewöhnen müssen. Zwar haben sich die Zeichen für einen baldigen Paradigmenwechsel der FED in den letzten Monaten gemehrt und diese Möglichkeit wurde in vielen Fällen bereits in den aktuellen Kursen eingepreist. Sollten die Maßnahmen allerdings stärker ausfallen als erwartet, dürfte das den Märkten einen gewissen Schock versetzen und könnte zu einem Kursrutsch führen. Gleiches gilt für neue Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Pandemie, wie das Auftauchen von Omikron gezeigt hat. Und einen solchen Schlag dürfte auch der Bitcoin nicht unbeschadet überstehen, dafür unterliegt er durch seine Popularität mittlerweile zu sehr den Gefühlsschwankungen der Märkte." (10.12.2021/ac/a/m)




 
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